Familiäre Vorlieben: Es lebe die Vielfalt!

Tolerant war ich immer schon – auch bevor ich Kinder hatte. Mein Motto: Jeder, wie er’s mag! Aber das kann skurrile Züge annehmen.

Beim Müsli fängt es an

„Holst du mir mal das Knuspermüsli vom Schrank, Mama? Aber das in der blauen Packung, ja?“, so beginnt bei uns ein typischer Morgen, wenn die Jüngste schlaftrunken in die Küche stapft. Ihre große Schwester hingegen frühstückt – wenn sie überhaupt vor der Schule etwas isst – ausschließlich das Knuspermüsli aus der roten Packung. Der Sohn trinkt im Winter eine heiße Milch mit Honig oder im Sommer eine kalte Milch. So geht es weiter, beim Mittagessen, beim Kleidergeschmack, bei den Hobbys, bis hin zum Frühaufsteher- bzw. Langschläfertum: Meine Kinder sind unglaublich verschieden.

Zitronenkuchen als gemeinsame Basis

Die Jüngste verabscheut Hühnchen in jeglicher Zubereitungsart, während ihr Bruder die knusprigen Schlegel ausdrücklich liebt. Dazu trinkt er gerne ein Glas Milch oder zwei, über den Tag verteilt sind es sicher vier bis sechs große Gläser, die er herunterstürzt. Die Jüngste stillt ihren Durst am liebsten mit eiskaltem Leitungswasser und meine Große liebt heiße Tees aller Art oder Wasser mit Kohlensäure medium. Hühnchen schmeckt ihr auch nicht. Aber Zitronenkuchen mögen alle, sogar ich. Nur leider können wir uns ja nicht ausschließlich von Zitronenkuchen ernähren.

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Bin ich ein Hotel?

Auf Schokolade steht bei uns nur die Jüngste. Gummibärchen essen wir alle gern. Salat mögen aber nur die Jüngste und ich. Vollkornbrot brauche ich nicht zu kaufen, das verschmähen alle Familienmitglieder außer mir. Erdnussbutter mögen nur der Sohn und ich. Ein saftiges Steak halten er, die Jüngste und ich für ein Festmahl, während die Große sich ekelt und lieber Nudeln mit Käsesoße speist. Nudeln essen alle, nur ich nicht so gerne. Kartoffeln mögen drei von vier Familienmitgliedern, Speck auch drei, aber nicht dieselben. Zwiebeln sind sowieso heikel. Beim Spiegelei mag der Sohn am liebsten das Gelbe, während die Jüngste nur das Weiße isst und das auch nur, wenn es knusprig ist. (Synergieeffekte! Aber nur, wenn beide gleichzeitig Hunger auf Spiegelei haben. Also quasi nie.) Gelegentlich komme ich mir vor wie eine überforderte Servicekraft in der Gastronomie – so viele Sonderwünsche!

Die Äpfel fallen nicht weit vom Stamm

Es ist also nicht ganz einfach, etwas zu finden, was alle gerne essen. Aber vielleicht muss man das gar nicht?! Es ist doch dem Geldbeutel egal, ob ich eine oder drei Sorten Knuspermüsli kaufe, der Aufwand ist auch derselbe. Ich kann mir übrigens gar nicht erklären, woher diese unglaubliche Vielfalt bei den Kindern kommt.

Jetzt werde ich mit einem meiner fünf Duschgels in verschiedenen Duftrichtungen, die bei mir im Badezimmerregal stehen, duschen, und mit einer meiner drei Shampoosorten die Haare waschen. Ich muss nur aufpassen, dass ich nicht eins der vier Shampoos meiner Großen erwische, das vertragen meine Haare nicht so gut. Jeder, wie er’s mag!


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Titelbild: © K2 PhotoStudio/shutterstock.com

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