Januar-Aufräumeritis: Entrümpeln, das glücklich macht

Januar ist Aufräumzeit – das scheint ein menschlicher Trieb zu sein. Wohin aber mit all den Spielsachen, die man nicht mehr braucht? Verscherbeln oder ab in die Tonne? Bei uns gibt’s eine dritte Lösung.

Furchtbar, wie viel Krams man besitzt! Besonders fällt mir das an den Spielsachen der Kinder auf. Sie sind nicht mehr in dem Alter, in dem sie mit Bauklötzen, der Holzeisenbahn und kleinen Metallautos spielen. Diese Dinge darf ich aber nicht antasten. Sie gehören fest zum Inventar des Kinderzimmers. Also habe ich mir einen Trick angewöhnt: die Kellerschleuse.

Für die Enkelkinder aufbewahren? Ach nö!

Dinge, mit denen meine Kinder über zwei Jahre nicht mehr gespielt haben, kommen in den Keller. Der ist allerdings irgendwann voll, das ist logisch. Deswegen müssen Sachen, die schon länger im Keller lagern, auf den Prüfstand: Wird damit noch jemand spielen? Wenn ja, wer? Zu der Sorte Mutter, die Spielsachen für die Enkelkinder aufbewahrt, zähle ich nicht. Es stellt sich also die Frage: Wohin mit der großen Playmobil-Eisenbahn, mit der Carrerabahn, mit dem Bobbycar?

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Der Flohmarkt ist nicht immer eine Lösung

Zum Wegschmeißen sind sie zu schade. Mich auf einen Flohmarkt mit Spielsachen zu stellen, für deren Beförderung ich einen Anhänger bräuchte, mag ich nicht. Auf Ebay verkaufen könnte man die guten Dinge, doch widerstrebt mir das: Ewige Korrespondenzen mit Bietern, hinterher ein aufwändiger Versand … ach nee!

Manches verschenke ich an Kitas und Krippen. Auch für Flüchtlingskinder haben wir schon aussortiert und gespendet. Aber gewisse Dinge, wie die große und schwere Eisenbahn mit viel Zubehör sind gar nicht so einfach unterzubringen. „Wer kann sowas brauchen?“, überlege ich im Keller, während ich die vollen Regale anstarre.

Wirklich praktisch: Social-Media-Ortsgruppen

Dann fällt mir ein, dass es die Facebook-Gruppe Verschenk’s in Konstanz gibt – so eine, wie es sie für viele Städte gibt. Ich mache Fotos und biete die Eisenbahn samt Zubehör an. Und obwohl ich dazuschreibe, dass sie nicht mehr elektrisch fährt, melden sich sofort einige Interessenten.

Gleich die Erste, die schreibt, ist selbst alleinerziehend, hat wenig Geld, und arbeitet für einen sozialen Träger. Als ich ihr zwei Tage später die Eisenbahn in drei großen Tüten übergebe, weint sie fast vor Freude. Sie erzählt mir, sie habe beschlossen, die Bahn bei ihrer Arbeit zu verwenden, da könne ihr eigenes Kind auch zu Besuch kommen und damit spielen. Einer anderen Mutter drücke ich ein hochwertiges Gedächtnisspiel aus Massivholz in die Hand, das sie mit ihrem Dreijährigen spielen möchte. Auch die kleinen Waren aus Holz für den Kaufmannsladen werde ich noch verschenken.

Und meine Kinder lernen: Schenken macht froh!

Verschenken macht sehr glücklich! Genauso glücklich wie ich damals war, nachdem mir eine Frau, die ich nur via Twitter kannte, eine Playmobil-Kirche samt Hochzeitsgesellschaft für meine Töchter schenkte, da ich sehr arm war. Es ist ein Geben und Nehmen. Und meine Kinder finden, dass es gut so ist. Das ist das, was mich am meisten freut.

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Titelbild: © Xanya69/shutterstock.com

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