6 „überlebenswichtige“ Regeln für Eltern im Freibad

„Sie haben auch optimistisch ein Buch eingepackt?“, fragt die Mutter neben mir. Ich nicke. Außerdem befinden sich ein Stapel Handtücher sowie ein Sortiment Schwimmbrillen und anderer Krams in der Tasche. Ich kenne ja die Freibadregeln für Eltern.

Denn die sind mindestens genauso wichtig wie die in Freibädern hängenden Baderegeln. Und die kennt jedes Kind. Aber kennen Sie die Baderegeln für Eltern schon?

Freibadregel Nr. 1: Umzugskabine aus Handtuch bauen

Mama zieht sich auf der Wiese um. Sie hat spätestens seit der Geburt im Kreißsaal keine Angst mehr vor Blicken auf einen für fünf Sekunden nackten Oberkörper. Aber beim Schulkind ist das undenkbar. Da muss aus einem Handtuch eine Umkleide geformt werden. Alternativ kann Mama auch mit dem Kind zwei Kilometer von der Liegewiese zu den Umkleidekabinen pilgern. Tut sie auch. Scham verdient Respekt. Aber ein bisschen nervig ist das schon.

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Freibadregel Nr. 2: Genügend Essen einpacken und sich am Kiosk die Füße plattstehen

Ohne Salamibrot, Brezeln und ein Schokocroissant könnte man ja verhungern. Denn Schwimmen und frische Luft machen unglaublichen Kohldampf. Sie machen so hungrig, dass noch eine Portion Pommes und mindestens ein Eis in den Bauch passen. Dafür stellt sich Mama mit Kind in der Kioskschlange an, in der schon 30 andere Badegäste stehen. Dabei kann man auch gleich alte Bekannte grüßen, die am Kiosk vorbeilaufen und hat die Gelegenheit für ein Schwätzchen. Wie praktisch!

Freibadregeln Nr. 3: Kind nicht aus den Augen verlieren

Im Gewusel des Kinderbeckens sehen alle Kinder gleich aus. Mama überlegt, ob eine Bademützenpflicht mit Nummern auf dem Kopf helfen würde. Oder ob sie der Jüngsten anstatt zwei seitlichen Zöpfen eine nach oben ragende Dattelpalmenfrisur zur besseren Auffindbarkeit im Becken machen soll. Sie verwirft den Gedanken, da mit starkem Widerspruch seitens des Kindes zu rechnen ist. Der Satz „Eltern haben hier eine besondere Aufsichtspflicht“ tönt immer wieder in Mamas Kopf. Mama sucht das Becken ständig mit den Augen ab.

Freibadregel Nr. 4: Spielsachen wiederfinden, Tausch verhindern

„Entschuldigung, ich glaube, Ihr Kind hat aus Versehen unseren Ball mitgenommen“ und „Gibst du uns bitte unsere Boote wieder?“ gehören zu den wichtigsten Sätzen, die junge Eltern draufhaben sollten. Ein falscher Tonfall oder das Nachlassen pausenloser Aufmerksamkeit sorgen sonst für Tränen. Entweder weil die Kinder die Sache selbst in die Hand nehmen und dem anderen Kind ihren Besitz ohne Verhandlungen entreißen oder weil am Ende die eigenen Sachen verschwunden sind. Beides gilt es zu verhindern.

Freibadregel Nr. 5: Kind aus dem Wasser bekommen, bevor ihm Schwimmhäute wachsen

Nach etwa zwei Litern verschlucktem Chlorwasser, das in Kombination mit Salamibrötchen, Brezel, Pommes und Eis zu Bauchweh führen kann, kommt der Punkt, an dem der Heimweg anzutreten ist. Die wenigsten Kinder rufen dann begeistert „Hurra, ich will nach Hause!“. Somit ist die Königsdisziplin des Freibadbesuchs, das Kind aus dem Wasser zu bekommen, bevor es ganz und gar verschrumpelt ist. Sonderbarerweise scheinen Freibäder zu kurzfristiger Taubheit zu führen. Hier kann Mama den pädagogisch inkorrekten Satz: „Wenn du jetzt kommst, gibt’s für den Heimweg noch ein Eis!“ anbringen. Der wird ausgesprochen gut gehört, auch bei großem Lärm.

Freibadregel Nr. 6: Badetasche auspacken

Das ungelesene Buch muss wieder auf Mamas Nachttisch. Es hat ein paar Eselsohren mehr als vorher, Wasserflecken und Sonnencremetapser auf dem Cover. Das muss so.


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Titelbild: © Denise Fortado/shutterstock.com

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