Stress, lass nach! 8 Tipps gegen gestresste Kinder

Streit mit dem besten Freund und das Diktat war zu schwer ‒ das kann zu Stress führen. Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder Reizbarkeit sind vorprogrammiert. Stress bei Kindern ist keine Seltenheit.

Ein wenig Stress oder Aufregung vor einer Klassenarbeit ist normal und sogar in Maßen konzentrationsfördernd. Hält Stress jedoch über einen längeren Zeitraum an oder äußert sich extrem, ist er nicht gesund und sollte behandelt werden.

Welche Faktoren führen zu Stress bei Kindern?

Leiden Kinder unter Anspannung und Überbelastung kann das ganz unterschiedliche Ursachen haben: Neben Leistungs- und Zeitdruck, zu hohen Anforderungen in der Schule und Streitigkeiten in der Familie oder im Freundeskreis kann auch eine zu große Aufnahme von Zucker Stress bei Kindern auslösen. Denn Zucker macht nervös. Auch die Vorbildfunktion der Eltern darf hier nicht außer acht gelassen werden: Reagieren die Eltern auf viele Situationen überfordert und nervös ‒ also gestresst ‒ überträgt sich dies auf das Kind.

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Wie stark ein Kind auf die einzelnen oder auf mehrere Faktoren mit Stress reagiert, ist davon abhängig, wie sensibel und stressempfindlich es ist: So gehen manche Kinder ganz entspannt in eine Prüfungssituation, während andere schon Tage vor einer Klassenarbeit über Kopfschmerzen klagen.

Wie äußert sich Stress bei Kindern?

Neben Kopfschmerzen schlagen Stress, Angst und Nervosität auf den Magen: Bauchschmerzen sind keine seltenen Reaktionen des Körpers auf Stress ‒ auch bei Kindern. Aber auch Appetitlosigkeit oder Schlafstörung sowie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Teilnahmslosigkeit, Rückzug und Aggressivität können Anzeichen für eine Überbelastung sein.

Was Eltern tun können

Manchmal helfen schon kleine, regelmäßige Aktivitäten, um die Kinder den stressigen Alltag und die im Kopf kreisenden Sorgen für kurze Zeit vergessen zu lassen. Haben Sie jedoch das Gefühl, dass Ihr Kind unter Dauerstress leidet, sollten Sie das Gespräch mit einem Arzt oder (Schul-)Psychologen suchen.

8 Tipps gegen Stress

  1. Mit regelmäßigen Entspannungübungen kehrt bei Kindern wieder etwas Ruhe ein. Besonders vor dem Schlafengehen können diese Übungen Wunder bewirken. In unserem Artikel 5 Entspannungübungen für Kinder finden Sie genaue Anleitungen.
  2. Gemeinsame Rituale schaffen ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit ‒ und sind beruhigend. Sie könnten es sich z. B. regelmäßig mit Ihrem Kind gemütlich machen und zusammen Geschichten lesen oder Sie reflektieren gemeinsam den Tag.
  3. Auch die Bewegung an der frischen Luft baut Stress ab. Machen Sie zusammen mit Ihrem Kind ab und zu einen Spaziergang. Auch hier können wichtige Gespräch über Ängste und Sorgen geführt werden.
  4. Nur wer genug Energie hat, kann richtig arbeiten und Leistung erbringen, ohne in Stress zu geraten. Deswegen ist ein ausgewogenes Frühstück vor der Schule genauso wichtig, wie ein gesunder Pausensnack zwischen den Unterrichtsstunden. In unserem Artikel Fit durch Ernährung ‒ beginnt zu Hause finden Sie alle wichtigen Informationen zum Thema „Frühstück”. Der Artikel Fit durch Ernährung ‒ das etwas andere Pausenbrot gibt Tipps für tolle Pausensnacks und in Brainfood: besser lernen mit dem richtigen Essen erfahren Sie, welche Nährstoffe das Gehirn zum Lernen benötigt.
  5. Ebenso wichtig wie ein gesundes Essen ist es, besonders in Stressituationen, genug zu trinken. Außerdem beugt die Flüssigkeitsaufnahme Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme vor.
  6. Wer nicht genug schläft, ist schnell reizbar, kann sich nicht gut konzentrieren und reagiert schneller gestresst. Umso wichtiger ist es also, dem Körper aber auch dem Kopf längere Pausen zu gönnen. In unserem Artikel Wie viel Schlaf braucht mein Kind? erfahren Sie alles rund um das Thema „Schlafen”.
  7. Wie schon erwähnt, ist Leistungsdruck ein großer Stressfaktor bei Kindern. Damit das Thema nicht zum Dauerstressfaktor wird, ist es wichtig, diesen Leistungsdruck abzubauen. Achten Sie darauf, dass Sie bei den Hausaufgaben oder beim gemeinsamen Lernen Ihr Kind nicht nur mit Fehlern konfrontieren, sondern auch ab und zu loben. Kommen nämlich immer nur die Fehler zur Sprache, kann das zu Unsicherheit führen und den Glauben an die eigenen Fähigkeiten trüben. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel Schlechte Noten? Schlechte Stimmung? Das muss nicht sein!. Oft zieht Leistungsdruck Prüfungsangst nach sich, in dem Artikel 8 Tipps gegen Prüfungsangst finden Sie und Ihr Kind nützliche Ratschläge zum Umgang mit der Angst.
  8. Vielleicht hilft bei der einen oder anderen Situation auch eine kleine Veränderung des Blickwinkels: Nicht immer muss ein enger Zeitplan oder das schwere Diktat in der nächsten Woche als Stress aufgefasst werden, sondern kann auch als Herausforderung gesehen werden. Besonders hier agieren Eltern als Vorbilder. Reagieren diese bei heraufordernden Situationen ruhig und gefasst, so wird diese Ruhe auf die Kinder übertragen.



Titelbild: © Suzanne Tucker/shutterstock.com

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