„Hilfe, mein Kind hat die falschen Freunde“

Freundschaften sind wichtig. Eltern freuen sich, wenn ihre Kinder Freunde haben – meistens. Umso komplizierter wird es, wenn es die „falschen Freunde“ sind.

Im Kindergarten wechseln die Freundschaften der Kinder häufig. Aber mit dem Schuleintritt bekommen Freunde einen großen Stellenwert für das Kind. Die sozialen Kontakte entscheiden, welchen Stand das Kind in der Klasse oder in der gesamten Schule hat. Es bilden sich Cliquen, Banden, Freundeskreise. Was können Eltern tun, wenn sie merken, dass ihr Kind unterdrückt wird? Wenn das Kind im Zusammensein mit den Freunden sein Wesen verändert? Oder wenn aggressives bis kriminelles Verhalten im Freundeskreis dominiert?

Freundschaften würdigen

„In einem solchen Fall gilt es, genauer hinzuschauen“, rät die Psychologin Julia von Weiler. Wenn das Kind die Freundin oder den Freund mit nach Hause bringt, können sich Eltern ein detailliertes Bild von der Beziehung machen. Natürlich kann auch vorsichtig nachgefragt werden, was das Kind mit den Freunden am Nachmittag erlebt hat und wie das Treffen war. „Wichtig ist, diese Beziehung zu würdigen, die Freundschaft nicht madig zu machen, sondern willkommen zu heißen. Aber auch offen zu sagen, wenn ein konkretes Verhalten nicht in Ordnung ist”, so die Psychologin.

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Vertrauen erhalten

Verbote und ein zu strenges Einmischen in die Beziehung sind keine Lösung. Sie schaffen eher eine Distanz zwischen Kind und Eltern. „Das Kind glaubt, seine Freundschaft verteidigen zu müssen. Das kann dazu führen, dass es viel stärker als vorher an der Freundschaft festhält”, erklärt Frau von Weiler. Es ist somit wichtig, dass ein Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kinder besteht. Hat das Kind das Gefühl mit seinen Eltern über alles reden zu können, behalten diese einen viel besseren Überblick über die sozialen Kontakte des Kindes.

Freizeitgestaltung durchdenken

Verhärtet sich der Verdacht, dass die Freundschaft dem Kind nicht guttut, kann es sinnvoll sein, nach einer alternativen Freizeitgestaltung zu suchen. Hat das Kind besondere Interessen oder Lust, in einen Verein zu gehen? Hier hat es Kontakt zu Menschen mit ähnlichen Interessen und neue Freundschaften können sich entwickeln.

Gefahren abwenden

Ist das Verhältnis zwischen Kind und Eltern jedoch angespannt und der Einfluss des Freundeskreises gefährlich (Drogenkonsum, Kriminalität usw.), sollte Hilfe von außen hinzugezogen werden. Erste Anlaufstelle kann hier z. B. die örtliche Erziehungsberatungsstelle sein.


Titelbild: © Neeila/shutterstock.com

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