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„Ich bin zu doof dafür“ – von der richtigen Motivation für Mathe

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Vokabellernen geht ganz leicht, doch Mathe fällt Ihrem Kind schwer? Das muss nicht sein. Die richtige Einstellung zum Fach bewirkt Großes. Wir zeigen, wie das geht.

Wie lernt man eine Sprache im Gegensatz zu Mathe?

Wenn man sich anschaut, wie man z. B. eine Sprache lernt, sind zwei Aspekte besonders auffällig: Zum einen lernt man Vokabeln auswendig und zum anderen die Grammatik kennen, um die Vokabeln richtig anzuwenden.

Ähnlich verhält es sich auf den ersten Blick mit dem Mathelernen: Es gibt Formeln, die Ihr Kind auswendig lernen muss. Gleichzeitig gibt es Regeln, nach denen diese Formeln angewendet werden.

Das Problem mit den indirekten Lernerfolgen und ihre Konsequenzen

Warum fällt Mathe also vielen so schwer, obwohl es augenscheinlich die gleichen Lernprozesse sind?
Ganz einfach: Beim Sprachenlernen sind Lernerfolge sofort sichtbar, beim Lernen in Mathe nicht.

Lernt Ihr Kind neue Vokabeln, z. B. mithilfe von Karteikarten oder Sprachapps, kann es sein Wissen selbstständig testen. Beim Überprüfen hat es ein direktes Erfolgserlebnis, sobald es die abgefragte Vokabel korrekt wiederholt. Schon einfache Sätze, die noch kleine Fehler enthalten, ermöglichen es, eine Unterhaltung zu führen.

Motivationsvideo-fuer-mehr-Lernerfolg

In Mathe ist das anders: Hier wird das Wissen in Form des Lösens von Aufgaben abgefragt, also indirekt. Nur wenn eine Aufgabe komplett korrekt gelöst wurde, Ihr Kind alle Formeln und Regeln beherrscht und keinen Rechenfehler gemacht hat, wird es ein Erfolgserlebnis erleben.

Das Kind wird jedoch nicht so empfinden, wenn es bereits drei Viertel des Rechenwegs richtig gemacht hat, aber am Ende zu einem falschen Ergebnis gekommen ist. Unser Motivationsvideo erklärt noch einmal Schritt für Schritt, wie Kinder in Mathe erfolgreich werden.

Das frustriert Ihr Kind ungemein: In wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass Erfolg zum Weiterlernen motiviert und ausbleibender Erfolg gleichermaßen demotiviert.

Dann wird Ihr Kind Sätze sagen, wie „Ich bin zu doof für Mathe“, „Ich verstehe das einfach nicht!“ und schlimmstenfalls sogar „Ich hasse Mathe“. Dass Ihr Kind zu doof ist, stimmt natürlich nicht. Denn es lernt mit jeder Aufgabe, die es löst und in jedem Moment, in dem es sich mit Mathe beschäftigt, dazu – das merkt es nur viel später.

Tipps für die richtige Mathe-Motivation

Wenn sich die Matheaufgaben noch nicht fehlerfrei lösen lassen, braucht Ihr Kind ein gutes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, um motiviert weiterzulernen. Oft fehlt Kindern dieses Vertrauen noch und sie halten sich durch die anfänglichen Misserfolge für dumm. Sie vermuten, dass es sich hierbei um ein unveränderbares Problem handelt. Dann verlieren sie die Lust, geben auf, lernen schlecht oder kaum noch und entwickeln im schlimmsten Fall eine Angst vor dem Fach.

Um diese Abwärtsspirale zu durchbrechen, braucht Ihr Kind Selbstvertrauen. Es muss daran glauben, dass es diese Dinge lernen und verstehen kann, auch wenn es etwas mehr Zeit braucht.

