Drei Schritte zur gelungenen Bewerbung

Du hast dein Traumpraktikum im Blick? Oder einen Job, der dein Taschengeld ordentlich ausbessern könnte? Na dann herzlichen Glückwunsch! Achso, da muss ja noch eine Bewerbung her – und ein Vorstellungsgespräch kommt auch noch. Bei dem Gedanken schwindet deine Motivation direkt wieder? Das muss nicht sein. Damit dir beides gelingt, haben wir die wichtigsten Tipps für dich.

Für die meisten Jobs und Praktika musst du eine schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf und Zeugniskopien abgeben. Bevor du loslegst, informiere dich am besten beim Unternehmen, was genau für eine Bewerbung gebraucht wird. Das kannst du übers Internet herausfinden oder du rufst einfach direkt in der Firma an. Frage dich zur Personalabteilung durch und stelle dich gleich vor. Der erste persönliche Kontakt ist dann schon einmal gemacht.
Und dann geht’s los:

1. Schritt: Das Anschreiben

Das Anschreiben ist immer die erste Seite einer Bewerbung und eine Art Brief. Hier stellst du dich vor und begründest, auf welche Stelle du dich bewerben möchtest und warum. Das Anschreiben ist sehr wichtig, weil das der erste Eindruck ist, den die Firma von dir bekommt. Deshalb ist es wichtig, hier schon angenehm aufzufallen. Beginne also mit einer knackigen Einleitung. „Hiermit bewerbe ich mich für ein Praktikum…” ist nicht der beste Einstieg. Das weiß der Leser ja bereits, sonst hätte er deine Bewerbung nicht auf dem Tisch. Viel besser ist ein witziger oder interessanter Anfang. Du kannst eine Anekdote aus deinem Leben erzählen, ein Zitat einbringen oder eine Information, die dich mit dem Unternehmen verbindet.

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Hier zwei Beispiele:

  • „Sehr geehrter Herr…, in der letzten Ausgabe Ihrer Zeitschrift hat mich der Artikel über Auslandsaufenthalte besonders angesprochen, weil…”
  • „Schulchor, Bandmitglied und Gitarrenunterricht. Wenn es um Musik geht, habe ich die Nase vorn.”

Wichtig ist: Übertreibe nicht und orientiere dich an der Stellenausschreibung. Ist diese eher locker, kannst du auch bei der Bewerbung freier sein. Geht es dagegen um einen Praktikumsplatz bei einer Bank, solltest du natürlich sehr verantwortungsbewusst herüberkommen und deshalb auch eine „ernstere“ Bewerbung schreiben.

Versuche also, ein Gespür zu bekommen, was erwünscht ist und was eher nicht so gut ankommt. Sei trotzdem mutig und gib dir besonders viel Mühe beim ersten Satz. Er bestimmt, ob dein Anschreiben weitergelesen wird oder nicht. Der Rest sollte dann natürlich auch interessant sein.

Das Anschreiben sollte nicht zu lang sein und ungefähr drei Absätze haben. Im ersten Absatz schreibst du, warum du die Stelle haben möchtest und was dich ausmacht.
Im zweiten Abschnitt kannst du kurz nennen, was du von dem Praktikum oder Job erwartest und im dritten kannst du noch einmal auf dich eingehen und deine Stärken und Schwächen kurz beschreiben. Achte auf das, was in der Stellenbeschreibung genannt wird. Wenn dein Profil absolut nicht der Beschreibung entspricht, solltest du dich auch nicht bewerben. Zu schreiben, dass du ein Meister in Englisch bist, wenn du nur drei Sätze Englisch kannst, kommt spätestens im Bewerbungsgespräch heraus. Deshalb sei immer ehrlich.

Es wäre gut, wenn du einen Ansprechpartner hast. Das ist die Person, an die du deine Bewerbung schreibst. Mach dir die Mühe, den Namen herauszufinden. Es lohnt sich und kommt besser an als „Sehr geehrte Damen und Herren …”. Denn es zeigt Einsatz. Und mal ehrlich: Du freust dich auch, wenn dich jemand mit deinem Namen anspricht und nicht einfach sagt: „Ey, du da!”

2. Schritt: Der Lebenslauf

Dein Lebenslauf sollte übersichtlich sein und ein aktuelles Passfoto enthalten – am besten eines, mit dem du selbst zufrieden bist. Ein Lebenslauf besteht aus:

  • Persönliche Daten
    Name, Geburtsdatum, Familienstand (ledig, verheiratet, …), Anschrift, Kontakt
  • Schulische Ausbildung
    Schulen, die du besucht hast
  • Berufserfahrung
    Jobs oder Praktika, die du eventuell schon gemacht hast.
  • Interessen/Hobbys
    Was dir Spaß macht oder was du besonders gut kannst.

