Paraskavedekatriaphobie: Der Aberglaube um Freitag den 13.

Keine Statistik belegt, dass an diesem Tag besonders viele Unglücke oder Verkehrsunfälle passieren. Dennoch sitzt uns ein mulmiges Gefühl im Nacken. Mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt, ist der Aberglaube fest in unserer Gesellschaft verankert. Was es mit dem Unglückstag auf sich hat, lesen Sie hier.

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Die Zahl 13 und der Aberglaube

Besonders in unserer westlichen Kultur hat die Zahl 13 keinen guten Ruf. Ähnlich ist es mit der schwarzen Katze, die bloß nicht vor uns von links nach rechts die Straße überqueren sollte. Seit dem Mittelalter gilt die schwarze Katze als Verkörperung des Bösen. Noch älter ist die Herleitung um die Zahlenmystik und -symbolik der Primzahl 13:

  • Die 13 galt im Volksmund lange als das „Dutzend des Teufels” (12+1).
  • Nach dem Abendmahl wurde Jesus von seinem 13. Gast, Judas, verraten.
  • Auch im Märchen verheißt die Zahl nichts Gutes: Bei Dornröschen gibt es die 13. Fee, die mit einem Zauberspruch Unglück über die Königsfamilie bringt.

Ihre schlechte Stellung hat die 13 auch ihrer Vorgängerin der Zwölf zu verdanken. Die 13 galt nämlich alter Zahlensymbolik zufolge als „übersteigerte Zwölf”, die die Ordnung des Universums stört. Schließlich hat das Jahr auch zwölf Monate, der Tag zwei mal zwölf Stunden und Jesus eben seine zwölf Apostel.

Und dann auch noch Freitag

Doch ist es nicht die Zahl 13 allein, die vielen an diesem Tag Unbehagen bereitet.
Der Freitag hat auch so seine Tücken:

  • Jesus wurde der Überlieferung nach an einem Freitag gekreuzigt – Karfreitag – für die Christen ein Trauertag.
  • Der große Börsencrash von 1929 gilt als „Schwarzer Freitag”, obwohl er an einem Donnerstag begann. Und die Weltwirtschaftskrise ist nicht auf den 13., sondern auf den 24. Oktober 1929 datiert.

Paraskavedekatriaphobie – bitte was?

Triskaidekaphobie ist der Fachbegriff für die abergläubische Angst vor der Zahl 13. Es gibt sogar Menschen, die eine regelrechte Phobie vor der Zahl haben. Sie vermeiden alles, was damit in Zusammenhang gebracht werden kann. Besonders gefürchtet ist natürlich Freitag der 13., auch Paraskavedekatriaphobie genannt, als Angst vor diesem Tag.

Vorwarnung für die kommenden sechs Jahre

Mindestens eine und höchstens drei Tage fallen in jedem Jahr auf einen Freitag den 13. 2015 sind wir besonders „gefährdet”:

  • Freitag der 13. im Jahr 2015: 13. Februar, 13. März und 13. November
  • Freitag der 13. im Jahr 2016: 13. Mai
  • Freitag der 13. im Jahr 2017: 13. Oktober
  • Freitag der 13. im Jahr 2018: 13. April und 13. Juli
  • Freitag der 13. im Jahr 2019: 13. September und 13. Dezember
  • Freitag der 13. im Jahr 2020: 13. März und 13. November

Wer noch weiter forschen möchte, findet hier bis 2100 alle „Unglückstage”.

Der Hang zum magischen Denken

In Sachen Aberglaube nimmt die 13 neben der schwarzen Katze wohl die Pole-Position ein. Viele Gebäude und Hotels meiden ein 13. Stockwerk. Auch die Zimmernummer 13 wird gerne ausgelassen. In Flugzeugen ist sie als Sitzplatz oder -reihe häufiger nicht zu finden. Der Aberglaube nimmt in unserer Kultur durchaus seinen Platz ein. Das liegt auch daran, dass Menschen zum magischen Denken tendieren. Das 13. Monatsgehalt würde hingegen keiner verschmähen.


Titelbild: ©Kamil Macniak/shutterstock.com

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