Angst vor dem Zahnarzt und wie die Zahnfee helfen kann

Am 22. August ist Tag der Zahnfee. Ein guter Anlass, sich mit seinen Zähnen und einem Zahnarztbesuch zu beschäftigen. Eine Zahnärztin erklärt, wie Eltern verhindern, dass Kinder Angst vor dem Zahnarzt entwickeln und wie die Zahnfee dabei helfen kann.

Angst vor dem Menschen mit dem kleinen Spiegelchen

Nicht nur Kinder, sondern auch sehr viele Erwachsene bekommen schon Muffensauen, wenn sie das Wort „Zahnarzt” nur hören. Das führt dazu, dass schon eine neue Terminvereinbarung immer weiter in die ungewisse Zukunft geschoben wird. Dass es das nicht besser macht, weiß wohl jedes Kind. Aber woher kommt eigentlich diese Angst vor dem Menschen im weißen Kittel mit dem kleinen Spiegelchen? „Einige Menschen haben in ihrer Kindheit und Jugend schlechte Erfahrungen beim Zahnarzt gemacht. Diese sind dann so fest verankert, dass es sehr schwer ist, sie durch positive Erfahrungen zu überschreiben. Oft ist es auch die Angst vor dem ,Ausgeliefertsein’ auf dem Zahnarztstuhl”, erklärt die Berliner Zahnärztin Isabel Nolte.

Früh mit Zahnarztbesuchen anfangen

Umso wichtiger ist es also, bei Kindern erst gar keine Angst aufkommen zu lassen oder ihnen diese schnell wieder zu nehmen. So rät die Zahnärztin, früh mit den Zahnarztbesuchen anzufangen und schon die Milchzähne jedes halbe Jahr kontrollieren zu lassen. „Es gibt für Kinder auch schon professionelle Zahnreinigungen. Dabei wird den Kindern spielerisch gezeigt, auf was sie beim Zähneputzen achten müssen, damit erst gar keine Karies entsteht”, erklärt Nolte. Während solcher Behandlungen baut das Kind bereits Vertrauen zum Zahnarzt oder zur Zahnärztin auf, lernt die Abläufe kennen und gewöhnt sich an die Räume, die Gerüche und Geräusche in der Praxis. Außerdem sollten Sie Ihr Kind gar nicht erst auf die Idee bringen, dass man Angst vor den regelmäßigen Besuchen haben könnte: „Eltern sollten Sätze wie ,Das wird ja gar nicht wehtun’ oder ,Du musst keine Angst haben’ vermeiden, denn Sätze, die die Wörter ,Angst’ oder ,Schmerz’ beinhalten, sind für den kleinen Patienten nicht hilfreich und führen eher dazu, dass Angst aufkommt”, so Nolte.

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Die Angst nicht auf das Kind übertragen

Sie haben selbst Angst vor einem Zahnarztbesuch? Dann sei es wichtig, diese Angst nicht auf das Kind zu übertragen, erklärt die Zahnärztin. In einer solchen Situation empfiehlt sie, das Kind alleine in das Behandlungszimmer gehen zu lassen. Möchten die Eltern jedoch unbedingt dabei sein, sollten sie sich im Hintergrund halten und das Kind allein mit dem Zahnarzt oder der Zahnärztin sprechen lassen. Auch das Halten der Hand bei einer Behandlung sollte nur bei ausdrücklichem Wunsch des Kindes erfolgen. „Von alleine sollte sie nicht angeboten werden, denn das suggeriert dem Kind, dass etwas Unangenehmes kommen wird”, erklärt Isabel-Marie Nolte.

Und was hat das Ganze mit der Zahnfee zu tun?

Kennen Sie die Zahnfee? Sie kommt nachts, wenn die Kinder schlafen und tauscht den ausgefallenen Milchzahn des Kindes gegen eine kleine Überraschung (z. B. eine Münze, eine Murmel, ein kleines Buch, eine Zahnbürste, aber niemals Süßigkeiten) als Belohnung für den gut geputzten Zahn und Motivation für die sorgfältige Pflege der neuen Zähne. „Die Geschichte der Zahnfee ist sehr gut, um Kindern näherzubringen, dass Zähne etwas Wichtiges und Wertvolles sind, auf das sie Acht geben müssen”, findet Zahnärztin Isbael Nolte. Und umso besser die Zähne gepflegt werden, desto weniger muss der Zahnarzt oder die Zahnärztin eingreifen und die Angst vor dem Besuch ist dank der Zahnfee wie weggeblasen.


Titelbild: © sofatutor.com

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