Berufswahlorientierung mit Tablets – Die Albrecht-Dürer-Schule plant großes Archiv

Wie der Unterricht mit Tablets aussehen kann, davon hat die Albrecht-Dürer-Schule eine genaue Vorstellung. Seit Anfang des Schuljahres 2013/14 setzt die Dortmunder Realschule iPads in nahezu allen Fächern ein und plant nun ein großes Projekt zum Thema Berufswahlorientierung, das von der Technischen Universität Dortmund (TU Dortmund) wissenschaftlich begleitet wird. Schulleiter Yves Alamdari erklärt, wie iPads eingesetzt werden können, um Schülerinnen und Schüler bei ihrer Berufswahl zu unterstützen.

Schulinternes Archiv mit Tablets erstellen

Die Neuntklässler und Neuntklässlerinnen der Albrecht-Dürer-Schule absolvieren jedes Jahr ein dreiwöchiges Berufspraktikum und jedes Jahr verfassen sie mit viel Hingebung Praktikumsberichte, die dann schnell in Vergessenheit geraten. Das fanden die Lehrkräfte schade und kamen so auf die Idee, ein schuleigenes Archiv mit Praktikumsberichten einzurichten. „Im nächsten Jahr sollen die Praktikumsberichte mit den iPads digital erstellt werden und so anderen Schülerinnen und Schülern oder Jahrgangsstufen zugänglich gemacht werden”, erklärt Alamdari.

Dann könnte beispielsweise eine Schülerin der Jahrgangsstufe 8, die mit dem Gedanken spielt, ihr Praktikum in einer Rechtsanwaltskanzlei zu absolvieren, auf den digitalen Bericht einer Schülerin oder eines Schülers des Vorjahres zurückgreifen und sich so einen ersten Eindruck von den Tätigkeiten verschaffen, mit denen sie in Berührung käme. „Das digitale Medium ermöglicht also eine Vernetzung des Wissens und zugleich eine Aufwertung der althergebrachten Praktikumsberichte‟, so der Schulleiter.

Interviews und Videos von Unternehmen

Die Albrecht-Dürer-Schule möchte aber noch einen Schritt weiter gehen mit dem Projekt Berufswahlorientierung. Schülergruppen der achten Klasse sollen bei eintägigen Betriebsexkursionen iPads einsetzen, um Fotos zu machen und Interviews mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen zu führen. Die Impressionen werden dann den Mitschülerinnen und Mitschülern vorgestellt, die andere Unternehmen besucht haben.

Praktikumsblog

Das Projekt startet erst ab dem nächsten Schuljahr richtig durch. Dieses Jahr wurde der Praktikumsblog allerdings bereits erprobt. „Der Blog eröffnete eine ganz neue Dimension der Kommunikation, denn die Schülerinnen und Schüler können während des Praktikums miteinander und mit ihren Lehrkräften kommunizieren. Bislang beschränkte sich der Austausch mit den Lehrern auf etwa zwei Besuche im Verlauf der dreiwöchigen Praktikumszeit”, erklärt Alamdari. Mit dem Blog waren sowohl die Klassenkameraden und Klassenkameradinnen als auch die Lehrkräfte ständig auf dem Laufenden.

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