9 Hach!-Momente aus der vergangenen Woche

Oft sind die unscheinbaren Dinge, die Kinder tun, am schönsten. Ulrike hat in der vergangenen Woche beobachtet, wie oft ihre Tochter sie zum Lächeln bringt.

Ja, Kind, Job und Beziehung unter einen Hut zu kriegen, ist verdammt anstrengend. Ja, wir schlafen viel zu wenig, seit der Nachwuchs da ist. Ja, unsere Interessen stehen seitdem zurück. Soweit zurück, dass manche nur noch mit Fernglas zu erkennen sind.

ABER

Es fühlt sich trotzdem sehr gut an. Und das sage ausgerechnet ich, diejenige, die nie von der Erfüllung als Vollzeitmutter geträumt hat und auch jetzt nicht davon träumt. Diejenige, die immer vorhatte und es auch so handhabt, dass der Job weiterhin sehr wichtig ist. Und doch: Auch wenn es Momente gibt, in denen ich seufze und mir denke, wie viel einfacher es früher war. Es gibt viele Momente, in denen ich seufze und denke: Hach. Hach! HACH!!!

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Hier sind neun dieser Momente aus der vergangenen Woche:

  • Wir sehen ein kleines Eichhörnchen im Garten und das Töchterchen sagt wie immer „Einhörnchen“.
  • Es ist Montagmorgen und das Töchterchen kriecht zu mir ins Bett, um noch ein bisschen zu kuscheln. Wie jeden Morgen.
  • Beim Abholen von der Kita setzt sie sich auf ihr Laufrad und fängt an, lautstark selbst ausgedachte Lieder zu singen, den ganzen Weg lang, bis wir an der Haustür ankommen.
  • Weil ich Hals- und Ohrenschmerzen habe, rührt sie mir an ihrem Herd einen Gegen-Halsschmerzen-und-Ohrenschmerzen-Saft an – aus Spieledelsteinen.
  • Weil ich krank bin und nicht zur Kita-Weihnachtsfeier mitkommen konnte, hat sie mir dort etwas gebastelt: ein kleines Döschen, das sie so dick mit Glitzerstiften bemalt hat, dass es noch nass ist, als sie und mein Mann damit nach Hause kommen.
  • Weil sie ihre neuen Schneeschuhe erst anziehen soll, wenn es richtig kalt ist, rennt sie jeden Morgen vorm Anziehen von Schuhen und Jacke begeistert zum Thermometer, um zu gucken, ob ein Strich vor der Zahl steht. Als sie endlich einen Strich entdeckt, schleppt sie das Thermometer entzückt zu mir.
  • Das erste, was ich für sie auf den Wunschzettel schreiben sollte, war „Schokolade“. Und als ich ihr ein paar Tage später sage, dass der Weihnachtsmann nicht immer alles bringt, was auf dem Wunschzettel steht, und sie nicht enttäuscht sein soll, wenn sie nicht alles bekommt, fragt sie mich: „Aber er bringt doch auf jeden Fall Schokolade, oder?“
  • Sie hat fünf Gummibärchen im Adventskalender. Sie freut sich sehr, steckt sich sofort eins in den Mund und hält die anderen mir und meinem Mann unter die Nase. Sie fragt: „Wollt ihr auch eins?“ Wir beide sagen: „Neenee, lass mal. Iss sie ruhig alle selbst.“ Darauf sagt sie: „Ein rotes für dich, Papa? Und Mama, willst du das gelbe?“
  • Jede Nacht, bevor ich ins Bett gehe, schleiche ich an ihr Bett und decke sie sorgfältig zu. Ich knöpfe die oberen Knöpfe ihres Schlafanzugs zu. Die macht sie vor dem Einschlafen immer auf. Ich streichele ihr über den Kopf oder küsse sie auf die Stirn. Es fällt mir schwer, die Augen abzuwenden von ihrem süßen Gesicht, von diesem wunderbaren Persönchen, das da so friedlich schläft.

Hach. Es tut gut, das mal aufzuschreiben. Vielleicht drucke ich mir diese Liste aus, damit ich sie immer hervorholen kann, wenn die Tage mal wieder sehr anstrengend sind.

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Über die Autorin

Gastautorin Ulrike

Ulrike

Ulrike hat ein Töchterchen im Kita-Alter, das alles alleine machen will, aber hin und wieder trotzdem auf Mamas Arm sitzt. Wenn das Töchterchen in der Kita ist, ist Ulrike Journalistin – ihr Spezialgebiet sind TV-Serien. Außerdem betreibt sie den Gute-Nachrichten-Newsletter „The Daily Flausch“ und gibt Seminare und Workshops in Sachen Innovation im Journalismus. Bild: © Ralf Sander

Titelbild: © wavebreakmedia/shutterstock.com

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