3 Tipps, was Kinder zum Mitmachen motiviert

Dass Drohen, Betteln und Schreien nicht weiterhelfen, ist bekannt. Trotzdem erwischt man sich als Elternteil in der Verzweiflung mal dabei. 3 Tipps, wie Ihr Kind tut, was es soll.

Innerhalb einer Familie spielen sich viele Rituale ab: Zubettgehzeiten, Frühstücken, das Tischdecken beim gemeinsamen Abendessen, Hilfe im Haushalt anbieten usw. Eltern und Kinder haben von den richtigen Abläufen jeweils ihre eigene Vorstellungen. Um sich zu verständigen, ist eine klare und positive Kommunikation notwendig.

1. Beschreiben statt befehlen

Wenn Sie als Eltern möchten, dass Ihr Kind den Geschirrspüler ausräumt oder selbstständig die Schuhe aus dem Flur wegräumt, sollten Sie es so genau wie möglich beschreiben. Befehle sorgen hingegen für Frust und Resignation. Achten Sie darauf, dass Ihre Gefühle in der Situation nicht negativ Ihrem Kind gegenüber sind. Wichtig ist außerdem, dass sie vorab mit Ihrem Kind besprochen haben, dass diese Aufgaben bei ihm oder ihr liegen.

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Beim Geschirrspüler könnten sie anstatt:

„Der räumt sich nicht von alleine aus.“

sagen:

„Das saubere Geschirr ist noch im Geschirrspüler.“

Und für die Schuhe im Flur versuchen Sie es anstatt mit:

„Oh, da sind wohl jemandem die Schuhe von den Füßen gefallen!“

beim nächsten Mal mit:

„Christoph, deine Schuhe stehen im Flur.“

Dabei werden Sich nicht wertend oder beleidigend, sondern beschreiben das Problem. So hat Ihr Kind die Gelegenheit, das Problem zu reflektieren und selbst aktiv zu werden. Vermeiden Sie es auch unbedingt, die Tätigkeit selbst zu übernehmen. Damit lassen Sie Ihr Kind hilflos und frustriert zurück.

2. Selbst entscheiden lassen statt bestimmen

Klar, soll Ihr Kind die Hausaufgaben machen und den Teller nach dem Essen abräumen. Aber es ist besser, wenn Ihr Kind sich dazu selbst entscheidet.

Anstatt zu sagen:

„Du hast ja immer noch nicht mit Mathe angefangen! Mach das jetzt, sonst dauert es wieder ewig!“,

probieren Sie es mit:

„Es ist ganz sicher eine Herausforderung, mit den Hausaufgaben für Mathe zu beginnen. Möchtest du mehr Zeit zum Nachdenken haben oder mit mir darüber sprechen?“

Für das Abräumen des Geschirrs vom Esstisch könnten Sie anstelle von:

„Wenn du dein Geschirr nicht wegräumst, darfst du nicht mehr mit uns essen!“

so reagieren:

„Das Geschirr abzuräumen, ist anscheinend nicht deine Lieblingsaufgabe. Möchtest du stattdessen eine andere Aufgabe übernehmen, z. B. den Tisch hinterher abwischen?“

Damit geben Sie Ihrem Kind die Wahlmöglichkeit, ohne es zu bedrängen. Und Sie kommen der Sache auf den Grund, warum sich Ihr Kind vor der Aufgabe sträubt.

3. Der Ton macht die Musik!

Die netteste Aussage kann falsch rüberkommen, wenn sie mit einem schnippischen, enttäuschten oder beleidigenden Tonfall ausgesprochen wird. Achten Sie daher auch auf die Art, wie Sie Ihre Wünsche äußern.

Sie können alternativ versuchen, Ihr Kind durch ein Rollenspiel zum Mitmachen zu motivieren. Selbst bei älteren Kindern kann es noch klappen, mit verstellter Stimme zu sprechen, um z. B. einen Außerirdischen nachzuahmen, der nicht versteht, wieso das Kinderzimmer voller schmutziger Wäsche ist. Er kann so nirgendwo mit dem Raumschiff landen. Dabei sollten Sie Ihre Rolle nach Ihrem oder dem Interesse Ihres Kindes auswählen, da es sonst nicht authentisch ist. Auch in der lustigen Rolle ist es wichtig, dass Sie eine respektvolle Sprache Ihrem Kind gegenüber wählen und nicht in Sarkasmus verfallen.

Fazit: Wenn Eltern es auf eine positive und verständnisvolle Art schaffen, ihre Wünsche klar zum Ausdruck zu bringen und die Gefühle ihres Kindes zu achten, wird sich das Kind im Gegenzug leichter dazu motivieren lassen, zu Hause mitzuhelfen.

Titelbild: © Roman Samborskyi/shutterstock.com

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