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Keinen Bock auf Schule – was bei Schulfrust wirklich hilft

Motivationsprobleme, Unlust, sinkende Noten: Fast jedes Kind wird irgendwann von Schulfrust gepackt. Dieser 4-Punkte-Plan holt die Lernlust zurück.

Sie kennen es sicher aus Ihrer Schulzeit: Es gibt Phasen, da möchte man alles tun, nur nicht für die Schule lernen. Die Liste für mögliche Gründe ist lang. Sie reicht von Liebeskummer, Ärger mit Mitschülern oder dem Lehrer bzw der Lehrerin über Prüfungsangst bis zu handfesten Wissenslücken. Auch Ihrem Kind wird dies nicht fremd sein oder bleiben, begegnet doch erfahrungsgemäß Schulfrust jedem Schüler bzw. jeder Schülerin im Laufe seiner Schulzeit. Damit es bei einer vorübergehenden Phase bleibt, ist schnelles Handeln gefragt.

Wie äußert sich Schulfrust?

Der Frust hat viele Gesichter: Er reicht von vorübergehender Lustlosigkeit bis hin zur Schulverweigerung. Aber keine Angst, so weit muss es nicht kommen. Folgende Fragen geben Ihnen Aufschluss darüber, ob Ihr Kind frustriert ist:

  • Ihr Kind ist schwerer aus dem Bett zu kriegen als sonst?
  • Zu den Hausaufgaben und zum Lernen müssen Sie es fast „zwingen“?
  • Lustlos wird nur das Nötigste für die Schule erledigt?
  • Ihr Kind arbeitet unkonzentriert und unsorgfältig?
  • Um nichts für die Schule tun zu müssen, präsentiert es die kreativsten Ausreden?
  • Das Thema Schule wird abgeschmettert oder totgeschwiegen?
  • Jedes Thema rund um die Hausaufgaben führt im Familienalltag zu Streit.
  • Die Noten sacken ab?

Können Sie eine oder mehrere Fragen mit Ja beantworten, sollten Sie im gemeinsamen Gespräch mit Ihrem Kind überlegen, woher der Frust kommt und was Sie tun können, um ihn zu besiegen.

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Wie entsteht Schulfrust?

Um die Schule führt kein Weg herum. Und eine Verpflichtung, die auch noch frühes Aufstehen oder stundenlanges Herumsitzen mit sich bringt, kann furchtbar lästig sein. Spielen dann noch folgende Faktoren hinein, ist der Frust nicht fern:

  • Nicht jedes Kind lernt im gleichen Tempo. Daran ändert auch der beste Lehrer bzw. die beste Lehrerin nichts. Entspricht das allgemeine Lerntempo in einem Fach also nicht dem Ihres Kindes, kann es den Anschluss verlieren.
  • Auf die individuellen Bedürfnissen der verschiedenen Lerntypen kann im Unterricht nicht immer eingegangen werden. Vielleicht kann Ihr Kind mit den angebotenen Materialien nicht optimal lernen und benötigt daher für das Aneignen des Stoffes länger.
  • Je größer die Wissenslücken, umso größer die Gefahr, dass Ihr Kind aufgibt. Fehlende Erfolgserlebnisse können eine „Das bringt alles eh nichts“-Haltung nach sich ziehen.

Das Schwierige im Umgang mit Schulfrust ist, dass es ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr reicht, die ursprüngliche Ursache zu beseitigen. Denn schnell findet sich Ihr Kind in einer Spirale wieder: Die anfängliche Unlust führt dazu, dass im Unterricht Verpasstes nicht nachgeholt wird. Die Wissenslücken werden größer und sorgen dafür, dass Ihr Kind immer weniger Erfolgserlebnisse verspürt. So geht die Lernfreude und die Faszination für einige Fächer verloren. Denn je größer der Nachholbedarf, desto ferner scheint das Ziel. Für Ihr Kind wird es somit immer schwieriger, sich aus dem Stimmungstief zu befreien.

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Der 4-Punkte-Plan gegen Schulfrust

Aber egal, ob vorübergehende Unlust oder ausgewachsener Schulfrust – vier scheinbar kleine Veränderungen im Schul- und Lernalltag können langfristig helfen, den Spaß an der Schule und die Lernfreude zurückzugewinnen.

Punkt 1: Entspannte Lernumgebung und feste Zeiten für mehr Konzentration

Der Schreibtisch ist unaufgeräumt. Ständig kommen die Geschwister herein. Und dann kommt noch der Termindruck hinzu – da bleibt die Konzentration auf der Strecke. Schaffen Sie die optimale Lernumgebung und einen festen Zeitplan. Hat Ihr Kind Ruhe und Zeit, alle Aufgaben zu erledigen, nimmt die Antihaltung nach und nach ab.

Punkt 2: Kleine, regelmäßige Lerneinheiten statt Bulimielernen


Die schriftliche Division Erklärvideo

Stundenlanges Pauken, um Wissenslücken zu schließen, dämpft die Lernfreude und das Ziel rückt in unerreichbare Ferne. Am effektivsten ist es, kleine Lerneinheiten regelmäßig in den Alltag zu integrieren: Mit kurzen und leicht verständlichen Videos, beispielsweise von sofatutor, kann sich Ihr Kind den Schulstoff mithilfe lustiger Geschichten erklären lassen und durch Übungen festigen – in wenigen Minuten und ohne ewiges Bücherwälzen. Wie das funktioniert, sehen Sie im Beispielvideo.

Punkt 3: Die richtigen Lernmethoden für Abwechslung mit Struktur

Damit das Lernen spannend bleibt, ist Abwechslung in den Lernmethoden gefragt: Spielen Sie mit Ihrem Kind Vokabelspiele oder verbinden Sie das Auswendiglernen eines Gedichts mit einem Spaziergang, um die klassischen Lerneinheiten aufzulockern. Ihr Kind wird bald merken, dass Lernen viel mehr ist, als nur stundenlanges Herumsitzen vor Büchern. Dabei ist wichtig, dass gewisse Strukturen gelegt werden, so dass das Lernen zum Ritual wird. Hier finden Sie weitere Lernmethoden.

Punkt 4: Mehr Erfolgserlebnisse für mehr Motivation

Erfolg macht süchtig, das heißt, ist man erstmal wieder auf der richtigen Spur, nimmt diese schnell von selbst Fahrt auf. Wie das geht? Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind täglich kleine Erfolge feiert. Das müssen nicht immer gute Noten, sondern kann z. B. auch das fehlerfreie Lösen einer Übung sein. Wie das funktioniert, können Sie hier ausprobieren.

Fazit: Nehmen Sie Ihrem Kind die Angst, indem Sie den scheinbar nicht zu bewältigenden Berg in kleine Stücke aufteilen. Kontinuität, Verständnis und positives Feedback hilft, Ihr Kind langfristig zu motivieren.

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Titelbild: © Jaromir Chalabala/shutterstock.com

 
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