Gefahren durch Messenger-Apps – hier sollten Eltern hinschauen

Dass in den Sozialen Medien keine privaten Informationen verbreitet werden sollten, wissen hoffentlich alle Kinder und Jugendliche. Aber auch beim Chatten ist Achtung geboten.

Kontaktaufnahmen zwischen Unbekannten – mithilfe von Kik

Die Messenger-App Kik gilt als die Alternative zu WhatsApp. Und obwohl die Nachrichtendienst nun ein Mindestalter von 18 Jahren festgelegt hat, ist er besonders bei Kindern und Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren beliebt. Doch viele Jugendschützer und Jugendschützerinnen warnen vor Kik, da hier die Nutzerinnen und Nutzer anonym bleiben können. Sie müssen keine Handynummer oder sonstigen Angaben zu ihrer Person machen, um Kontakt zu anderen aufzunehmen. Schon ein Blick in die App-Bewertung im Google Play Store zeigt, worum es größtenteils in den Chats über die App geht: Kontaktaufnahme zwischen Unbekannten, z. B. sucht eine 12-Jährige jemanden zum Chatten und Verlieben, eine 14-Jährige einen festen Freund oder ein 16-Jähriger jemanden für „perverse Gespräche“. Ein Leichtes also für Pädophile Kontakt zu Minderjährigen aufzunehmen oder sich als Teenager mit harmlosen Absichten auszugeben.

Tipp für Eltern: Verbote machen Dinge noch spannender und bergen die Gefahr, dass Kinder die Apps heimlich verwenden. Deswegen ist es wichtig, dass Eltern ihre Kinder frühzeitig im Umgang mit Messenger-Apps sensibilisieren: So sollten sie niemals Unbekannten Kontaktdaten, Bilder oder Videos senden. Auch sollten keine PDFs oder Links geöffnet werden, die über den Chat kommen.

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Beichten im Internet – mithilfe von Instagram

Auch über Instagram – schon ab 12 Jahren freigegeben – können Fremde Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufnehmen. So ist es ganz leicht möglich, über Instagram direct Fotos, Nachrichten und Videos auszutauschen. Und wie kommt bei Instagram eine Kontaktaufnahme zustande? Zum Beispiel über die zurzeit beliebten Beicht-Posts. Auf Seiten wie „Mein Beichtstuhl“ und mithilfe des Webdienst Tellonym können Instagram-Nutzer und -Nutzerinnen vermeintlich anonym ihre Beichten veröffentlichen. Das Themenspektrum ist so breit wie die Altersgruppe, die ihre intimen Geheimnisse unter Angabe von Geschlecht und Alter mit einer ihnen nicht bekannten Community teilen. Die „Beichten“ reichen von der heimlichen Liebe über merkwürdige Angewohnheiten bis hin zu Sexerlebnissen. Diese Posts bieten nicht nur Mobbing-Potenzial, z. B. wenn es um Beicht-Seiten einer bestimmten Schule geht und der Beichtende enttarnt wird, sondern eben auch Gelegenheit für Erwachsene, Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufzubauen, z. B. über die Kommentarfunktion der einzelnen Beicht-Posts.

Tipp für Eltern: Eltern sollten ihren Kindern nur ein „privates Profil“ bei Instagram erlauben, sodass nur die Followerinnen und Follower ihre Bilder sehen können. Außerdem ist es wichtig, Kindern zu erklären, dass sie nur ihnen bekannte Personen einen Zugriff auf ihr Profil geben und niemals eine Unterhaltung mit Unbekannten eingehen sollten.

Sie wissen von weiteren Gefahren durch Messenger-Apps? Dann schreiben Sie uns einen Kommentar.

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Titelbild: © Nelli Syrotynska/shutterstock.com

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