Mein Kind will nicht lesen lernen!“ – 8 Tipps für mehr Lesefreude

Wer liest, entdeckt neue Welten. Umso wichtiger ist es für Ihr Grundschulkind, dass es früh mit Freude lesen lernt. Wir erklären warum und bieten acht Inspirationen für den gemeinsamen Lesespaß.

Warum ist das Lesen wichtig? – Schauen Sie sich dieses Video mit Ihrem Kind an!

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Fast jedes fünfte Kind im Alter von zehn Jahren kann in Deutschland nicht richtig lesen. Dabei bestimmt häufig auch das Familienhaus, wie gut die Leseleistung ist: Je mehr Bücher eine Familie besitzt, desto leichter fällt es einem Kind, richtig zu lesen. 68 Prozent der deutschen Haushalte geben in der Vorlesestudie 2020 an, dass sie maximal zehn Bücher für ihr Kind besitzen. Leider schafft es die Schule nicht, diese Ungleichheit aufzufangen. Eltern sind also umso gefragter, wenn es um die Begeisterung für das Lesen bei ihren Kindern geht.

Warum ist wichtig für mein Kind, das Lesen zu lernen?

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©Skolova/shutterstock

Es stellt eine wichtige Kindheitserfahrungen dar, das Lesen zu erlernen und es sicher anzuwenden. Ihr Kind nimmt einen Großteil des Wissens durch das Lesen auf. Lesen, Schreiben und Rechnen gelten als die drei Grundvoraussetzungen für Bildung. Daher wird die Lesekompetenz auch regelmäßig in der Vergleichsstudie PISA erfasst. Umso wichtiger ist es, dass Ihr Kind das Lesen frühzeitig als etwas Natürliches empfindet und sich selbstständig zum Lesen motivieren kann, weil es mehr erfahren möchte.

Die Familie ist ein fundamentaler Ort für die Selbstwahrnehmung Ihres Kindes: Wenn Sie in den unteren Klassen der Grundschule täglich das Lesen mit Ihrem Kind üben und regelmäßig selbst vorlesen, prägen Sie das Leseverhalten Ihres Kindes entscheidend. Durch Ihren Umgang mit dem Medium Buch bzw. mit dem Lesen zeigen Sie Ihrem Kind, wie wichtig  das Lesen ist und wecken dadurch die Neugier Ihres Kindes auf das Lesen.

Wie kann mein Kind das Lesen lernen? – in 4 Schritten

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©Ann in the uk/shutterstock

Einige Kinder lernen bereits vor dem Schuleintritt das Lesen, andere können dem Ganzen zunächst nichts abgewinnen. So oder so gibt es logische Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die Ihnen als Eltern helfen können, die Lesekompetenz Ihres Kindes zu fördern und es beim Lesenlernen zu unterstützen.

Schritt 1: Laute lernen

Der erste Schritt auf dem Weg zum Lesenlernen ist das Kennenlernen der Laute: Anlaute, Selbstlaute, Mitlaute und Umlaute. Ihr Kind lernt auf diese Weise, dass wir Buchstaben nutzen, um Laute, die ausgesprochen oder gehört werden, zu verschriftlichen. Am besten 

Art des Lauts Erklärung Beispiel
Laut alle gesprochenen Buchstaben s=„es“
Anlaut der erste Laut eines Wortes das „F“ von „Fahrrad“, das „Au“ von „Auto“
Selbstlaut (Vokal) klingt allein, wird „König“ genannt a, e, i, o, u
Umlaut gehört zu Selbstlauten, kombiniert zwei Vokale miteinander, wird ebenfalls „König“ genannt ä, ö, ü
Mitlaut (Konsonant) braucht weiteren Laut, damit man ihn hört. Der Buchstabe selbst klingt nicht. Er klingt mit einem anderen Buchstaben mit, z. B. m=„em“, p=„pe“, k=„ka“ z. B. b, c, d, f, g
doppelter Mitlaut verkürzt den Selbstlaut, der davor steht, steht nur in der Mitte oder am Ende eines Wortes z. B. b, c, d, f, g
Doppellaut / Zwielaut (Diphthong) zwei gleiche oder verschiedene Vokale in einem Wort z. B. See, Bäume, Geige, Mais

3 Übungen, um Laute lesen zu lernen

  • Zählen Sie mit Ihrem Kind die Laute in einem Wort. 
  • Suchen Sie gemeinsam Wörter, die mit einem bestimmten Laut beginnen. 
  • Ihr Kind zeigt: Mit welchem Buchstaben verschriftlichen wir welche Laute?

