Soziale Netzwerke: Macht Facebook traurig?

Macht es dich manchmal traurig, wenn du die Facebook-Profile von anderen Leuten siehst? Denkst du dann, dass alle anderen ein viel spannenderes Leben führen als du selbst? Ja? Dafür gibt es eine Erklärung.

Schlechte Laune durch soziale Netzwerke?

Alexander Jordan, ein Wissenschaftler der Stanford University, machte einen Versuch. Dabei stellte er fest, dass sich alle Versuchsteilnehmer schlechter fühlten, nachdem sie sich die Profile anderer Menschen angesehen hatten. Sie waren davon überzeugt, dass die anderen Menschen ein perfektes Leben führen. Dafür gibt es eine einfache Erklärung.

Das glückliche Leben in den sozialen Medien

Auf Facebook aber auch in anderen sozialen Netzwerken präsentieren wir nur Fotos von uns, die anderen gefallen könnten. Auf den Fotos sehen wir glücklich aus. Oder hast du schon einmal ein Foto veröffentlicht, auf dem du weinst? Wir schreiben, was wir Tolles erlebt haben und was uns Lustiges passiert ist. Außerdem „liken“ wir alles, was uns gefällt. In den seltensten Fällen schreiben wir, was uns ärgert, was uns traurig macht oder was nicht so gut gelaufen ist. Wir führen in den sozialen Netzwerken ein glückliches Leben ‒ denn wir verschweigen Tränen, Streit mit der besten Freundin oder dem besten Freund und die schlechte Note in der Politikarbeit.

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Das Leben der anderen

Sobald wir auf den Profilen anderer sind, sehen wir also nur, wie glücklich diese sind. Wir fangen an, uns mit ihnen zu vergleichen: Hat er oder sie mehr Freunde als ich? Wie viel Likes bekommt er oder sie für einen Post?
Eigentlich wissen wir von uns selbst, dass es Zeiten gibt, in denen nicht alles toll läuft. Trotzdem denken wir aufgrund der tollen Profile, dass die anderen immer cool drauf und glücklich sind. Aber jeder durchläuft Phasen, in denen es ihm nicht so gut geht. Wir bekommen es bei anderen nur nicht mit.

Die anderen sind immer glücklicher als man selbst

Dass wir denken, dass andere immer glücklicher sind, ist keine neue Erkenntnis. Schon der Philosoph Montesquieu wusste im 18. Jahrhundert: „Wollen wir einfach nur glücklich sein, dann wäre das ja einfach; aber wir möchten glücklicher als andere sein und das ist sehr schwer, da wir im Glauben sind, dass die anderen glücklicher sind als wir.“

Machen soziale Netzwerke also wirklich traurig?

Facebook oder andere Netzwerke an sich machen erst einmal nicht traurig. Aber wir tendieren dazu, unser Leben mit dem der anderen zu vergleichen. Soziale Netzwerke unterstützen diese Einstellung zusätzlich. Da das Leben der anderen immer so toll aussieht, denken wir, dass wir es nicht sind. Vergleichen macht also immer unglücklich ‒ unabhängig von sozialen Netzwerken. Vielleicht müssen wir uns einfach ab und zu ein bisschen mehr auf unser eigenes Leben konzentrieren.


Titelbid: Dean Drobot © shutterstock.com

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