Kind im Netz: Facebook weiß alles und kennt jeden

Facebook birgt Gefahren, vor denen besonders Kinder geschützt werden müssen. Unerwünschte Kontaktanfragen, falsche Profile und zu intime Informationen können Facebook-Nutzern zum Verhängnis werden.

Es ist allgemein bekannt, dass personenbezogene Daten wie Ware verwendet und zu Werbezwecken missbraucht werden. Somit sollten so wenig persönliche Daten wie möglich öffentlich gemacht werden.
Lassen Sie sich einmal von Ihrem Kind das Facebook-Profil zeigen und sprechen Sie mit ihm darüber, wie es dieses nutzt. In keinem Fall sollte eine Telefonnummer oder gar eine Adresse Ihres Kindes angegeben sein. Auch von der Angabe des vollständigen Namens ist abzuraten, da Facebook eine große Angriffsfläche für Stalker bietet. Im Idealfall sollte Ihr Kind nicht einmal auf dem Profilbild zu erkennen sein.

Privatsphäre schützen

Prüfen Sie zusammen mit Ihrem Kind die Privatsphären-Einstellungen. Auf der Hilfeseite der sozialen Netzwerke finden Sie die Nutzungsbestimmungen. Hier wird erklärt, mit welchen Einstellung die Privatsphäre geschützt wird. Außerdem erfahren Sie, welche Daten gespeichert und welche an Dritte weitergegeben werden.

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Keine Freunde fürs Leben

Auf Facebook gilt, wer viele Freunde hat, ist beliebt, wer noch mehr Freunde hat, ist beliebter. Also werden „Freunde“ häufig gesammelt. Sie sollten Ihrem Kind bewusst machen, dass nicht hinter jedem Profil die Person stecken muss, die sie vorgibt zu sein. Der gutaussehende 17-jährige Justin-Bieber-Verschnitt auf dem Profilbild kann auch ein 60-jähriger alter Mann mit bedenklichen Absichten sein. Deshalb sollte Ihr Kind nur die Kontaktanfragen von tatsächlich ihm bekannten Personen bestätigen.

Die Kontakte lassen sich dann auf verschiedene Listen verteilen. So kann zwischen engen Freunden und Bekannten unterschieden und gleichzeitig festgelegt werden, welche Gruppe welche Informationen zur eigenen Person sehen kann.

Statusmeldungen wie „Morgen fliege ich mit meiner Familie für zwei Wochen in die Karibik“ sollten nicht für jedermann sichtbar sein und am besten gar nicht gepostet werden. Denn die im Urlaub gewonnene Erholung ist bei Ankunft in einem leergeräumten Zuhause schnell verflogen.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Vielen jungen Usern ist nicht bewusst, dass Urheber- und Nutzungsrechte sowie Datenschutz auch im Internet gelten. Da stellt zum Beispiel die 12-jährige Laura ein Foto ihres Lieblingssängers auf ihr Profil und schon kommt ein Brief von einem Anwalt ins Haus geflattert. Bilder dürfen nicht ohne die Genehmigung der abgebildeten Person und die des Fotografen veröffentlicht werden. Auch Beleidigung, Verleumdungen und Rufschädigung sowie natürlich pornografische Inhalte, rechtsradikale Symbole und Beiträge sind strafbar. Sie können und sollten auch mit einem Klick dem Betreiber gemeldet werden.

Optimaler Schutz

Auch wenn Sie Ihrem Kind einen optimalen Schutz vor den sozialen Netzwerken bieten möchten, von einem absoluten Facebook-Verbot ist abzuraten. Auch heimlich lassen sich hervorragend Profile in sozialen Netzwerken anlegen. Sprechen Sie offen mit Ihrem Kind über die Thematik und zeigen Sie ihm, dass es Ihnen vertrauen kann. So wird es bei bedenklichen Situationen wie Anzeichen für Cyber-Mobbing oder Ähnlichem auf Sie zukommen und um Hilfe bitten.

Titelbild: ©iStock.com/BrianAJackson

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