11 Dinge, die Eltern endlich wieder tun können, wenn die Kinder aus dem Haus sind

Als Eltern muss man hohen moralischen Maßstäben genügen – wir sind ja Vorbild. Darum verkneifen wir uns, was wir einst gerne taten. Aber wenn die Kinder aus dem Haus sind, dann lassen wir wieder richtig die Sau raus!

Wir können dann:

1. Nutella direkt aus dem Glas löffeln. Zum Frühstück, Mittagessen und zwischendurch. Ohne Brot, versteht sich. Nicht gut für die Zähne und die Figur, aber super für die Seele. Genauso wie Messer ablecken oder Milch aus der Tüte trinken.

2. Einen Tatort zur Originalsendezeit und ohne Unterbrechung gucken – ohne den Ton abstellen zu müssen oder gleich ganz auszuschalten, weil die Kinder dann ins Wohnzimmer rennen, wenn’s spannend wird. Und die Krönung: Einem Tatort folgen, ohne komplett den Faden zur Handlung zu verlieren.

3. Aufs Klo gehen und Zeitung lesen. Oder ein Buch in der Badewanne, und zwar länger als fünf Minuten. Überhaupt: Die Badezimmertür abschließen, ohne dass ganz plötzlich und dringend jemand ins Bad muss!

4. Den ganzen Sonntag Serien gucken. Sogar bei gutem Wetter! Mit Frühstück im Bett. Und vielleicht einem Sekt dazu?

5. Songs aus der Jugend hören und dazu im Wohnzimmer tanzen, ohne angeguckt zu werden, als sei man ein Alien („Waaah, Mama/ Papa – du bist peinlich!“).

6. Auf dem Küchentisch andere Dinge tun, als nur zu arbeiten und zu essen.

7. Mit der besten Freundin/ dem besten Freund pikante Details am Telefon austauschen, ohne Angst zu haben, sich wegen nicht jugendfreier Details als schlimmste Mama/ Papa der Welt zu fühlen.

8. Zu zweit ausgiebig duschen, ohne verwunderte Blicke zu ernten.

9. Auf Autofahrten Hörbücher für Erwachsene hören, anstatt nervige Kindermusik. Oder aufgekratzt lustige Geschichten für Kinder in Endlosschleife ertragen. Oder einfach mal ein paar Stunden schweigen und einfach Auto fahren.

10. Ausschlafen – vielleicht sogar unter der Woche, je nach Beruf und Gleitzeitmöglichkeiten. Morgens in aller Seelenruhe einen Kaffee trinken, in die Zeitung starren, und ohne Hetze das Haus verlassen. Ganz ohne Bolognesesoßenflecken, Straßenmalkreideverzierung oder Nutellaflecken auf dem Shirt.

11. Und last but not least: Bei Rot über die Ampel gehen. Natürlich nicht, wenn da fremde Kinder stehen! Das ginge nun wirklich zu weit.


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Gastautorin Christine
Christine

Christine zieht drei Kinder (8, 10 und 16 Jahre alt) alleine groß. Sie lebt mit ihnen und zwei Katzen am Bodensee, wo sie Kinderbücher textet. Ihr Blog Mama arbeitet ist ihr viertes Kind. Bild: © Patrick Pfeiffer

Titelbild: © Rocketclips, Inc./shutterstock.com