Ersti-ABC: Was du zum Studienbeginn alles wissen musst – Teil II

Teil II: Von I wie Immatrikulation bis Q wie Quarktasche


I wie Immatrikulation

Die Immatrikulation ist die Einschreibung an eine Uni. Sie ist notwendig, damit du dort studieren kannst. Sie ist quasi das Eingangstor in dein Studium. Bereite dich aber schonmal auf etwas Stress vor, denn du stehst da während der Einschreibezeit nicht allein. Erkundige dich daher im Voraus, was du als Nachweis zur Einschreibung alles vorweisen musst (Abizeugnis, Perso, Krankenkassennachweis). Hast du dich erfolgreich im Prüfungsamt immatrikuliert, bekommst du einen Studentenausweis, auf der auch deine Matrikelnummer steht. Der belegt, dass du als Studierender auf der Uni aufgenommen wurdest und nun Lehrveranstaltungen besuchen, Prüfungen ablegen und die Mensa und Bibliothek nutzen kannst.

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J wie Jobs

Ist die Finanzspritze deiner Eltern zu knapp oder reicht das Bafög vorn und hinten nicht, kannst du, wie tausende andere Studenten auch, Geld neben dem Studium dazuverdienen. Ob in einem Café, im Kino, in der Bibliothek deiner Uni (siehe U wie Universitätsbibliothek Teil III) oder als Hiwi (siehe H wie Hiwi Teil I). Achte aber darauf, dass du nicht mehr hinter der Theke stehst oder Kinokarten abreist, als Bücher zu lesen und Seminare zu besuchen. Im ersten Semester ist so ein Studentenjob vielleicht nicht so angebracht, aber hast du dich einmal eingespielt und warten auch keine zehn Klausuren auf dich, schadet es niemanden, nebenbei schon mal eigenes Geld zu verdienen.


K wie Kolloquium und Kommilitone

Kolloquium

Ein Kolloquium kann zum einen eine Versammlung von Wissenschaftlern sein, die in Vorträgen an der Uni zu unterschiedlichsten Themen referieren und diskutieren. Zum anderen versteht man unter einem Kolloquium auch ein Vorbereitungsseminar auf Abschlussprüfungen, in dem alle Prüflinge zusammen mit dem Dozenten relevante Inhalte durchgehen und besprechen.

Kommilitone

Was früher deine Schulfreunde waren, sind jetzt deine Kommilitonen. Und wie damals können sich daraus richtig tolle Freundschaften entwickeln. Ihr geht durch die Hölle der Prüfungszeiten, paukt zusammen die Nächte in der Bib durch und wisst das im Anschluss ordentlich zu feiern. WG-Partys, Grillabende, Unifeten – mit den richtigen Leuten an der Hand wird die Studienzeit auf ewig unvergesslich.


L wie Latinum und Literaturverzeichnis

Latinum

Wer bei Latein als erstes an Asterix und Obelix denkt, wird sich an der Uni ordentlich umschauen. Denn dort ist nämlich die ach so tot gesagte Sprache immer noch gern gesehen und Voraussetzung für viele Studiengänge wie Geschichte oder Medizin. Man kann das Latinum, hat man sich nicht schon in der Schule durch die epochalen Werke großer Herrscher, Denker und Meister vergangener Tage quälen müssen, auch an der Uni nachholen, was aber nicht weniger anstrengend und aufwendig ist.

Literaturverzeichnis

Eine Hausarbeit ohne ein Literaturverzeichnis ist unwissenschaftlich und damit keine Hausarbeit. Da du dir Gedanken zu Themen wie: „Parmenion und Hephaistion – die Hetairen Alexander des Großen im Spannungsfeld seiner Machtpolitik” oder „Subgesellschaften im kontextualen Rahmen der Auseinandersetzung expressionistischer Lyrik” sicher nicht aus dem Ärmel schütteln kannst, musst und sollst du dazu auch relevante Forschungsliteratur lesen. Damit dies nicht den Anschein eines unsachgemäßen Plagiats erweckt (à la Gutenberg und Co.), musst du die verwendete Literatur dann in den Fußnoten sowie im Anhang deiner Arbeit, dem Literaturverzeichnis, angeben.


