„Ist mein Kind faul?“ – hier gibt’s die Antwort und Hilfe

Das Kind ist bei den Hausaufgaben unkonzentriert. Es braucht Stunden, um eine Aufgabe zu lösen. Da kann schon mal die Frage aufkommen: Ist mein Kind faul?

  • Schiebt Ihr Kind die Hausaufgaben lange auf?
  • Oder sitzt es lustlos am Schreibtisch, ohne etwas zu tun?
  • Ist Ihr Kind zappelig und fummelt an etwas herum, statt sich zu konzentrieren?
  • Vergehen manchmal Stunden, ohne dass Ihr Kind beim Lernen/mit den Schulaufgaben vorankommt?
  • Schreibt Ihr Kind unsauber oder hinterlässt es Flecken auf dem Arbeitspapier?
  • Muss Ihr Kind vor Klassenarbeiten und Tests zum Lernen „gezwungen“ werden?

Sie können eine oder mehrere Fragen mit einem Ja beantworten? All das können Anzeichen von Faulheit sein. Aber keine Angst, meistens steckt ein anderer Grund dahinter.

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Die Neugier muss geweckt werden

Kinder besitzen eine natürliche Neugier. Sie möchten sich Wissen aneignen und haben oft einen Bereich, für den sie brennen, z. B. eine Sportart, Filme oder Tiere. Auch gehen die meisten Kinder anfangs gerne zur Schule. Erst im Laufe der Jahre nimmt die Motivation ab. Natürlich sind einige Kinder ehrgeiziger als andere. Das bedeutet aber nicht, dass weniger ehrgeizige Kinder faul sind oder keinen gesunden Ehrgeiz entwickeln können.
Ihre Neugier für den Schulstoff wurde nur noch nicht geweckt. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern Kindern frühzeitig die Hilfestellungen an die Hand geben und die Lernumgebung schaffen, die das Kind braucht, um seine Faszination für die Lerninhalte zu entdecken. So bekommt es die Chance, aus eigenem Antrieb und ohne Druck zu lernen.

In 5 Schritten zu mehr Lernlust

Hier ein fünf Tricks, wie es mit dem Lernen und den Hausaufgaben besser läuft:

Schritt 1: Aufgaben strukturieren

Ihr Kind sitzt am Schreibtisch und weiß nicht, wo es anfangen soll? Hier kann eine To-do-Liste helfen. Die Liste teilt die Arbeit in kleine Häppchen und sorgt dafür, dass sich Ihr Kind immer nur auf eine Aufgabe konzentriert. Ist diese erledigt, hakt es sie auf der Liste ab. So sieht es, dass es etwas geschafft hat. Das motiviert zum Weitermachen.

Schritt 2: Wissenslücken schließen

Ihrem Kind fehlt Wissen, um die Hausaufgabe zu erledigen? Um Wissenslücken direkt zu schließen und die Hausaufgaben korrekt zu bearbeiten, bieten sich besonders digitale Lernplattformen an:

  • Denn hier können jederzeit schnell die benötigten Lerninhalte gefunden werden.
  • Die Lerninhalte können von überall aufgerufen werden.
  • Anders als ein Buch hat Ihr Kind Zugriff auf das gesamte Schulwissen.

So kann sich Ihr Kind die Themen selbstständig und im eigenen Lerntempo aneignen. Das Erfolgserlebnis bei richtig gelöster Hausaufgabe gibt Ihrem Kind ein gutes Gefühl, das motiviert.

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Schritt 3: Konzentration wiedergewinnen

Ein unordentlicher Arbeitsplatz, eine unruhige Umgebung oder Termindruck – all das kann dazu führen, dass sich Ihr Kind nicht konzentrieren kann:

  • Sorgen Sie dafür, dass auf dem Schreibtisch nur liegt, was Ihr Kind für seine Schulaufgaben benötigt.
  • Während der Hausaufgaben- oder Lernzeit sollten keine Geschwister oder Haustiere stören.
  • Alle Termine am Nachmittag sollten so gelegt werden, dass Ihr Kind nicht unter Zeitdruck gerät.
  • Sie sitzen während der Hausaufgaben neben Ihrem Kind? Einige Kinder fühlen sich dadurch „kontrolliert“ und werden unruhig. Überlegen Sie gemeinsam, wie sie die Hausaufgabenzeit organisieren können. Hier finden Sie weitere Tipps und Tricks rund um das Thema Hausaufgaben.

Schritt 4: Druck abbauen

Druck kann lähmen – aus Angst, etwas falsch zu machen. Falls Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind unter Druck oder Stress leidet, sollten Sie ein Gespräch suchen und die Ursachen identifizieren. Hier können auch Schulpsychologinnen und -psychologen helfen. Darüber hinaus kann es hilfreich sein, wenn Ihr Kind bei einem Hobby am Nachmittag den Kopf befreien und neue Energie schöpfen kann.

Schritt 5: Mit Geschichten lernen


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Selbst das komplizierteste und langweiligste Thema kann mithilfe einer Geschichte leicht verständlich und interessant werden. In Erklärvideos wird jedes Thema in einer interessanten, witzigen und bunten Geschichte verpackt. Wie das funktioniert, sehen Sie in dem Beispielvideo.
Geschichten sorgen nicht nur für den nötigen Spaß beim Lernen, sondern dienen als bildhafte Beispiele. Während einer Klassenarbeit wird sich Ihr Kind an die Geschichte zurückerinnern und sein Wissen leichter niederschreiben können.

Fazit: Es lohnt sich, genauer hinzuschauen und das Verhalten des Kindes nicht als Faulheit abzutun. Denn es ist wichtig, dass es den Spaß am Lernen (wieder-)entdeckt.

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Titelbild: © ANURAK PONGPATIMET/shutterstock.com