Fan-Fiction: „Was Spielberg und Co. können, kann ich schon lange!”

Folgendes Szenario: Du bist mit Freunden im Kino. Der Film fängt gut an, wird immer spannender und dann: BÄÄÄM. Das Ende. Total unlogisch und komisch. Und schon ärgerst du dich, dass du den Film überhaupt geguckt hast. Oder ein typisches Happy End bei Märchen – so unrealistisch. Als würde die wunderschöne Prinzessin immer den heißen Prinzen abkriegen, während die böse Stiefschwester im Keller schmollt.

Manche Geschichten müssten doch einfach mal umgeschrieben werden. Was wird denn aus der wunderschönen Prinzessin, wenn sie mal 40 Jahre alt ist? Du bist kreativ und spinnst im Kopf die Geschichten weiter? Dann gibt es genau das Richtige für dich.

Fan-Fiction

Das oben beschriebene Szenario kommt anscheinend öfter vor. Deshalb entwickelte sich ein Trend, bei dem Fans eines Schauspielers oder einer Schauspielerin, einer Serie oder eines Buchs angefangen haben, ihre eigenen Geschichten zu schreiben: Das nennt man dann Fan-Fiction. Sie werden kreativ und nutzen die Ursprungsgeschichte als Idee, um dann ihre eigene daraus zu machen. Wann genau Fan-Fiction entstanden ist, ist unklar. Doch das Phänomen zeigte sich bereits in den 1920er Jahren mit den Geschichten über Sherlock Holmes. Diverse Fans schlossen sich zusammen und schrieben weitere Abenteuer des Detektivs.

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Urheberrecht

So kreativ das alles klingt: Die Sache hat einen Haken und der nennt sich „Urheberrecht”. Wenn sich eine Person etwas ausdenkt, darf die Idee nicht einfach verändert oder in ähnlicher Weise nochmal aufgeschrieben und veröffentlicht werden. Die Charaktere in einem Buch oder Film sind ja vom Autor erschaffen worden. Deshalb kann man diese Figur nicht einfach neu beleben und ihr andere Eigenschaften zuschreiben. Fan-Fiction wird deshalb meistens auf nicht kommerziellen Seiten betrieben.

Es gibt allerdings noch eine Abwandlung bzw. Weiterentwicklung von Fan-Fiction. Dort werden nur einzelne Charakterzüge oder typische Aussagen von Filmhelden oder Figuren aus Büchern genommen und in andere Zeitepochen übertragen. Daraus entstehen dann ganz eigene Geschichten, die nur noch entfernt an das Original erinnern. In solchen Fällen gibt es keine Probleme mit dem Urheberrecht und die Werke können sogar verkauft werden.

Beispiele

Es gibt eine eigene Fan-Fiction-Seite über Harry Potter. Viele treue Leser können sich einfach nicht damit abfinden, dass die Geschichte, die eine ganze Generation begleitet hat, nun vorbei sein soll. Also überlegen sie sich, wie das Leben von Harry Potter und seinen Freunden nun aussehen könnte – oder sie füllen unbeschriebene Momente der vorhanden Geschichte mit Leben. Da gibt es bestimmt noch einige Geschehnisse in den Schulferien, die im Buch nicht zu finden sind. Die Fans denken sie sich aus.

Das Ganze kann natürlich auch in die andere Richtung gehen. So wie das Beispiel der Märchengeschichten: Ein paar verbitterte Stiefschwestern schließen sich zusammen und lassen Aschenputtel und Dornröschen alt aussehen. Da kann die Geschichte dann auch mal böse enden.

Doch jetzt ist deine Kreativität gefragt. Hast auch du einen spannenden Film gesehen, dessen Ende du einfach doof findest? Oder wolltest du schon immer, dass Bella nicht mit dem Vampir Edward, sondern mit Jacob zusammenkommt? Dann schreibe uns deine Ideen als Kommentare! Wir sind gespannt …

 

Titelbild: ©iStock.com/yulkapopkova

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