M wie Master und Mensa

Master

Der Master schließt an den Bachelor an und ist wie dieser ein international anerkannter Titel (Master of Arts, Master of Science). Die Kombination Bachelor/Master ist ungefähr mit einem Diplom gleichzusetzen. Der Masterabschluss ist zwar nicht verpflichtend, ihn an den Bachelor dranzuhängen aber durchaus sinnvoll.

Mensa

Die Mensa ist das Unirestaurant, in dem du vermutlich Stammgast sein wirst. Neben einem günstigen Mittagsangebot, günstig – da vom Staat mitfinanziert, kann man dort auch Zwischensnacks und Getränke erhalten. Ist es bei Kuchen und Cola nicht so schwierig, von Genuss zu sprechen, scheiden sich bei dem täglichen Mittagsangebot die Geister. Die besten Mensen werden jährlich mit dem „Goldenen Tablett” ausgezeichnet. Nur solltest du deine Wahl der Uni nicht nach dem Mensaangebot richten. Für die Mensa erhält man eine Mensakarte oder sie ist mit in dem Studentenausweis integriert, die man an einem Automaten mit Bargeld aufladen kann.


N wie N. N. und N. C.

N. N.

N. N. wird dir bei dem Blick in das Vorlesungsverzeichnis oder im Rahmen von Seminarankündigungen begegnen. N. N. steht für das lateinische „Nomen nominandum”, was so viel heißt wie: „Name ist noch zu nennen”. Sprich, die Veranstaltung ist schon festgelegt, aber nicht, wer sie halten wird.

N. C.

Der N. C. ist die Zulassungsbeschränkung für stark nachgefragte Studienfächer wie z. B. Jura, BWL oder Medizin. Aber nicht jedes Fach ist überall gleichermaßen zulassungsbeschränkt und für Jura gibt es z. B. an manchen Unis gar keinen N. C. Letztlich entscheidet aber bei allen N. C.-Fächern deine Abiturnote. Erhältst du nicht gleich einen der begehrten Plätze, kannst du auch warten. Doch erkundige dich, auf welchem der Plätze du hängen geblieben bist und ob sich das Warten auch wirklich lohnt (siehe ZVS Teil III).


O wie OPAC

Der „Online Public Access Catalogue” („öffentlich zugänglicher Online-Katalog”), kurz OPAC, ist ein online verfügbarer Katalog deiner Universitätsbibliothek. Über ihn kannst du Literatur für deine Hausarbeiten oder Seminarvorbereitungen ausleihen. Kleiner Tipp: Sollte dein Dozent eine Literaturliste ausgeben, du dir die Bücher aber nicht alle kaufen möchtest, musst du schnell sein, sonst sind sie in der Bib alle vergriffen. Viele Dozenten stellen dann aber Semesterapparate in der Bibliothek zusammen, wo dann die entsprechenden Bücher stehen, aber nicht ausleihbar sind. So musst du sie zwar in der Bib lesen, kannst aber immer auf sie zugreifen. Über den OPAC kannst du auch Fernleihen bestellen (siehe F wie Fernleihe Teil I).


P wie Praktikum

Die Semesterferien sollten so früh wie möglich genutzt werden, um entsprechende Praktika zu absolvieren. Denn später auf dem Arbeitsmarkt zählt neben deinem Abschluss vor allem eines: Berufserfahrung. Kaffee muss man vermutlich überall kochen und die Bezahlung ist leider in den meisten Fällen immer noch spärlich, aber dafür zahlt es sich später aus, wenn dein Lebenslauf nicht nach deinem Schul- und Uniabschluss endet.


Q wie Quarktasche

Die gibt es sicher ab und zu in der Mensa, aber vor allem sind sie Dauergäste in Seminaren. Leute, die ihre Wochenend- und Partyerlebnisse nicht bis zum Mittag für sich behalten können und in einer Tour quatschen. Sicher gibt es ab und an mal Sachen, die man einfach loswerden möchte, aber versuche dich nicht dafür bekannt zu machen, mehr in einem Seminar zu sagen, als der Dozent, sofern es nicht zum Inhalt beiträgt.


Teil I unseres Uni-ABCs findest du hier und Teil III hier


Titelbild: ©Ditty_about_summer/shutterstock.com

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