Flipped Classroom: Projekt startet in die nächste Runde

Es ist Halbzeit beim Pilotprojekt „Flip your class“. Also trafen sich Berliner Lehrerinnen und Lehrer, um die nächsten Schritte und Ziele zu definieren.

Seit gut zwei Jahren begleitet sofatutor gemeinsam mit der Bertelsmann-Stiftung und der PH Heidelberg das Projekt „Flip your class“ an Berliner Schulen. Zeit für einen Zwischenstand: Am 29. Februar 2016 trafen sich Lehrerinnen und Lehrer zum Austausch in der Maria Montessori Grundschule in Berlin-Tempelhof.

Das Projekt wird unterstützt vom ERASMUS+ Programm der Europäischen Kommission.

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Projekte und Ergebnisse

Im Mittelpunkt standen die durchgeführten Projekte und die Erfahrungen, die die rund zwanzig teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer bisher im Rahmen des Projekts sammeln konnten. So war z. B. Thomas Seidel, Lehrer und IT-Betreuer der Maria-Montessori-Grundschule (MMG), bereits vor dem Workshop experimentierfreudig und arbeitete mit selbst erstellten Erklärvideos im Unterricht. Auch mit sofatutor habe er im Unterricht zuvor gearbeitet und bemerkt, wie positiv die Schülerinnen und Schüler darauf reagierten. Diesen Effekt hofft er, durch die Teilnahme am Projekt fortsetzen zu können. Pascal Possel, Projektkoordinator an der Herman-Nohl-Schule, findet am „Flip your class“-Projekt vor allen Dingen die Einsatzmöglichkeiten neuer Medien interessant, um Schülerinnen und Schüler gezielt und differenzierter zu unterstützen. „Ich bin begeistert, dass es so viele Lehrer jeden Alters gibt, die diesen unbeschrittenen Weg gemeinsam gehen wollen“, so Possel.

Gleichzeitig wurde eine neue Projektphase eingeleitet: Das Projekt wurde für weitere Berliner Schulen geöffnet, von denen einige Lehrerinnen und Lehrer bereits am Workshop Ende Februar teilnahmen. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen definierten die nächsten Schritte für das kommende halbe Jahr.

BILDTITEL

 

Nächste Schritte

In der nächsten Zeit sollen weitere abgeschlossenen Projekte vorgestellt und Erfahrungen ausgetauscht werden. Zusätzlich soll es einen gemeinsamen Workshop zur Videoproduktion für Lehrerinnen und Lehrer geben. Insgesamt streben die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer ein Netzwerk zwischen gleichen Schultypen an, um sich besser austauschen zu können.

Lehrer Thomas Seidel wünscht sich zudem, dass er weitere Anhaltspunkte bekommt, wie er die Motivation der Schülerinnen und Schüler langfristig lebendig hält. „Bei einer großen Spannbreite von Lernvoraussetzungen und Fähigkeiten in einer ganz normalen Klasse können nicht alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig das ‚neue Medium‘ für sich nutzen. Für die Grundschule muss man da wohl das Konzept des Flipped Classrooms noch etwas anpassen. Das heißt, die Anwendung sollte hauptsächlich am Unterrichtsvormittag stattfinden und eventuell sollten differenzierte Erklärvideos mit weniger Inhalt und langsameren Tempo eingesetzt werden.“
Das werden weitere spannende Erfahrungsberichte der Lehrerinnen und Lehrer des „Flip your class“-Projekts in den kommenden Workshops zeigen.

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Titelbild und Projektbilder: © sofatutor.com