Besserwisser: Diese 3 Lernmythen stimmen gar nicht!

Es gibt eine Reihe von Weisheiten und Aberglauben, wenn es ums Lernen geht. Diese drei Mythen halten sich besonders hartnäckig, dabei stimmen sie gar nicht!

Mythos: Wir benutzen nur 10 % unseres Gehirns!

Wahrheit: Es ist viel mehr!

Der „Zehn-Prozent-Mythos“ existiert bereits seit fast einem Jahrhundert, obwohl er mehrfach von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern widerlegt wurde. Es gibt sogar Filme, z. B. Lucy, die mit diesem Mythos spielen. Tatsächlich verwendest du aber jeden Bereich deines Gehirns im wachen Zustand. Die einzelnen Zentren sind nur unterschiedlich aktiv, je nachdem, was du machst. Dein Gehirn verbraucht dabei sogar ein Fünftel der Gesamtenergie deines Körpers, weil es so viel zu tun hat. Auch im Schlaf bist du mit dem Atmen, Denken und Verarbeiten beschäftigt, sodass dein Gehirn auch hier viel zu tun hat. Wofür einzelne Bereiche zuständig sind und wie viele Prozesse gleichzeitig ablaufen, konnte u. a. dank Gehirnscans nachgewiesen werden.

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Mythos: Wir können im Schlaf lernen!

Wahrheit: Es wird nur gefestigt, was bereits gelernt wurde.
Du glaubst, wenn du eine Audiodatei mit Vokabeln ablaufen lässt, während du schläfst, werden die Französisch-Vokabeln schon in deinem Gedächtnis landen? Leider ist das nicht so. Studien haben aber ergeben, dass Menschen, die z. B. Vokabeln bereits gelernt haben und diese dann nachts erneut aufgesagt bekamen, diese am nächsten Tag besser in einem Test wiedergeben konnten als die Menschen, die keine Wiederholung im Schlaf hatten. Lernen musst du also leider trotzdem.

Der Schlaf dient übrigens dazu, neu gelernte Informationen vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis zu überführen und Überflüssiges zu löschen. In diesem Video erklären wir dir, wie das geht:

Mythos: Bulimie-Lernen funktioniert!

Wahrheit: Es bleibt immer gleich anstrengend.
Sätze wie „Ich lerne erst, wenn es kurz vor knapp ist!“ kennst du bestimmt. Vielleicht hast du sie selbst schon mal benutzt und warst dir ganz sicher, dass du erst dann effektiv lernst, wenn die Zeit zur Vorbereitung fast um ist. In Wirklichkeit versuchst du dabei, so viele Informationen wie möglich in dein Kurzzeitgedächtnis zu stopfen. Dieses kann aber leider nur eine bestimmte Menge an neuem Wissen aufnehmen. Der Rest fällt hintenüber. Wenn du dir also kurz vier Zahlen merken musst, um ein Schloss zu öffnen, funktioniert das. Zwanzig neue Vokabeln für den Test wirst du eher nicht behalten, wenn du erst kurz vor dem Test das erste Mal draufschaust. Warum?

Gutes Lernen funktioniert über Wiederholen. So wie du irgendwann Fahrrad fahren gelernt hast, indem du es ganz oft probiert hast, lernt das Gedächtnis neue Informationen, Formeln, Vokabeln mit genügend Zeit und durch Wiederholungen auswendig. So automatisierst du z. B., auf Englisch zu sprechen. Beim Bulimie-Lernen hat dein Gedächtnis diese Möglichkeit nicht. So wirst du beim nächsten Mal wieder von vorne anfangen müssen, wenn du die zwanzig Vokabeln aus dem Test abrufen willst.


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Titelbild: ©Damir Khabirov/shutterstock.com

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