Français oder español? Die Wahl der zweiten Fremdsprache

Fremdsprachen bieten dir tolle Möglichkeiten, zu reisen und Leute kennenzulernen. Deshalb ist die Wahl der zweiten oder sogar dritten Fremdsprache wichtig. Folgende Tipps helfen dir, die richtige Entscheidung zu treffen.

Die Fremdsprache muss zu DIR passen

Keiner kann dir die Entscheidung abnehmen, welche Sprache am besten zu dir passt. Deine Familie oder Freunde können dir Vorschläge geben oder von ihren Erfahrungen berichten, aber letzten Endes musst du es selbst wissen. Du musst schließlich die Grammatik lernen und Vokabeltests über dich ergehen lassen. Wenn dir die ausgewählte Sprache absolut keinen Spaß macht oder dir einfach nicht liegt, wird das schwierig. Viel leichter wird das Lernen, wenn du richtig Lust auf eine Sprache hast, z. B. weil du im letzten Ferienlager jemanden aus Spanien kennengelernt hast – oder weil du schon immer mal nach Paris und dort ein Croissant auf Französisch bestellen wolltest.

Sollte bei dir zu Hause bereits eine Fremdsprache gesprochen werden, weil deine Eltern aus einem anderen Land kommen, kannst du natürlich die entsprechende Sprache, z. B. Russisch, in der Schule wählen. Das kann eine gute Entscheidung sein, vor allem wenn dir Fremdsprachen sonst nicht so liegen oder du bei anderen Fächern einen großen Lernaufwand betreiben musst. Dann hast du zumindest ein Fach, das dir sehr leicht fällt.

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Man kann es aber auch von der anderen Seite sehen. Wenn du eh schon eine Sprache fließend sprichst, könntest du noch eine andere lernen und dann schon mindestens drei Sprachen beherrschen (Deutsch, Russisch und Französisch vielleicht?). Die Entscheidung liegt bei dir – du weißt am besten, ob dich eine weitere Sprache überfordern oder herausfordern würde.

Grammatik und Aussprache

Vokabeln und Grammatik musst du bei allen Sprachen lernen. Doch hier gibt es Unterschiede. Französisch hat z. B. eine komplizierte Grammatik. Du musst auf die Wortendungen achten, die oft nicht mitgesprochen werden.  Dann verändern sich gewisse Satzteile, je nachdem, ob das Substantiv männlich oder weiblich ist.

Beispiel: mon chéri, ma chérie (mein Süßer, meine Süße).

Bei Latein musst du die Vokabeln und die passende Grammatik auch perfekt beherrschen. Denn Latein zählt zu den „toten Sprachen”. Sie wird nicht gesprochen – du übersetzt Texte vom Lateinischen ins Deutsche. Wenn du die Grammatik nicht kannst, kann der Satz auf einmal einen völlig anderen Sinn ergeben. Dann heißt es plötzlich nicht mehr „Julius lief über die Straße, um zum Tempel zu gehen”, sondern „Julius lief auf der Straße, damit der Tempel zu ihm kommt” oder so ähnlich. Ein klarer Vorteil ist aber, dass Latein einen guten Grundstein für viele andere Fremdsprachen bildet. Für einige Studiengänge brauchst du sogar ein Latinum, z. B. für Medizin, Archäologie oder auch Geschichte.

Bei manchen Sprachen ist die Aussprache das Knifflige. Im Russischen z. B. musst du erstmal ein anderes Alphabet lernen und dann wird alles noch einmal anders ausgesprochen. Außerdem wird im Russischen wie auch im Spanischen das „r” gerollt. Das kann nicht jeder. Wenn dir aber eine Sprache sehr am Herzen liegt, solltest du dich davon nicht abschrecken lassen. Mit viel Übung meisterst du eine schwierige Aussprache sicherlich bald.

Lernen für die Zukunft

Wie auch immer du dich entscheidest, beschäftige dich vorher schon einmal mit der Sprache. Wenn du sie erst gewählt hast, musst du da eine ganze Zeit lang durch. Vielleicht kennst du jemanden, der die Sprache spricht, die dich interessiert und dir was dazu sagen kann.

Fremdsprachen sind aber immer eine tolle Möglichkeit, später andere Länder und Kulturen kennenzulernen oder dein Traumstudium zu machen. Deshalb solltest du die Chance, sie schon in der Schule zu lernen, unbedingt nutzen. Es wird sich für dich lohnen.



Titelbild: ©iStock.com/retrorocket

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