„Hilfe, mein Kind ist faul! Was kann ich tun?“

Das Thema Schule führt bei Ihrem Kind zu Unlust und Frust. Hausaufgaben macht es nur halbherzig und wenn es lernen soll, verbringt es die Zeit lieber mit allem anderen als den Schulbüchern. Aber ist Ihr Kind wirklich faul?

Ihr Kind möchte nicht stundenlang Zeit mit dem Lernen verbringen. Deswegen ist es aber noch lange nicht faul. Es ist z. B. neugierig darauf, neue Dinge kennenzulernen, Sachen auszuprobieren und sich mit anderen auszutauschen. Aber das trockene Auswendiglernen für die Schule ist das komplette Gegenteil dieses inneren Antriebs eines Kindes. Mit der richtigen Lernstrategie gelingt es Ihnen, Ihr Kind auch für das Thema Schule zu begeistern. So finden Sie die richtige Lernmotivation für Ihr Kind:

Druck, Stress und Langeweile

Zunächst müssen Sie verstehen, was vor sich geht: Ihr Kind hängt gelangweilt vor den Schulaufgaben und kann sich nicht dazu aufraffen, auch nur eine Minute mehr mit dem Lernen zu verbringen, als es muss. Das ist nur zu verständlich, immerhin verbindet es mit der Schule Gefühle wie Druck, Zeitstress und Langeweile. Es hat noch nicht gelernt, sich selbst zu motivieren, da ihm so abstrakte Konstrukte wie Noten oder Abschlüsse egal sind. Mit ein paar kleinen Tricks, schaffen Sie es aber, Ihr Kind richtig zu motivieren. So legen Sie frühzeitig eine wichtige Grundlage für den späteren Lernerfolg Ihres Kindes.

In Häppchen lernen

Eine gute Lernstrategie, die bei den meisten Kindern funktioniert, sind „Die kleinen Lernhäppchen“. Dabei konzentriert sich Ihr Kind nur für kurze Zeit auf ein einziges kleines Thema. Danach folgt eine kurze Pause, bevor es an die nächste Lerneinheit geht. Das kann so aussehen:
Umrechnen_von_Maßeinheiten

Ihr Kind lernt im Fach Mathe das Umrechnen von Maßeinheiten kennen. Aber es hat noch nicht verstanden, wie man Kilometer in Millimeter umrechnet. Anstatt sich in abstrakten und trockenen Schulbuchtexten zu verlieren, setzt es sich nach der Schule an den PC und schaut sich das passende sofatutor-Video an. Im Anschluss überprüft es mit den interaktiven Übungsaufgaben, ob es den Lernstoff verstanden hat. Wenn alles gut klappt, dauert diese Lerneinheit keine zehn Minuten. Danach kann es eine Pause machen, ehe sich Ihr Kind dem nächsten Thema widmet. Sollte es beim Lösen der Aufgaben Unklarheiten geben, kann Ihr Kind mit der Video-Hilfe direkt an die Stelle des Videos zurückspringen, die es noch nicht verstanden hat. Nach jeder Aufgabe macht es entweder eine kleine Pause oder darf natürlich auch weiterlernen, wenn es die Aufgabe auf Anhieb und allein richtig gelöst hat. So steigt die Lernlust automatisch.

Strukturiert lernen

Gehören Sie auch zu den Menschen, die für alles eine Liste anlegen? Dann haben Sie alle Aufgaben im Blick und wissen genau, bis wann Sie was erledigen müssen. Das sollte sich auch Ihr Kind aneignen. Struktur ist beim richtigen Lernen das A und O. So klappt die Vorbereitung auf den nächsten Test ganz entspannt und ohne Zeitdruck.

Sprechen Sie bei einem nahenden Test oder einer Klassenarbeit gemeinsam darüber, was Ihr Kind im Unterricht gelernt hat. Schauen Sie sich zusammen die Unterlagen an und legen Sie in einem Lernplan fest, welche Themen in der nächsten Prüfung drankommen können, welche Fragen noch offen sind oder wo Ihr Kind mehr üben möchte, um das Thema besser zu verstehen. So hat es einen Überblick und kann sich von den Grundlagen zu spezifischen Fällen vortasten.

Wie fertige ich eine gute To-do-Liste an? Mit dieser Gratis-Übersicht haben Sie und Ihr Kind alles im Blick.

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Regelmäßig wiederholen

Wenn Ihr Kind sich in der Schulwoche nach den Hausaufgaben für 15 Minuten mit dem Wiederholen von neuem Lernstoff beschäftigt, wird es schon bald Erfolgserlebnisse haben, da es schnell im Lernstoff vorankommt. Das bedeutet, es sollte sich nach den Hausaufgaben z. B. noch mindestens zwei Themen heraussuchen, die es noch einmal selbstständig wiederholen oder vertiefen möchte. Das fördert die Eigenreflexion Ihres Kindes. Je früher Kinder regelmäßig wiederholen, desto besser prägen sich neue Lerninhalte ein. Und wer rechtzeitig die Grundlagen festigt, kann später leichter darauf aufbauen.

Erfolgserlebnisse motivieren

Ein letzter Hinweis: Um die Lernmotivation Ihres Kindes langfristig zu steigern, braucht es Erfolgserlebnisse. Das kann das Lob der Lehrerin im Unterricht sein oder eine kleine Aufmerksamkeit von Ihnen, wenn es sich an den Lernplan gehalten hat. Am schönsten ist jedoch das Gefühl, ein Thema ganz allein richtig verstanden zu haben. Das stärkt das Selbstbewusstsein Ihres Kindes langfristig. Ermuntern Sie es also, beim Wiederholen nicht nur passiv ein Lernvideo anzuschauen, sondern gleich im Anschluss die Übungen zu lösen. So endet jede Lerneinheit mit einem guten Gefühl und die Lernmotivation Ihres Kindes steigt ganz automatisch.

Titelbild: © Michal Kowalski/shutterstock.com