Abi – und dann? Tipps für eine leichtere Entscheidung

Die Prüfungen sind abgelegt. Ihre Kinder sind sich aber nicht sicher, was als Nächstes für sie kommt? Mit diesen Ideen von Stephan Bayer, Bildungsexperte und Geschäftsführer von sofatutor, können Sie ihnen helfen, die Entscheidung optimal anzugehen.

Studium – April bis Juni zur Spionage nutzen

Was soll ich studieren? Welches Studium passt zu mir? Uni, Fachhochschule oder Berufsakademie? – das sind nur einige Fragen, die sich viele junge Menschen nach dem Abitur stellen. Die Vielfalt an Studiengängen ist enorm. Darum stellt der persönliche Austausch mit bereits Studierenden eine wirksame Hilfe bei der Qual der Wahl dar. Stephan Bayer, Geschäftsführer von sofatutor, rät den Abiturienten: „Packt eure Sachen ein, schnappt euch die beste Freundin oder den besten Freund und los geht’s in die nächste Unistadt. Hier könnt ihr einfach mal in eine Vorlesung schnuppern und in der Mensa bei Lasagne und Schorle die anderen Studenten ansprechen. So bekommt ihr alle Infos aus erster Hand.“

Hilfe bei Fachschaften suchen

Fachschaften können eine weitere Hilfe bei der Suche nach dem richtigen Studiengang sein. Sie sind Interessenvertretungen der Studierenden und werden selbstverwaltet. Fachschaften organisieren unter anderem die Informationsveranstaltungen für die Erstsemester und haben in der jeweiligen Fakultät ein Fachschaftsbüro. Die Fachschaften haben politischen Einfluss auf die Institute und sitzen teilweise im Prüfungsausschuss. „Hier könnt ihr einfach mal vorbeischauen. Sprecht mit den anwesenden Studenten und holt euch so nähere Infos über Studiengang, Workload, Inhalte, die unterschiedlichen Dozenten und das Studentenleben im Allgemeinen“, empfiehlt Bayer den Schulabsolventen.

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Ausbildung – Bewerbungsgespräch mal anders

Zum Traumberuf gelangt man nicht über Nacht. Es bedarf in vielen Fällen kleiner Schritte, die aber alles das gleiche Ziel verfolgen – nämlich irgendwann den richtigen Job zu finden. Zuerst ist es wichtig, Informationen über den Beruf zu sammeln – je mehr desto besser. Auch hier sind Freunde und Bekannte Ihres Kindes eine hervorragende Informationsquelle. Besonders bei praktischen Berufen gilt es, Erfahrungen zu sammeln und zu versuchen, den jeweiligen Ausbildungsberuf kennenzulernen – sei es durch Praktika, Ehrenämter oder Aushilfstätigkeiten. Stephan Bayers Tipp: „Auch hier lohnt es sich, bei dem Betrieb vorbeizuschauen und die Mitarbeiter direkt anzusprechen, um so mehr über die Ausbildung und das Unternehmen herauszufinden. So lernt man alles hautnah kennen und absolviert sogar ein verstecktes Bewerbungsgespräch. Auf diese Weise wird Eigeninitiative bewiesen und dem Arbeitgeber gezeigt, dass man sich wirklich für das Thema interessiert.“

Praktikum – als Schnupperkurs in Sachen Zukunft

Bisher war das Praktikum die ideale Gelegenheit um herauszufinden, ob der Arbeitsbereich Spaß macht und das Interesse daran bestehen bleibt. Seit 2015 gilt der Mindestlohn für Praktikanten. Wenn Ihr Kind denkt, keinen Platz mehr in seinem Traumunternehmen zu ergattern, liegt es falsch. Alle, die bereits mit 17 ihr Abi in der Tasche haben und kein Berufsabschluss vorweisen können, sind bis zum 18. Geburtstag von dem Mindestlohn ausgenommen. Auch freiwillige Praktika bis zu drei Monaten, die zur Orientierung bei der Berufs- oder Studienwahl dienen, sind vom Mindestlohn freigestellt und perfekt, um sich einen Eindruck von seinem Traumunternehmen zu verschaffen.
Stephan Bayer sagt dazu: „Wir bieten trotz Einführung des Mindestlohns nach wie vor freiwillige Praktika an. Bei uns in der Illustration haben wir immer wieder frische Abiturienten, die sich in den drei Monaten Praktikum einen umfangreichen Überblick verschaffen und so sehen, ob sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen wollen oder nicht.“

Wenn alles nicht hilft – BIZ

Wenn Ihr Kind keinen Anhaltspunkt hat, in welche Richtung seine Zukunft gehen soll, gibt es immer noch das Berufsinformationszentrum (BIZ). Das BIZ ist eine praktische Entscheidungshilfe für alle Unentschlossenen und gibt Informationen zu jeglichen Berufen und Ausbildungen beziehungsweise Studiengängen. Berufsinformationszentren gibt es in jeder größeren Stadt und sie stellen geschultes Personal zur Verfügung, die bei der Entscheidung helfen. Neben Broschüren und Büchern helfen Informationsveranstaltungen und spezielle Berufsauswahltests bei der Suche nach dem geeigneten Beruf. Und wer weiß, vielleicht ist ja was dabei, an das Ihr Kind noch gar nicht gedacht hat.


Generell gilt: Mutig sein und keine Angst vor der Entscheidung haben. Was so groß und bedeutungsvoll erscheint, kann später auch immer noch geändert werden. Ihrem Kind sollte bewusst sein, die Berufsentscheidung nach der Schule ist eine Weichenstellung aber noch lange keine Einbahnstraße.

Titelbild: ©iStock.com/joste_dj

Was Sie jetzt tun sollten ...

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