Was macht mein Kind nur immer im Internet?

Kaum ist Ihr Kind zur Tür rein, verschwindet es im Zimmer und hockt sich vor den Computer? Sogar während des Abendessens wird ständig auf dem Smartphone rumgetippt? Falls Sie diese Fragen mit „Ja!“ beantworten können, wollen Sie sicher auch wissen, was es da eigentlich die ganze Zeit zu tun gibt. Sie befürchten vielleicht sogar, dass sich Ihr Kind abkapselt und nur noch in der virtuellen Welt lebt.
Aber warum übt das Internet so eine Faszination auf die junge Generation aus und wofür nutzt sie es? Ein Erklärungsversuch.

Wenn das Kind auf irgendeinen Bildschirm starrt, haben viele Eltern sofort die Vermutung, dass der Sohn oder die Tochter mal wieder nur nutzlos durch die Gegend „surft“ und Zeit vertrödelt. Kommt es Ihnen auch so vor, als wären die Augen Ihrer Kinder häufiger auf die Bildschirme ihrer Smartphones, Tablets und Laptops gerichtet, als auf die Schulbücher, das eigene unaufgeräumte Zimmer oder Ihre Wenigkeit? Sie machen sich vielleicht sogar Sorgen, dass Sie den Kontakt zu Ihrem Kind verlieren und dabei zusehen müssen, wie es nach und nach im dichten Dschungel des Internets verschwindet?

Der „Digital Native“

Keine Angst. Mit Ihrem Kind ist alles in Ordnung. Es gehört zu den so genannten „Digital Natives“, also denen, die mit der digitalen Welt aufgewachsen sind und sich dort deshalb instinktiv gut zurechtfinden. Wofür Sie früher auf das Telefon und persönliche Gespräche angewiesen waren, benutzt Ihr Kind sein Smartphone. So kann es sich nicht nur schneller und spontaner verabreden, es kann auch noch mehrere Freunde gleichzeitig erreichen – etwa über einen Chat. Außerdem wird das Internet von den Kindern nicht nur zum Zeitvertreib genutzt. Es wird dort für Hausaufgaben recherchiert, Begriffe und Übersetzungen werden gesucht – und natürlich kann online auch gelernt werden.

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Das Internet bietet einfach unendlich viele Möglichkeiten, sich zu vernetzen und auszutauschen. Anders als bei anderen Medien, ist die Kommunikation nicht länger einseitig. Wenn Sie vor dem Fernseher oder dem Radio sitzen, können die Moderatoren Ihnen zwar viel erzählen, doch Sie haben keine Möglichkeit, direkt darauf zu reagieren. Im Internet ist das anders. Man kann kommentieren oder selbst etwas veröffentlichen, um seine Meinung kundzutun. Auch sonst verlegt die junge Generation viele Aktivitäten ins Netz, die Sie wahrscheinlich gemütlich auf der Couch oder im Garten machen würden. Dazu gehört sowohl das Musik Hören und Lesen, als auch das Fernsehen.

Wo „gesurft“ wird – Facebook & Co.

Viele nehmen das Internet als undurchdringliches Chaos wahr, dass seine Nutzer mit Informationen bombardiert und zu reizüberfluteten Zombies macht. Doch die „Digital Natives“ sind davon nicht überfordert. Im Gegenteil: Sie wählen sich ganz bewusst aus, welche Seiten sie besuchen wollen und was sie dort tun. Ziellos „umherzusurfen“ ist nur eine Option von vielen. Die ARD/ZDF-Onlinestudie fand heraus, dass der Großteil der 14- bis 29-Jährigen im Internet in Communitys, wie Facebook, Videoportalen, wie YouTube, und Online-Enzyklopädien, wie Wikipedia, unterwegs ist.

Die soziale Seite des Internets

Die Studie von ARD und ZDF hat auch gezeigt, dass es den jungen Internetnutzern vor allem um den Kontakt zu ihren Freunden geht. Jeweils ein Drittel verbringt ihre Zeit in Communitys damit, zu chatten, persönliche Nachrichten zu schreiben oder sich darüber zu informieren, was es bei den Freunden Neues gibt. Außerdem werden Fotos und Beiträge kommentiert oder – der Klassiker – es wird auf „Gefällt mir“ geklickt. Weniger „sinnvolle“ Dinge, etwa Horoskope lesen oder Spiele spielen, sind nicht so beliebt. Nur 6% der Community-Besucher beschäftigen sich damit.

Doch auch in Sachen Privatsphäre und Sicherheit sind die 14- bis 29-Jährigen bemüht. Laut der Studie schützen 93% ihre Privatsphäre im Internet, indem sie ihre Einstellungen überprüfen oder intime Details gar nicht erst veröffentlichen.

Das Internet ist die modernste und bequemste Möglichkeit, mit Freunden in Kontakt zu sein und zu bleiben. Dazu gehören die, die man sowieso täglich sieht, aber auch solche, die weiter entfernt oder gar im Ausland wohnen. Anders als am Telefon kann man hier mehr am Leben der anderen teilnehmen. Fotos und Videos sind im Handumdrehen hochgeladen. Dann kann man sie gemeinsam anschauen und via Chat oder Skype darüber sprechen und lachen. Zusammen mit dem Glücksgefühl, das bei einer neuen Nachricht von einem Freund in jedem von uns ausgelöst wird, sorgt das dafür, dass Ihr Kind so gern im Internet und auf Facebook unterwegs ist.

Titelbild: ©AVAVA/istock.com

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