Kind im Netz: Der Fremde in meinem Chat

Das Internet bietet viele Möglichkeiten sich mit anderen Menschen auszutauschen. Kommunikation über einen Chat stellt eine solche Möglichkeit dar. So einfach und schnell wie chatten auch ist, birgt es Gefahren. Aus diesem Grund sollten Eltern immer ein Auge auf die Aktivitäten ihrer Kinder im Internet haben. Hier finden Sie Tipps, wie Ihr Kind sicher chattet.

Es werden zwei Arten von Chatrooms unterschieden: die sogenannten Instant Messenger (z. B. icq, Windows Live Messenger, Skype) und öffentliche Chaträume. Instant Messenger werden vor allem genutzt, um sich in Echtzeit mit bekannten und ausgesuchten Personen online auszutauschen. In den öffentlichen Chatrooms kennen sich die Chatter nicht persönlich. Hier ist die Gefahr groß, dass gerade Kinder und Jugendliche von Erwachsenen mit fragwürdigen Absichten belästigt werden. Aber auch bei den Instant Messengern sollten die Chatpartner mit Vorsicht ausgesucht werden, denn hier können in bedenklichen Gesprächssituationen keine Chat-Moderatoren eingreifen.

Belästiger in die Schranken weisen

Damit Ihr Kind vor Belästigern geschützt ist, sollte der Chatraum einige Bedingungen erfüllen. Zum Beispiel sollte es Moderatoren geben, die das Gespräch verfolgen und zur Not eingreifen können. Außerdem sollte der Chatroom über einen Alarm-Button verfügen, der es dem Kind ermöglicht, in merkwürdigen Gesprächssituationen um Hilfe zu bitten. Eine Ignore-Funktion ist wichtig, damit belästigende Personen direkt aus einem Gespräch verbannt werden können.

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Überprüfen Sie, ob es eine sogenannte Flüster-Funktion gibt, in dem ein separates Gespräch geführt werden kann, das nicht unter Beaufsichtigung steht. Sollte es diese Funktion geben, nehmen Sie von diesem Chatraum Abstand.

Suchen Sie am besten zusammen mit Ihrem Kind einen Chatroom aus und überprüfen Sie die Einstellungen. Eine wichtige Frage ist dabei: „Für wen ist das Profil meines Kindes sichtbar?“, denn es sollten so wenig Daten, wie möglich für Fremde einsehbar sein.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, informieren Sie sich im Internet über geprüfte Chats für Kinder und Jugendliche. Eine Liste mit Beispielen von Chats für Kinder haben wir bereits für Sie recherchiert.

Anonym bleiben

Ihr Kind sollte bei der Anmeldung so wenig persönliche Daten wie möglich angeben. Der Nickname sollte keinen Aufschluss über den vollständigen Namen, Telefonnummer oder Adresse geben. Wichtig ist, dass auch Sie als Eltern die Zugangsdaten Ihres Kindes zum Chat kennen.

Ihr Kind sollte auch niemals persönliche Daten im Chat-Gespräch mitteilen – weder auf Anfrage noch aus Eigeninitiative. Dasselbe gilt für Fotos. Egal wie unbedenklich die Situation scheint, Ihr Kind sollte keiner fremden Person Fotos von sich zukommen lassen. Darüber hinaus sollten keine Links geöffnet werden, die per Chat verschickt werden. Auch auf Verabredungen mit Unbekannten, seien es auch nur telefonische, sollte niemals ohne eine erwachsene Begleitperson eingegangen werden.

Chatregeln aufstellen

Bevor Sie Ihr Kind in den Chat lassen, sollten Sie mit ihm einige Regeln aufstellen. Ihr Kind sollte niemals alleine zu Hause am Computer sitzen und chatten. Legen Sie zusammen mit ihm eine Zeitraum fest, in dem es sich regelmäßig mit anderen in einem Chat austauschen darf.

Auch sollte dies an einem Computer stattfinden, den Sie als Eltern im Blick haben.

Machen Sie Ihrem Kind auch bewusst, dass nicht alle Menschen im Internet Freunde sind und es dort vorsichtig sein muss. Wenn Sie dann noch regelmäßig mit Ihrem Kind über seine Aktivitäten im Internet sprechen, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesprüfungstelle für jugendgefährdende Medien.

Titelbild: ©iStock.com/DZM

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