Schritt 2: Buchstaben lesen lernen

Im zweiten Schritt lernt Ihr Kind, die Buchstaben einzeln zu erkennen und zu lesen. Beginnen Sie mit den Vokalen. Geben Sie Ihrem Kind beim Lernen der Buchstaben Zeit, damit es durch die vielen ähnlich aussehenden Symbole nicht überfordert wird. Nehmen Sie sich einen Buchstaben nach dem anderen vor und üben Sie gemeinsam jedes Mal nur einen Buchstaben mit Ihrem Kind.

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3 Übungen, um Buchstaben lesen zu lernen

  • Malen Sie mit Ihrem Kind eigene Buchstabenkarten, auf die jeweils ein Beispielbild gemalt wird.
  • Ihr Kind schreibt oder zeigt: den eigenen Namen, den Namen der Geschwister, Mama, Papa, Oma und Opa.
  • Suchen Sie Beispiele für Wörter, die mit dem gleichen Buchstaben beginnen.

Schritt 3: Silben lesen lernen

Als nächstes lernt Ihr Kind, die einzelnen Buchstaben zu verbinden. Nachdem es die Diphthonge, z. B. „au“, „ei“ oder „eu“ kennengelernt hat, und so mehrerer Vokale zusammenziehen kann, sollte es mit den Konsonanten, z. B. „st“, „sp“ oder „pf“ fortsetzen. Danach folgen geschlossene Silben, z. B. „am“, „um“ oder „un“ und schließlich offene Silben, also „lo“, „ma“ oder „ta“. Beherrscht Ihr Kind das Silbenlesen, können kleine Wörter gelesen werden, z. B. „Mama“, „Banane“, „Lama“, oder „lila“.

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Silbenform Beispiel
einsilbig Baum, Haus, Maus
zweisilbig lau-fen, Ka-tze, Lei-ter
dreisilbig To-ma-te, Haus-ein-gang

3 Übungen, um Silben lesen zu lernen

  • Ihr Kind liest mit dem Finger mit und liest Silben vor, die es erkennt.
  • Legen Sie kurze Wörter aus einzelnen Silbenkarten und lassen Sie Ihr Kind diese laut lesen.
  • Lassen Sie Ihr Kind die Silben im nächsten Schritt selbst zu Wörtern zusammenlegen.

Schritt 4: Wörter und Sätze lesen lernen

Im vierten Schritt kann Ihr Kind die gelernten Silben in Wörter überführen. Oft übt es das Lesen an Wörtern, die es bereits kennt, z. B. Lebensmittel wie „Apfel“, „Milch“ oder „Butter“ oder Tiere, wie „Maus“, „Bär“ oder „Katze“. Wenn Ihr Kind dann mehrere Wörter flüssig nacheinander lesen kann, sollte es kleine Füllwörter für Sätze lernen, z. B. „und“, „oder“, „aber“ oder auch „ich“.

Sätze-lesen-lernen-Videovorschau

3 Übungen, um Sätze lesen zu lernen

  • Schreiben Sie einzelne Sätze, die eine kleine Geschichte über Ihr Kind erzählen.
  • Schreiben Sie Ihrem Kind einen Brief und lassen Sie es diesen vorlesen.
  • Schreiben Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen Brief an Verwandte. Sie überlegen gemeinsam das Thema und schreiben, was Ihrem Kind einfällt. So lernt es, dass mehrere Sätze in einem Text einen Sinnzusammenhang haben.

Wie lange dauert es, lesen zu lernen? – Die 4 Lesestufen

Lesestufen
©dakinya/shutterstock

Damit Sie als Eltern einschätzen können, wie gut es schon mit dem Lesenlernen für Ihr Kind klappt, können Sie sich am besten an den vier Lesestufen orientieren. Da das Lerntempo für jedes Kind individuell ist, helfen diese Stufen eher, das Erreichte einzuordnen als genaue Zeiträume vorzugeben.

