Spielerisch Diktate üben – so macht’s Ihrem Kind Spaß

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Ihr Kind spielerisch Diktate üben und damit die Rechtschreibung verbessern kann. Wir haben Ihnen einige Methoden zusammengestellt.

Schon die Textauswahl kann etwas Abwechselung und Spannung in die Vorbereitung auf ein unbekanntes Diktat in der Schule bringen. Diktieren Sie Ihrem Kind doch einmal eine seiner Lieblingsgeschichten. Achten Sie jedoch darauf, dass in dem Text gehäuft die Schwerpunkte enthalten sind, die im Diktat in der Schule gefordert sind (z. B. bestimmte Wörter etc.) und sie dem Niveau Ihres Kindes entspricht.

Damit Ihr Kind auch nach dem dritten Tag, an dem es sich auf ein Diktat vorbereiten soll, noch motiviert ist, sollten Sie auch ab und zu die Diktiermethode variieren.

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Laufen, Merken und Schreiben – Das Laufdiktat

Das Laufdiktat ist eine gute Methode, um Lernen und Bewegung zu verbinden. Denn wer sich bewegt, der lernt besser. Ihr Kind rennt zwischen Übungstext und Arbeitsplatz hin und her. Dabei merkt es sich drei bis vier Wörter, schreibt diese auf und läuft wieder los – solange, bis der gesamte Text übertragen wurde. Vergisst es einmal ein Wort muss es noch einmal loslaufen. Kontrollieren Sie am Schluss, ob Ihr Kind sich alles richtig gemerkt und korrekt aufgeschrieben hat.

Spalte für Spalte für Spalte – Das Spaltendiktat

Ihr Kind malt drei Spalten auf ein liniertes Blatt Papier. In die erste Spalte wird untereinander jeweils ein Übungswort geschrieben. Nun darf ihr Kind die Wörter aus der ersten in die zweite Spalte abschreiben. Dann wird die dritte Spalte nach hinten geknickt. Ihr Kind guckt sich das Wort auf der Vorderseite genau an, dreht dann das Papier und schreibt das Wort aus dem Kopf in die dritte Spalte. Das wiederholt es so oft, bis alle Wörter in die dritte Spalte übertragen wurden. Nun kann das Papier wieder auseinandergefaltet werden. Überprüfen Sie zusammen mit Ihrem Kind, ob es alles richtig geschrieben hat.


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Richtig Abschreiben – Das Abschreibdiktat

Auch beim Abschreiben prägen sich die Wörter ein. Damit Ihr Kind den Text nicht nur Buchstabe für Buchstabe überträgt, sondern ein wenig über die Schreibweise nachdenken muss, sollte der Übungstext etwas präpariert sein. Schreiben Sie den Text einmal selber ab: schreiben Sie dabei die Wörter alle klein, sodass Ihr Kind während des Abschreibens über die korrekte Groß- und Kleinschreibung nachdenken muss. Darüber hinaus können Sie, wenn ihr Kind schon soweit ist, auch die Kommata weglassen, sodass es sie selbst setzen muss. Überprüfen Sie nach der Übung, ob Ihr Kind den Text richtig übertragen hat und besprechen Sie mit ihm die Fehler.

Diktat vom Band

Zeichnen Sie den Übungstext mit einem Aufnahmegerät auf. Ihr Kind kann sich dann abschnittsweise den Text anhören und aufschreiben. Bei Bedarf kann zurück- und vorgespult werden. Besonders praktisch ist diese Methode, wenn Sie einmal keine Zeit für die Diktatvorbereitung haben. Kontrollieren Sie jedoch nachher den Text und besprechen Sie eventuelle Schwierigkeiten, die Ihr Kind beim Schreiben des Textes hatte.

Diktat aus der Büchse – Das Dosendiktat

Ihr Kind schreibt auf Papierstreifen jeweils einen Satz des Übungstextes. Kontrollieren Sie nun schon einmal, ob es den Text richtig übertragen hat. Dann sucht Ihr Kind einen Streifen, liest sich den Satz auf diesem genau durch, steckt ihn in eine Dose oder Schachtel und schreibt den gemerkten Satz auf. Dann darf es den nächsten Papierstreifen nehmen. So geht es immer weiter bis alle Streifen in der Dose verschwunden sind.
Nun nimmt ihr Kind die Streifen wieder aus der Dose und überprüft den übertragenen Text. Bleiben Sie solange bei Ihrem Kind und beantworten Sie eventuelle Fragen.

Noch ein kleiner Tipp

Kaufen Sie ein Schreibheft, in das zu Hause die Diktate geschrieben werden. Nun können Sie die Fortschritte Ihres Kindes beobachten und immer wieder auftauchende Fehler entdecken und dementsprechend beheben.


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Titelbild: ©iStock.com/fatnanny

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