Auswertung der Umfrage: Lehrer halten Kooperationsverbot nicht für sinnvoll

In letzter Zeit wurde wieder verstärkt über das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern in der Schulbildung diskutiert. Sie haben in unserer Umfrage klar Position bezogen.

Im Beitrag Bildungsföderalismus: Soll das Kooperationsverbot fallen? baten wir Sie, Ihre Stimmen und Kommentar abzugeben. So wollten wir herausfinden, wie Lehrerinnen und Lehrer, die am stärksten vom Kooperationsverbot betroffene Berufsgruppe, zu eben diesem steht. 60 Personen haben an der Umfrage teilgenommen. Hier sind ihre Antworten:

Auswertung Umfrage Kooperationsverbot


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Auswertung

Dreiviertel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage sind der Meinung, dass das Kooperationsverbot nicht sinnvoll ist. Mehr als die Hälfte der befragten Lehrkräfte fühlt sich dadurch sogar in der Ausübung ihres Berufs beeinträchtigt. Knapp ein Viertel der Befragten beantwortet diese Frage immerhin mit „Teilweise“. Wenn es um die Frage geht, wofür man das Kooperationsverbot aufweichen sollte, ist mehr als die Hälfte der Lehrerinnen und Lehrer der Meinung, dass es bundesweit vergleichbare Abschlüsse für Schülerinnen und Schüler geben sollte. Ein Viertel gibt eine einheitliche Lehrerausbildung als möglichen Grund an. Nur 3,5 Prozent möchte die digitale Infrastruktur und die Ausstattung der Schulen verbessern, indem das Kooperationsverbot aufgeweicht würde. 40 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer wünscht sich eine einheitlichere Besoldung. Immerhin ein Fünftel der Befragten gibt an, sich durch das Kooperationsverbot in ihrer Mobilität eingeschränkt zu fühlen. Insgesamt spricht sich die Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegen das Kooperationsverbot aus.


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