Lesestufe 1: Das Hörverständnis

Mit etwa 5 Jahren: Schon im Kindergarten- und Vorschulalter beginnen Kinder, erste Kenntnisse für das spätere Lesenlernen zu sammeln. Besonders sollte in dieser Zeit das Hörverständnis trainiert werden, denn die Kinder fangen an, den Zusammenhang zwischen Buchstaben und Lauten zu erkennen. Auch beschäftigen sie sich damit, was Schrift ist und wozu sie zu gebrauchen ist.

Das heißt, umso mehr das gemeinsame Lesen und Vorlesen in den Alltag Ihres Kindes eingebettet wird, desto motivierter ist Ihr Kind, selbst lesen zu lernen – und das fördert den Lernprozess enorm.

Wichtig ist es also, dem Kind in dieser Phase viel vorzulesen. Dabei sollte Ihr Kind mit in das Buch schauen dürfen, um die Bilder zu dem Text aber auch den Text selbst sehen zu können. Auch das Sprechen von Reimen oder das Klatschen von Silben fördert die Vorkenntnisse für das Lesenlernen.

Lesen Sie Ihrem Kind Bücher vor, die viele bunte Bilder, aber auch eine große Schrift enthalten. Damit gewöhnt sich Ihr Kind bereits an die Buchstaben und ihr Aussehen und ist motiviert, auch einmal selber zu lesen.

Lesestufe 2: Die ersten Buchstaben

Mit etwa 6 Jahren: In der ersten Klasse lernt Ihr Kind die ersten Buchstaben kennen und fängt langsam an, Buchstabe für Buchstabe Wörter zusammenzusetzen.

Im Laufe dieser Phase lernt Ihr Kind darüber hinaus drei unterschiedliche Lese-Techniken kennen, die es später parallel anwenden kann. Die erste Technik wird die phonologische Strategie genannt. Damit ist das Lesen der einzelnen Buchstaben gemeint. Die zweite Technik ist die lexikalische Strategie. Hier erkennt das Kind ganze Wörter, da diese bereits im Gedächtnis gespeichert wurden, und weiß um ihre Bedeutung. Darüber hinaus orientiert sich das Kind an dem Umfeld des Textes, wie zum Beispiel Bilder, um den Sinn des Textes zu erfassen. Das ist die kontextorientierte Strategie.

In dieser Phase sollten die Bücher somit sehr große Buchstaben, einfache Wörter und kurze einfache Sätze aufweisen. Außerdem sollte die Sinnstiftung durch viele Bilder im Text unterstützt werden.

Lesestufe 3: Das flüssige Lesen

Ab etwa 7 Jahren: Ihr Kind vertieft das Lesen. Damit es immer sicherer wird, das Lesen flüssiger und das Lesetempo höher wird, muss in dieser Zeit viel geübt werden.

Damit Ihr Kind auch Lust hat zu üben, ist es in dieser Phase wichtig, dass es alles lesen darf, was seine Neugier und sein Interesse weckt. Gehen Sie mit Ihrem Kind in den Buchladen und lassen Sie es in der Kinderecke stöbern. Auch ein Besuch in der Bibliothek kann Aufschluss über das Interesse Ihres Kindes geben. Achten Sie jedoch darauf, dass die Texte nicht zu schwer für Ihr Kind sind, denn eine Überforderung könnte die Leselust dämmen.

Der Text sollte in kurze Textabschnitte eingeteilt sein und eine große Schrift aufweisen. Bilder sollten das Textverständnis unterstützen.

Lesestufe 4: Das Textverständnis

Ab etwa 8 Jahren: Auf dieser Stufe fängt Ihr Kind an, wichtige und unwichtige Textinhalte zu trennen. Es entwickelt bewusst eine Strategie, um einen Text in seiner Gesamtheit zu erfassen, sinnvoll zu gliedern und auch in eigenen Worten zusammenzufassen. In dieser Phase kann das Textverständnis besonders durch Quizfragen zum Text geübt werden und natürlich weiterhin mit lesen, lesen, lesen.

