Lernspiele selber machen: Mit Spaß zum Lernerfolg

Lernstoff kann auf ganz unterschiedliche Wege verarbeitet werden – warum also nicht so, wie es am meisten Spaß macht?

Wir haben 4 Spiele für Sie herausgesucht, die Ihrem Kind das Lernen einfacher und gleichzeitig abwechslungsreicher gestalten. Sie verlangen zwar ein wenig Kreativität, aber glauben Sie uns: Es lohnt sich.

Umgekehrter Lückentext

Bei diesem Spiel soll Ihr Kind selbst kreativ werden: So schreibt es für seine Geschwister oder Freunde einen Lückentext. Dabei soll es selbst entscheiden, welche die wichtigen Begriffe des Textes sind. Hierbei können biologische Fachbegriffe, Fremdwörter oder Matheergebnisse als Lücke erscheinen.
Das Schreiben der Geschichte und vor allem das Heraussuchen der Lücken lässt Ihr Kind Informationen je nach Wichtigkeit filtern. Außerdem betrachtet es den Lernstoff aus einer ganz neuen Perspektive. Wer es gerne einfach mag, kann einen Text aus einem Schulbuch nehmen.

Vokabel-Memory

Die Englischvokabeln wollen nicht in den Kopf? Eine abgewandelte Form des klassischen Memorys kann helfen. Beim Memory geht es bekanntlich darum, zwei Karten mit demselben Bild zu finden. Bei dieser Version werden Wortpaare gesucht: Einmal das deutsche Wort und einmal die englische Übersetzung. Hierfür schneiden Sie eine gerade Anzahl Pappkartonkärtchen in beliebiger Größe aus und beschriften je zwei Karten mit dem deutschen Wort und der jeweiligen Übersetzungn. Das Basteln der Kärtchen können Sie am besten gemeinsam mit Ihren Kindern erledigen, denn schon beim Aufschreiben der Vokabeln auf die Kärtchen bleiben eine Wörter im Kopf hängen. Sind die Karten fertig, kann losgespielt werden.

Tipp: Dieses Memory kann nach Schwierigkeit und Inhalt variiert werden. Lateinvokabeln, Synonyme, Fremdwörter oder sogar alles gemischt? Je nachdem, was gelernt werden soll, können die Karten individualisiert werden.

Finde den Fehler!

Lernspiele Finde den Fehler
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Immer wieder berichtigt zu werden, macht keinen Spaß. Einmal selbst jemand zu sein,der die Fehler findet, ist da eine schöne Abwechslung. So könnten Sie in eine Geschichte aus dem Deutsch- oder Englischbuch Ihres Kindes Fehler einbauen, z. B. falsche Vokabeln, falsche Rechenergebnisse oder faktisch falsche Aussagen. Ermutigen Sie nun Ihr Kind, während des Vor- oder Selberlesen diese Fehler zu finden.

Auch bei diesem Spiel kann der Schwierigkeitsgrad und das Thema individualisiert werden. Abgewandelte Geschichten aus Märchenbüchern oder selbst ausgedachte Geschichten eignen sich ebenfalls als Grundlage.

Kopfrechen-Roulette

Das Ziel des Spiels ist es, besonders schnelles Kopfrechnen zu üben und eignet sich für Schülerinnen und Schüler, die bereits mit dem Minusbereich des Rechnens vertraut sind. Für das Kopfrechen-Roulette brauchen Sie einige herkömmliche Würfel. Aus Pappkarton fertigen Sie gleich große Karten an, auf die Sie die mathematischen Zeichen schreiben, also etwa Plus, Minus, Mal, Geteilt. Die Karten fertigen Sie in dreifacher Ausführung an und mischen sie gründlich. Nun darf der erste Spielende eine Zahl würfeln, eine Karte ziehen und wiederum eine Zahl würfeln. Daraus ergibt sich die erste Kopfrechenaufgabe. Je nach Fortschritt kann auch zwei- oder dreimal gewürfelt werden, sodass sich eine zwei- bzw. dreistellige Zahl ergibt.

Wer Lust hat, kann eine Stoppuhr einsetzen, die gestoppt werden darf, sobald das Ergebnis vom jeweiligen Kind ausgerechnet worden ist. Somit ist nicht nur das richtige Ergebnis, sondern auch besonders schnelles Kopfrechnen gefragt.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind ganz viel Spaß und Erfolg beim Basteln und Lernen!

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Über die Autorin

Gastautorin Silvia

Silvia S. studierte Germanistik und Philosophie für das Lehramt. Nach dem Staatsexamen zog es sie jedoch nicht vor Schulklassen, sondern an die Tastatur: Sie arbeitet als freie Texterin in Berlin. Am liebsten beschäftigt sie sich mit Bildung, Kultur und Musik.

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