Bei der E-Mailadresse verwende keine Namen, wie „Rockgöre91” oder „krasserCheckerxxx”. Richte dir eine E-Mail-Adresse mit deinem Vor- und Nachnamen ein, eventuell mit Punkt oder Bindestrich getrennt. Wenn der Name vergeben ist, kannst du noch dein Geburtsjahr einfügen.

Beim Lebenslauf achte darauf, dass das Aktuellste zuerst kommt. Wenn du gerade dein Abitur gemacht hast, kommt das unter „Schulischen Ausbildung” an die erste Stelle. Danach kommen die anderen Schulen. Die Grundschule kannst du weglassen, denn die hat jeder besucht.

Bei Berufserfahrungen kannst du Aushilfsjobs und Praktika auflisten und kurz deine Tätigkeiten dort beschreiben. Dabei solltest du aber nicht jeden kleinen Nachhilfejob beim Nachbarkind aufzählen, sondern nur relevante Sachen.

Wie oben bereits erwähnt: Sei ehrlich und übertreibe nicht. Trotzdem musst du bei Hobbys nicht gerade „Playstation zocken” angeben. Stattdessen kannst du vielleicht schreiben: „Freunde treffen” und „Internet” oder Ähnliches.
Besondere Fähigkeiten wie Fotografie, Instrumente spielen oder Vereinssport werden als Hobby immer gern gesehen. Doch auch hier gilt: Nur angeben, wenn’s wirklich stimmt. Stell dir vor, du schreibst „Golfen” – obwohl es nicht stimmt – und der Chef hat zufällig das „gleiche” Hobby. Da kannst du beim Bewerbungsgespräch schnell alt aussehen. Wenn der Chef dann nämlich über „5er Eisen” und „Wedges” spricht und du nur Bahnhof verstehst, wird es richtig peinlich.

3. Schritt: Das Bewerbungsgespräch

Das Bewerbungsgespräch ist die zweite Runde der Bewerbung. Wenn du eingeladen wurdest, bist du also schon einmal in der engeren Auswahl – darauf kannst du stolz sein. Jetzt heißt es aber noch einmal: Überzeugen.

Was ziehe ich bloß an?

Auch das Outfit spielt eine Rolle. Ziehe am besten etwas an, worin du dich wohl fühlst – und was zu der Art des Jobs passt. Wenn du in einem Geschäft wie H&M arbeiten willst, macht es Sinn, auch etwas von H&M zu tragen. Oder zumindest etwas Lockeres. Ein Nadelstreifenanzug wäre übertrieben. Wenn du aber in einer Firma als Versicherungsvertreter ein Praktikum machen willst, dann sollte es schon ein schickes Kleid oder ein Anzug sein. Aber auch darin solltest du dich wohl fühlen. Denn wenn man sich wohl fühlt, tritt man auch sicherer auf und macht gleich einen besseren Eindruck.

Pünktlich sein!

Schreib dir die Adresse auf und rechne dir vorher aus, wie lange du brauchst, um zum Vorstellungsgespräch zu kommen. Plane mit ein, dass du vielleicht eine Bahn verpasst. Du solltest dann immer noch rund fünf Minuten früher da sein. Zu spät kommen ist bei Vorstellungsgesprächen ganz schlecht. Sollte es aus irgendwelchen Gründen doch passieren und du verspätest dich, rufe am besten dort an und sage Bescheid.

Antworten parat haben

Wenn du ins Büro gebeten wirst, bleibe ganz entspannt. Dein Gegenüber ist auch nur ein Mensch. Und er möchte dich kennenlernen. Versuche einfach, natürlich  zu sein. Es bringt nichts, sich zu verstellen. So wirkst du nur unsicher und das kommt schlecht rüber. Es ist völlig okay, wenn du dich einmal versprichst oder bei einer Frage kurz nachdenken musst.
Höre gut zu und stelle Fragen. Gehe auf das ein, was dein Gegenüber von dir wissen will und überlege dir vorher schon einmal einige Punkte.

Typische Fragen sind:

  • Was sind deine Stärken und Schwächen?
  • Wieso sollten wir dich einstellen?
  • Warum möchtest du bei uns arbeiten?

Auf diese Fragen solltest du vorbereitet sein. Und dann eine Portion Selbstvertrauen mitbringen – immerhin haben sie dich zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Verlasse dich also auf dich selbst und hab keine Scheu. Sei so natürlich, wie möglich. Überzeuge sie mit deinen Stärken. Dann hast du den Job oder das Praktikum bestimmt bald in der Tasche.

 

Titelbild: ©iStock.com/AlexRaths

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