So motivierst du andere zum Lernen

Ihr sollt in der Gruppe ein Referat halten, aber die anderen ziehen nicht mit? Oder du möchtest einem Mitschüler Nachhilfe geben? So wirst du zum Motivationscoach.

Lernen in Gruppen

Die Klasse wurde von der Lehrerin bzw. dem Lehrer in Gruppen aufgeteilt. Ihr sollt zusammen ein Thema bearbeiten und zur nächsten Stunden eure Ergebnisse präsentieren. Aber irgendwie hast du das Gefühl, alles alleine machen zu müssen: Die anderen interessieren sich nicht für den Stoff oder scheinen abgelenkt. Jetzt kannst du die Tricks von Motivationscoaches oder Sporttrainerinnen und -trainern anwenden, um deine Gruppe zu motivieren. Gemeinsam schafft ihr die Aufgabe schneller, leichter und könnt dabei noch Spaß haben.

Kläre die wichtigsten Fragen!

Zuerst solltet ihr euch einen Überblick über das Thema verschaffen. Was sind die Anforderungen für eure Präsentation? Was sollte unbedingt enthalten sein? Bis wann müsst ihr fertig sein? Danach solltet ihr darüber sprechen, was sich jeder von dieser Aufgabe wünscht und wie ihr das erreichen könnt (z. B. eine gute Note, die Schüchternheit überwinden und frei sprechen oder das Thema verstehen). Damit hat jeder sein individuelles Ziel vor Augen und eine innere Motivation.

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Macht euch einen Plan, bei dem jeder und jede einen Teil übernimmt. Die Bereiche sollten klar voneinander abgegrenzt und schaffbar sein. Steckt euch einen Zeitrahmen ab, bis wann der nächste Schritt erreicht sein sollte, an dem ihr euch wieder zusammensetzt.

Stecke die anderen mit deinem Interesse an!

Dir fällt das Thema leichter als deinen Mitschülerinnen und Mitschülern. Nutze also deinen Enthusiasmus, um die anderen mitzureißen. Erkläre ihnen die Problemstellung in deinen Worten oder finde Beispiele und Eselsbrücken, die dir helfen, das Thema zu verstehen. Deine Freude am Fach ist ansteckend und steigert die Motivation der anderen.

Lobe und zeige Anerkennung!

Auch wenn dir der Zugang zum Thema leichterfällt, solltest du die Bemühungen der anderen anerkennen. Du trittst ihnen mit Respekt gegenüber und weißt ihren Einsatz zu schätzen. Lobe diejenigen, die sich angestrengt haben, anstatt die zu kritisieren, die ihren Teil vielleicht nicht ausreichend erledigt haben. Positive Anregungen machen glücklich und motivieren, sich beim nächsten Mal wieder anzustrengen. Kritik kann zu einer Blockade führen. Zeige Verständnis und gib eine Anregung, wie es besser gelingen kann.

Lernen zu zweit

Wenn du einem Mitschüler oder einer Mitschülerin Nachhilfe geben möchtest, helfen die oben erwähnten Tipps ebenfalls. Es gibt weitere Aspekte, die du beim Lernen in Zweiergruppen beachten solltest.

Habe ein offenes Ohr!

Du merkst, dass die andere Person abgelenkt ist oder niedergeschlagen wirkt? Nimm dir die Zeit und frage nach, ob alles in Ordnung ist. Manchmal hilft es mehr, aktuelle Probleme aus dem Weg zu räumen, als alle Aufgaben gelöst zu haben. So kann sich dein Mitschüler bzw. deine Mitschülerin öffnen, ihre Probleme äußern und vielleicht sogar von alleine auf eine Lösung kommen. Das klingt simpel, ist aber effektiv und motivierend. Nach einiger Zeit könnt ihr euch dann wieder dem Lernstoff widmen.

Kläre über den Sinn auf!

Die klassische Frage zu fast jedem Thema der Schule ist: „Wofür brauche ich das denn?“ Hier solltest du weiterhelfen und erklären, wie das Thema mit anderen Themengebieten des Unterrichts zusammenhängt und anhand welcher Beispiele es auch für dich logisch wird. So kannst du einen Sinn stiften, der zum Weiterlernen motiviert.

Fehler sind nichts Schlechtes!

Dein Lernpartner oder deine Lernpartnerin macht immer wieder den gleichen Fehler und verzweifelt allmählich daran? Vermittele ihr bzw. ihm, dass Fehler nicht heißen, dass man zu doof ist. Es zeigt nur, dass das Thema nicht richtig verstanden wurde. Nimm dir die Zeit und teile die Aufgabe in Einzelschritte auf. Gehe diese gemeinsam mit deinem Mitschüler bzw. deiner Mitschülerin durch und lass dir den Lösungsweg erklären. So merkst du schnell, woran es hakt.

Wechselt euch mit dem Abfragen ab!

Wenn die Zeit dafür da ist, lass dich auch von deinem Gegenüber für dein Lernthema abfragen. Erkläre dann möglichst einfach deinen Lösungsweg, sodass der bzw. die andere ihn nachvollziehen kann. Solltest du auch mal einen Fehler machen, ist das nicht peinlich. Es motiviert deinen Mitschüler bzw. deine Mitschülerin, zu sehen, wie du mit Fehlern umgehst, ihn analysierst und selbstständig auf die Lösung kommst. Wenn du auch beim Fehlermachen ein Vorbild bist, wirst du andere überzeugen, an einem Problem dranzubleiben, bis es gelöst ist.

Hast du noch weitere Tipps, mit denen man andere zum Lernen motiviert? Schreibe uns gerne einen Kommentar.

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Titelbild: © Pressmaster/shutterstock.com

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