Die gelesenen Texte sollten weiterhin einen einfachen Satzbau aufweisen. Die Schriftgröße bleibt weiterhin deutlich, aber die Buchstaben dürfen schon etwas enger gerückt sein. Die Bücher dürfen schon ein etwas erhöhtes Textniveau und einen größeren Textanteil haben. Ein paar Bilder sind aber weiterhin hilfreich.

Welche Apps oder Bücher sind besonders gut zum Lesenlernen?

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©Subbotina Anna/shutterstock

Spannende Storys, Musik, bewegte und bunte Bilder: Kinder lieben das Fernsehen. Warum also zum Buch greifen, fragt sich so manches Kind. Der Markt präsentiert jedoch viele Alternativen zum klassischen Buch, die auch den letzten Buchmuffel zum Lesen motivieren.

Apps für Tablets und Smartphones

Von Laptops, Tablets und Handys fühlen sich schon kleine Kinder magisch angezogen. Warum sie also nicht nutzen, um Ihr Kind zum Lesen zu motivieren?

Bewegung- und Spielelemente, animierte Bilder, Soundeffekte, Musik, Erzählerstimmen und Aufnahmefunktionen in Verbindung mit klassischen Geschichten können Kinder zum Lesen motivieren. Die Figuren, die Ihr Kind durch interaktive Bücher lieb gewinnt, erleben jedoch auch weiterhin ihre Abenteuer in klassischen Büchern mit Papierseiten. Trotz neuer Medien und einer Portion Computerkram verliert Ihr Kind so nicht den Kontakt zu den klassischen Büchern. Beispiele sind die Bücher-Apps zu „Lauras Stern“ oder „Prinzessin Lillifee”.

Vom Film zum Buch und zurück

Ihr Kind schwärmt von einem Film, den es im Kino gesehen hat? Und zu dem Film gibt es ein Buch? Oder es handelt sich um eine Literaturverfilmung? Nutzen Sie die Begeisterung und den Wissensdurst Ihres Kindes, um diesem nun auch das Buch näherzubringen.

Besonders bei Film- und Buchreihen, wie „Harry Potter“, „Conni“, „Prinzessin Lillifee“, „Fünf Freunde“, „Die wilden Hühner”, „Die wilden Kerle” oder „Petterson und Findus”, ist es sinnvoll, denn häufig existieren weiterführende Geschichten nur in Buchform. 

Comics und Comic-Romane

Comics sind nichts Neues, jedoch können sie noch immer als Lesemotivation für Kinder dienen, die vor langen Textpassagen ohne Bilder zurückschrecken und so die Leselust verlieren. Die kurzen Textpassagen mit den passenden Bildern fördern den Wortschatz und die Konzentrationsfähigkeit Ihres Kindes. Neben den Klassikern wie „Batman“, „Superman“ oder „Das lustige Taschenbuch“ bietet der Buchhandel auch eine Bandbreite verschiedener Comics für jedes Alter.

Auch Comic-Romane sind beliebt. Haben Sie schon einmal etwas von Gregs Tagebuch oder Super Nick gehört? In diesen Büchern fallen die Textpassagen etwas länger aus als im klassischen Comic, werden jedoch weiterhin durch lustige Bilder unterstützt.

„Nun zerreiße die Buchseite!“ – Mitmachbücher

Ihr Kind findet Bücher langweilig, weil es nicht weiß, was es damit anfangen soll? Dann ist das Mitmachbuch genau das Richtige. Hier müssen die Leserinnen und Leser aktiv werden. Sei es durch kreatives Kritzeln und Malen (Das große grüne Mitmachbuch) oder durch die kreative und akribisch beschriebene Zerstörung des Buches selbst (Aktionsbuch: Meins. Hände weg!!!), hier wird das Lesen gefordert und gefördert, denn auch die Anleitungen wollen gelesen werden.

Spielbücher und Ratekrimis

Hier kann Ihr Kind selbst entscheiden, wie die Geschichte im Buch weitergeht. Ihm werden entsprechende Optionen vorgeschlagen und dann muss es zu einer bestimmten Seite blättern. Somit ist es ganz und gar in das Geschehen eingebunden. Außerdem kann das Buch ein zweites Mal gelesen werden, denn es drängt sich schnell die Frage auf: Wie würde die Geschichte enden, wenn ich mich an einer Stelle anders entschieden hätte? Ein Beispiel ist die „1000 Gefahren“-Taschenbuchreihe vom Ravensburger-Verlag.

