Schluss mit roten Köpfen an der Kasse: einhorn condoms – sexy, safe und fair

Kondome kaufen ‒ für dich gibt es angenehmere Momente im Leben? Dabei sind Kondome so wichtig und bieten den besten Schutz bei der schönsten Nebensache der Welt. Wir haben einen der Gründer, Waldemar Zeiler, von einhorn condoms zu einem Interview getroffen, der gemeinsam mit seinem Geschäftspartner, Philip Siefer, großes mit dem kleinen Gummi vorhat.

Warum Kondome?

Waldemar Zeiler: „Das ist eigentlich eine ganz witzige Geschichte. Philip stand im letzten Jahr im Supermarkt und wollte sich Kondome kaufen. Er war total frustriert, dass die irgendwo zwischen Tampons, Windeln und Schwangerschaftstests angesiedelt waren. Wir haben dann einfach mal gegoogelt, woraus Kondome überhaupt bestehen und wussten dann, dass es sich um ein hundertprozentiges Naturprodukt handelt, das aus Naturkautschuk gewonnen wird. Man denkt an Latex, was schon so chemisch klingt und glaubt, dass es nichts mit Natur zu tun hat. Bisher hat es wenig interessiert, woher das Latex kommt. Wichtig war immer nur Qualität und Preis.“

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Wie werden Kondome hergestellt?

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Auf der Plantage ©einhorn condoms

Waldemar Zeiler: „Die für die Kondomherstellung benötigte Latexmilch wird aus der Rinde von Kautschukbäumen gewonnen, die ganz vorsichtig angeritzt werden, um den Baum nicht zu verletzen. Die Milch tropft dann ganz langsam in kleine Behälter, die Stunden später wieder eingesammelt werden. Kautschukmilch ist vergleichbar mit Kuhmilch, die auch sehr schnell schlecht werden kann. In kurzen Arbeitsschritten wird die gewonnene Milch zügig verarbeitet.

Ähnlich wie bei der Pasteurisierung von Kuhmilch geht es hier darum, eine andere Dichte bzw. Konsistenz zu gewinnen. Die qualitativ hochwertigsten Erzeugnisse werden dann der Kondomherstellung zugeführt, da hier die Qualität besonders wichtig ist. Der nächste Schritt erfolgt in einer Art ‚Kondomtauchanlage‛, in die lange Glaskolben eingetaucht und durch die Milch durchgezogen werden.“

Was genau wollt ihr anders machen?

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©einhorn condoms

Waldemar Zeiler: „Für uns verhält es sich bei Kondomen ähnlich wie beim Palmöl: Wir wollen nicht, dass auch hier Massen an Wäldern abgeholzt werden, um Monokulturen von Kautschukbäumen anzupflanzen. Wir sind gegen den Einsatz giftiger Pestizide, die das Grundwasser verunreinigen. Wir wollen, das diejenigen, die den Kautschuk anbauen, auch gerecht dafür entlohnt werden.


Wir können natürlich nicht die Welt bzw. die Kondomindustrie von Anfang an retten, sondern werden und müssen Schritt für Schritt voranschreiten. Wir haben vor, das erste faire und nachhaltige Kondom zu entwickeln. Es wird aber seine Zeit brauchen.“

Mit 50 Prozent der Einnahmen durch einhorn condoms wollt ihr gemeinnützige Projekte unterstützen und antreiben. Was habt ihr da genau geplant?

Waldemar Zeiler: „Die Kautschukbauern haben in der Wertschöpfungskette mit den größten Anteil der Arbeit, werden aber relativ schlecht bezahlt. Da wollen wir ansetzen und deren Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern und auch helfen, Bildungsprojekte und ähnliches voranzubringen.

Auf Seiten der Natur steht natürlich der Nachhaltigkeitsaspekt vorne an: Wie kann man dort nachhaltiger wirtschaften in Bezug auf Wälder, Wasser usw., damit man auch von der Pflanzenwelt länger etwas hat als diese eine Anbauperiode für Kautschuk.“

Auch beim Thema Sexualaufklärung seht ihr einigen Nachholbedarf. Was stört euch und was wollt ihr dahingehend ändern?

Waldemar Zeiler: „Als wir bei den Jugendlichen direkt nachgefragt haben, wurde deutlich, dass der erste Kontakt mit Sexualität heutzutage über Pornos zustande kommt, in denen meist auch keine Kondome verwendet werden. Was viele nicht wissen, ist, dass die Californische Pornolobby das Gesetz zur Kondompflicht in Pornos gekippt hat, worüber dann ein ganz verzerrtes Sexualbild dargestellt wird: Ohne Kondome und damit ohne Schutz Sex zu haben. Genau da wollen wir ansetzen, z. B. indem wir Banner auf entsprechenden Seiten schalten wollen, denn genau dort sollte Kondomwerbung laufen. Es trägt zwar keiner Kondome in den Pornos, aber eben das ist nicht normal.

Eine andere Aktion die wir planen ist, eine Hotline einzurichten, an die sich Jugendliche anonym wenden können – ähnlich wie Dr. Sommer früher. Dort können sie Fragen stellen wie z. B. ‚Was mache ich, wenn das Kondom gerissen ist?‛, ‚Warum sitzt es schlecht?‛, ‚Was gibt es für Unterschiede?‛“

Das Einhorn ist euer Markenzeichen und „make magic happen” euer Motto. Was steckt hinter dieser Symbolik?

Waldemar Zeiler: „Zum einen ist es ja bei Einhörnern so, dass keiner wirklich glaubt, dass es sie gibt. Und keiner glaubt wirklich daran, dass man ein faires und nachhaltiges Unternehmen aufbauen kann, dass auch profitabel ist. Wir haben uns einhorn genannt, um das Unmögliche möglich zu machen. Und zum anderen brauchten wir natürlich ein Logo, das sowohl Frauen als auch Männer anspricht.“

Warum legt Ihr so viel Wert auf tolles Design und ausgefallene Verpackung?

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Kondome in schick designten Chipstüten ©einhorn condoms

Waldemar Zeiler: „Jeder kennt diese Situation: Man geht in den Supermarkt, kauft sich Kondome, steht am Band und denkt sich: ‚Scheiße, allein die Kondome da liegen zu lassen, ist irgendwie peinlich.‛ Dann kommt es ganz typisch zum Alibikauf. D. h., man kauft noch eine Zeitung oder Chips, damit es nicht so auffällt. Da dachten wir uns: Wenn man zum Kondomkauf Chips braucht, packen wir die Kondome gleich in eine Chipstüte und machen ein Designprodukt daraus.

Viele Berliner Designer arbeiten mit uns zusammen, die da ganz spielerisch rangehen. Es soll dann überhaupt nicht peinlich sein, einhorn-Chipstüten in der Wohnung liegen zu haben. Kondome sind dann lustig und cool und ich kann es meinen Freunden zeigen, ohne dass es peinlich ist.“


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©einhorn condoms

Noch bis 5. März kann man einhorn auf www.startnext.com/einhorn unterstützen.

Hier geht es zu der Website von einhorn condoms.




Titelbild und Fotos: ©einhorn condoms

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