20 Sätze, die Eltern nicht zu ihrem Kind sagen sollten

Worte können verletzen. Auch wenn sie nicht so gemeint sind, sollten Eltern von diesen Sätzen ihrem Kind gegenüber Abstand nehmen.

In einer stressigen Situation oder an einem schlechten Tag können Eltern schon mal Formulierungen herausrutschen, die nicht böse gemeint sind. Oder deren Konsequenzen sie nicht bedacht haben. Da Kinder ihren Eltern aber alles glauben, können diese Sätze das Leben des Kindes langfristig beeinflussen. Sie können entmutigen, das Selbstvertrauen schwächen oder Schuldgefühle auslösen. Deshalb sollten Eltern folgende Sätze nicht zu ihrem Kind sagen:

  1. „Das klappt sowieso nicht!“ oder „Das schaffst du sowieso nicht!“
  2. „Das hab ich dir doch gleich gesagt!“
  3. „Aus dir wird nie etwas!“
  4. „Du bist selbst schuld!“
  5. „Das (negatives Verhalten) hast du von deinem Vater/ deiner Mutter“
  6. „Ich sehe es kommen: Du fällst da runter/ tust dir weh!“
  7. „Lass mich das machen, du kannst das nicht!“
  8. „Wie doof kann man eigentlich sein?“
  9. „Du bist schuld, dass ich …!“
  10. „Wenn du das (nicht) machst, ist Mama/ Papa/ bin ich traurig!“
  11. „Das interessiert mich nicht.“ oder „Ich habe Wichtigeres zu tun!“
  12. „Stell dich nicht so an!“
  13. „Nimm dir ein Beispiel an deiner Schwester/ deinem Bruder/ usw.!“
  14. „Ich will dich nicht mehr sehen!“
  15. „Ich versteh dich nicht!“
  16. „Über sowas machst du dir Gedanken?“
  17. „Hör auf zu heulen!“
  18. „Immer lässt du alles herumliegen!“ oder „Nie räumst du auf!“
  19. „Du bist wie deine Mutter/ dein Vater!“
  20. „Das glaubt ich dir nicht!“

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Im Notfall entschuldigen

Ist ein solcher Satz doch einmal herausgerutscht, sollten sich Eltern entschuldigen und glaubhaft erklären, dass es nicht so gemeint war. Das sollte natürlich nicht zu oft passieren. Hilfreich kann es sein, die eigene Aussage zu prüfen: Würde man den Satz auch gegenüber Nachbarn, Freunden oder Kollegen äußern? Wenn nicht, sollte ihn auch das eigene Kind nicht treffen. In der Familienkommunikation ist es wichtig, dass Aussagen stets positiv formuliert werden. Statt „Ich hab dir doch gesagt, dass das nicht klappt!“ könnte die Frage „Wollen wir gemeinsam schauen, wie es das nächste Mal klappt?“ gestellt werden.

Kinder glauben ihren Eltern alles. Somit ist Achtsamkeit bei der Familienkommunikation gefragt.

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