Bio: Was ist Mitose? – So erklären Sie’s ganz einfach

Im Biounterricht der Mittelstufe geht es in der Genetik um die Zellteilung. So können Sie den Vorgang der Teilung von Zellen sicher und verständlich erklären.

Was ist Mitose?

Die Mitose oder Zellteilung beschreibt den Vorgang der Vermehrung von befruchteten Zellen. Dadurch entstehen neue vielzellige Organismen, z. B. Menschen, Tiere und Pflanzen. Die Mitose wird anhand des Zustands der Chromosome in unterschiedliche Phasen unterteilt: Interphase, Prophase, Metaphase, Anaphase und Telophase. Chromosome enthalten die Erbinformationen eines Organismus, die DNA.

Um zu verstehen, wie die Zellteilung abläuft, ist es wichtig, sich diese verschiedenen Phasen der Mitose genauer anzuschauen:

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Was geschieht in der Interphase?

Der Zeitraum zwischen zwei Zellteilungen wird Interphase genannt. Hier werden die Chromatiden der Chromosomen verdoppelt, sodass Chromosomen mit zwei Chromatiden, die Zwei-Chromatiden-Chromosomen, vorliegen. Durch die Verdoppelung der Chromatiden trägt jedes Chromosom nun eine Kopie von sich selbst. Dann beginnt die eigentliche Mitose, die Teilung des Zellkerns.

Was geschieht in der Prophase?

In der Prophase ziehen sich die Chromosomen zusammen. So haben sie eine kompakte Form und können leichter transportiert werden. An den Zellpolen bildet sich der Spindelapparat aus. Die Kernhülle löst sich am Ende der Prophase auf.

Was geschieht in der Metaphase?

Während der Metaphase sind die Chromosomen maximal verkürzt und besitzen die X-Form, die man mit ihnen assoziiert.
Die Chromosomen rücken dann in die Mitte zwischen die beiden Pole der Zelle. Dieser Bereich wird als Äquatorialebene oder Äquatorialplatte bezeichnet. Die Spindelfasern des Spindelapparats haften sich von beiden Seiten an das Centromer, das Molekül in der Mitte des Chromosoms. Dadurch verbindet sich das eine Chromatid mit dem Spindelapparat an einem Pol der Zelle und das andere Chromatid verbindet sich gleichermaßen mit dem Spindelapparat am anderen Pol der Zelle.


Mitose_Zellteilung_erklaren

Schauen Sie sich das passende Erklärvideo gemeinsam mit Ihrem Kind an! Hier werden alle Schritte der Mitose noch einmal anschaulich erklärt. Mithilfe der interaktiven Übung kann Ihr Kind anschließend sein Verständnis überprüfen.

Was geschieht in der Anaphase?

Die Trennung der beiden Schwesterchromatiden, also der identischen Kopie und des „Originals“, erfolgt in der Anaphase. Die Spindelfasern verkürzen sich. Dadurch ziehen sie die Chromosomen mit dem Centromer voran zu den Zellpolen. Jede Seite der Zelle besitzt nun einen Satz an Ein-Chromatid-Chromosomen. Die Spindelfasern werden abgebaut.

Was geschieht in der Telophase?

Die Chromatiden entschrauben sich in der Telophase wieder. Die Spindelfasern lösen sich vollständig auf. Es entstehen neue Kernhüllen. Beide Zellkerne enthalten nun Ein-Chromatid-Chromosomen, aber trotzdem den vollständigen Chromosomensatz.

Nach der Mitose folgt die Cytokinese

Die eigentliche Teilung der Zelle in zwei Tochterzellen durch eine Zellmembran erfolgt erst während der Cytokinese. Währenddessen werden die Zellorganellen, also die Bestandteile der Zellen, z. B. Mitochondrien und Chloroplasten, auf die Tochterzellen aufgeteilt. Diese vermehren sich aber unabhängig von der Kernteilung.

Es schließt sich wieder eine Interphase an, in der die Chromatiden verdoppelt werden. Den Zeitraum vom Beginn einer Mitose bis zum Beginn der folgenden Mitose bezeichnet man als Zellzyklus.

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Titelbild: © sofatutor.com

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