Auch bei Ratekrimis muss Ihr Kind aktiv werden, hilft Kommissar Kugelblitz oder der Lakritzbande bei ihren Fällen und wird damit selbst zum Detektiv. Von Langeweile ist hier keine Spur.

8 Tipps für mehr Freude beim Lesen

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©George Rudy/shutterstock

Wenn Ihr Kind einfach ein Lesemuffel ist und Sie erst die Motivation Ihres Kindes für das Lesen wecken wollen, probieren Sie folgende Tipps aus. 

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Tipp 1: Spaß ist ansteckend!

Sie lesen gerne? Dann stecken Sie Ihr Kind mit Ihrer Freude an. Sprechen Sie darüber, dass Sie kaum erwarten können, Ihr Buch weiterzulesen. Zeigen Sie Ihrem Kind, das Lesen Gemütlichkeit mit sich bringt: Kuscheln Sie sich ein, trinken Sie einen Kakao oder Tee und lesen Sie Ihr Buch. Vielleicht möchte sich Ihr Kind schon bald mit einem eigenen Buch zu Ihnen gesellen.

Tipp 2: Jeder liest, was er mag!

Kinder lesen nur das, was sie interessiert. Lassen Sie Ihr Kind in der Buchhandlung oder der Bücherei selbst ein Buch aussuchen. Es möchte lieber einen Comic oder eine Zeitschrift lesen? Auch gut! Achten Sie nur darauf, dass die Texte altersgerecht sind.

Tipp 3: Mehrteiler motivieren zum Weiterlesen!

„Harry Potter“ und „Der Herr der Ringe“ sind nur zwei von unendlich vielen Romanreihen. Hier ist für jedes Alter und für jeden Geschmack etwas dabei! Hat Ihr Kind erst mal eine Reihe für sich entdeckt, wird es ganz von alleine weiterlesen.

Tipp 4: Rituale bleiben!

Rituale vermitteln Kindern Geborgenheit und Sicherheit. Führen Sie daher ein Lese-Ritual ein. So können Sie z. B. jeden Abend vor dem Schlafengehen gemeinsam lesen. Entweder lesen Sie und Ihr Kind sich gegenseitig vor oder jeder liest für sich. Anschließend kann über das Gelesene diskutiert werden.

Tipp 5: Aller Anfang ist schwer!

Ihr Kind findet Lesen anstrengend? Es dauert zu lange und dauernd verrutscht es in der Zeile. Machen Sie ihm klar, dass es durch ein wenig Übung bald leichter und schneller geht. Basteln Sie gemeinsam ein tolles Lesezeichen, das als Lesehilfe dient.

Tipp 6: Wir spielen Lesen!

Wenn sich Ihr Kind trotz toller Bücher nicht motivieren lässt, machen Sie ein Spiel daraus: Fertigen Sie ein Leseprotokoll an. Hier gibt Ihr Kind jeden Tag an, wie lange es gelesen hat. Dafür bekommt es Punkte, z. B. 10 Minuten = 1 Punkt, 20 Minuten = 2 Punkte. Hat es eine bestimmte Punktzahl erreicht, gibt es einen kleinen Gewinn, z. B. einen Besuch im Schwimmbad oder im Kino. Den Gewinn darf sich Ihr Kind aussuchen und Sie legen die Punktzahl fest.

Tipp 7: Vorlesen hilft!

Lassen Sie Ihr Kind im Alltag etwas vorlesen. Geben Sie ihm das Gefühl, dass es Ihnen damit hilft. So kann Ihr Kind z. B. den nächsten Schritt im Rezept vorlesen, während Sie kochen oder backen.

Tipp 8: Loben!

Kinder brauchen Anerkennung und möchten für etwas geschätzt werden. Loben Sie Ihr Kind, wenn es etwas vorliest oder sich allein mit einem Text beschäftigt hat. Das Lob ist Motivation pur!

Sie haben weitere Tipps oder möchte von Ihren Erfahrungen berichten? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail oder einen Kommentar unter diesen Beitrag.

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