Die neue App Vero – was ist der Hype?

Alle sprechen davon. Viele behaupten: „Vero ist das neue Instagram.“ Aber was kann die App und woher kommt sie?

Seit einigen Wochen sprechen alle von Vero, einer neuen App, die alles besser machen will als bisherige soziale Netzwerke. In Deutschland haben z. B. Sänger Casper und Moderator Klaas Heufer-Umlauf angekündigt, sich auf dem sozialen Netzwerk anzumelden. Der Hype war groß, aber: Was hat es mit der App auf sich?

Die App gibt es schon länger

Die App gibt es schon seit 2015, aber erst in den vergangenen Wochen wurde Vero in unsere Timelines gespült. Gegründet wurde das Netzwerk von Ayman Hariri, einem Milliardär und Sohn eines libanesischen Politikers. Der wollte nach eigenen Angaben ein soziales Netzwerk schaffen, das wirklich sozial ist. Deswegen heißt es bei Vero im Beinamen auch: „True social“, also „echt sozial“.

Mit Spaß zum Lernerfolg – so geht’s
30 Tage kostenlos testen

Was kann man auf Vero machen?

Auf Vero kann man Fotos, Texte und Links teilen – zu Beginn sucht die App in deinen Telefon-Kontakten nach Freunden, die schon auf Vero angemeldet sind und schlägt dir diese vor. Das heißt: Um dich bei Vero anmelden zu können, musst du in jedem Fall deine Telefonnummer angeben. Deine Kontakte kannst du dann in Gruppen einteilen, z. B. in enge Freunde, Familie oder lose Bekannte und in einem Feed siehst du dann die Beiträge deiner Kontakte.

© Vero – True Social © Vero – True Social

Und was ist das Besondere daran?

Klingt ziemlich nach Instagram? Ist es auch. Mit einem Unterschied: Auf Vero gibt es keine Werbung. Außerdem gibt es auch keinen Algorithmus, mit dem dir Werbung oder Beiträge strategisch angezeigt werden. Die Beiträge sind in chronologischer Reihenfolge angezeigt.

Das alles hatten Facebook, Instagram und Twitter anfangs übrigens auch. Irgendwann ging das allerdings nicht mehr. Aus geschäftlichen Gründen und weil Algorithmen u. a. verhindern, dass wir täglich tausende Beiträge in unserer Timeline sehen. Das könnte man gar nicht alles durchscrollen.

Wie kommt die App bei den Usern bisher an?

Die App will werbefrei bleiben, das heißt die Betreiber müssen sich überlegen, wie sie Vero finanzieren wollen. Für die ersten Millionen Nutzer sollte die App kostenlos sein, danach hätte die Anmeldung etwas gekostet. Das haben die Betreiber jetzt erst mal auf eine unbestimmte Zeit in der Zukunft verschoben. Vielleicht auch, weil es noch viele Fehler in der App geben soll, die vorher behoben werden müssen. Auch das App-Design gefällt nicht allen. Vielen ist der Look von Vero zu dunkel mit den dominierenden Farben Schwarz und Türkis.

Von „Das neue Instagram“ zu #deletevero

Mittlerweile ist der Hype um Vero sogar etwas zurückgegangen. Auf Twitter kursierte zeitweise der Hashtag #deletevero. Das liegt vor allem daran, dass der App-Gründer Ayman Hariri umstritten ist: Er soll seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beispielsweise wochenlang keinen Lohn gezahlt haben. Außerdem nervt viele Userinnen und User, dass sie die App anscheinend erst dann vollständig löschen können, wenn sie eine E-Mail an das Support-Team von Vero schicken.

Bleibt also abzuwarten, wie lange wir noch von Vero sprechen. Vielleicht ist der Hype schneller vorbei, als wir ein Urlaubsfoto posten können.

Weitere Artikel

Titelbild: ©  ThomasDeco/shutterstock.com

Was Sie jetzt tun sollten ...

  1. Motivation beim Lernen ist der Schlüssel zum Erfolg! Hole dir jetzt die Motivationstipps in diesem Video.
  2. Gehe auf Entdeckungsreise und schau dir an, wie sofatutor dir beim Lernen hilft.
  3. Sprich mit deinen Eltern und teste sofatutor 30 Tage lang kostenlos.