So findet Ihr Kind Selbstvertrauen in Mathe – 4 Tipps

Um positive Gedanken in Bezug aufs Lernen zu fördern, helfen diese vier Tipps:

  1. Ihr Kind sollte mit den leichten Aufgaben beginnen. So erzielt es die ersten Erfolgserlebnisse und hat Lust aufs Weiterlernen.
  2. Unterteilen Sie die Mathe-Aufgabe in einzelne, kleine Häppchen. Ihr Kind geht beim Lösen der Aufgabe systematisch vor:
    1. die passende Formel finden
    2. die gegebenen und gesuchten Größen identifizieren
    3. die Formeln auflösen
    4. die Einheiten umrechnen
    5. die Zahlen einsetzen und ausrechnen
  3. Eine kleine Belohnung einbauen. Nach jeder erfolgreichen Lerneinheit können Sie Ihr Kind belohnen. Machen Sie vorab gemeinsam eine Belohnung aus.
  4. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind regelmäßig Pausen macht. Selbst in anstrengenden Lernphasen sollte es nicht länger als 45 Minuten am Stück lernen. Danach folgt eine kurze Pause von circa zehn Minuten, in der es am besten nicht fernsieht, am Computer oder am Handy rumspielt. So kann sich der Lernstoff besser festigen.



Um ein sicheres Gefühl beim Lernen zu haben, sollte Ihr Kind strukturiert und systematisch die Vorbereitung auf Prüfungen und die Mathe-Hausaufgaben angehen. So kann in kleinen Schritten das nötige Selbstvertrauen aufgebaut werden. Ihr Kind hat Erfolgserlebnisse und kann an diesen wachsen.

Mit System lernen – 4 Tipps

Um das Lernen in Mathe abwechslungsreich und motivierend zu gestalten, sollten diese vier Tipps beachtet werden:

  1. Mit Checklisten Schritt für Schritt zum Erfolg. Ihr Kind z. B. mit einer Checkliste festhalten, was es schaffen möchte. So lernt es, sich realistische Ziele zu stecken und diese zu erreichen. Das motiviert zum Weiterlernen.
  2. Beispiele gestalten das Lernen anschaulich. Deswegen lernen die meisten Kinder Vokabeln leichter als Rechenwege in Mathe: Sie verknüpfen die Vokabeln gedanklich mit kleinen Geschichten, sodass sie sich leichter einprägen. Aber auch in Mathe helfen anschauliche Beispiele, neues Wissen nachhaltig zu behalten. In den Lernvideos von sofatutor werden mathematische Probleme daher in kleinen Geschichten erzählt oder anhand von Beispielen aus dem Alltag erklärt.
  3. Übung macht den Meister. Um Erfolgserlebnisse während des Lernens zu fördern, sollte Ihr Kind zu jedem neuen Thema das Wissen in praktischen Übungen anwenden. Direktes Feedback hilft Ihrem Kind dabei, die eigenen Denkschritte und eventuelle Fehler nachzuvollziehen. Lassen Sie sich z. B. von Ihrem Kind erklären, wie es zu der Lösung kam. Sollten Fragen auftreten, kann Ihr Kind sich mithilfe eines Lernvideos und der Video-Hilfe die Antworten allein erarbeiten. So lernt Ihr Kind, wie es selbstständig und richtig lernt.
  4. Wiederholungen erleichtern das Lernen. Ihr Kind sollte zuerst die Grundlagen wiederholen und festigen, um anschließend offene Themen nachzuholen oder sich konzentriert mit dem neuen Lernstoff auseinanderzusetzen. Durch regelmäßiges Wiederholen festigt sich Wissen langfristig und Ihr Kind kommt leichter voran.



Dafür muss aber vor allen Dingen die Einstellung stimmen. Aus einem „Ich kann das eh nicht“ oder „Ich bin zu doof dafür“ muss ein „Ich kann das, aber ich brauche etwas mehr Zeit“ werden. Diese Änderung der Grundhaltung klingt einfach, ist aber essenziell für den Lernerfolg Ihres Kindes.

So kann Ihr Kind nach und nach aus der Abwärtsspirale eine Aufwärtsspirale machen. Je öfter Ihr Kind Lernerfolge in Mathe erlebt, desto größer wird die Lernmotivation.

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PS: Haben Sie noch weitere Fragen zum richtigen Lernen? Wir zeigen Ihnen in dieser Präsentation, wie Ihr Kind motiviert lernt und Spaß dabei hat.

Titelbild: © ZouZou/shutterstock.com

 
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