Umgang mit der Krise: „Es macht uns nicht zu schlechten Eltern, wenn wir nervlich angespannt sind“

Influencerin Bianca alias konfettiimherz ist bereits seit fünf Wochen mit ihren Kindern zu Hause. Wie die zweifache Mama Kinderbetreuung, Homeschooling, Job und Freizeitgestaltung meistert und warum man als Mutter auch mal überfordert sein darf, berichtet sie im Interview.

Bianca, seit wann sind bei euch die Schulen geschlossen?

Bianca: „Wir wohnen ja im Kreis Heinsberg und unsere Region war die erste in Deutschland, die vom Coronavirus betroffen war. Deshalb wurden bei uns die Schulen schon kurz nach Karneval geschlossen. Das bedeutet, dass wir jetzt seit fünf Wochen zu Hause sind.“

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Wie sieht bei euch im Moment der Alltag aus?

Bianca: „Unser Tagesablauf hat durch den Lockdown eine ziemliche Umstrukturierung erfahren. Gleichzeitig versuchen wir natürlich, ein bisschen Struktur reinzubringen und bestimmte Routinen beizubehalten. Meist frühstücken wir morgens zusammen und danach hat meine zehnjährige Tochter erst mal ‚Schulzeit‘. Dabei sitzen wir beide an unseren Laptops und arbeiten. Das klappt ganz gut. Außerdem haben sich meine beiden Mädchen durch die Ausgangsbeschränkungen ganz gut miteinander arrangiert. Sie haben sich vorher sehr viel gestritten und nie so intensiv miteinander gespielt. Das hat sich jetzt verändert, da sie ja jetzt nur einander zum Spielen haben. Die Große probiert sich gerade ein bisschen am Kochen aus. Ansonsten basteln oder malen wir viel. Aber wir gucken auch mal fern, das ist klar.“

Habt ihr denn von der Schule Materialien bekommen, die die Kinder bearbeiten sollen oder wie findet bei euch der Fernunterricht statt?

Bianca: „Anfangs nicht, denn die Schulschließung wurde zuerst immer nur wöchentlich verlängert. Deswegen dachten wir zu Beginn noch, dass nächste Woche die Schule sicher wieder losgehen würde. Darum gab es erst mal kein Unterrichtsmaterial. Aber dann hat sich so langsam herauskristallisiert, dass sich das noch länger hinziehen wird. Ab dem Zeitpunkt haben wir dann Schulaufgaben bekommen. Aber wir haben die ganze Zeit davor schon mit sofatutor geübt, damit die Große einfach nicht so rauskommt, was das Lernen betrifft.“

Wie lernt deine große Tochter während des Schulausfalls mit sofatutor?

Bianca: „Sie kennt sofatutor ja schon seit einem Jahr und es macht ihr viel Spaß, damit zu lernen. Sie sucht sich auf der Plattform raus, was für Themen gerade in der Schule aktuell sind und übt die selbstständig. Ich arbeite ja auch von zu Hause und manchmal sitzen wir beide dann zusammen am Tisch mit unseren Laptops. Dann fühlt sie sich ziemlich erwachsen, wenn wir gemeinsam Homeoffice machen.“

Was sind gerade die größten Herausforderungen für euch als Familie?

Bianca: „Es ist einfach eine Ausnahmesituation. Man ist generell gestresst angesichts dessen, was gerade so passiert. Außerdem ist es relativ laut hier zu Hause. Darum ist es für uns alle schwer, konzentriert zu arbeiten bzw. zu lernen.“

Wie erklärt man Kindern, was da gerade in der Welt passiert?

Bianca: „Meiner großen Tochter konnte ich ganz gut erklären, was das Coronavirus ist und welche Auswirkungen das auf die Menschen hat. Sie weiß jetzt, dass sie nicht zur Schule gehen oder mit Freundinnen und Freunden spielen darf, damit sich die Kinder untereinander nicht anstecken. Bei meiner kleinen Tochter haben wir am Anfang darauf verzichtet, weil sie erst vier Jahre alt ist. Aber mittlerweile gucken wir uns YouTube-Videos an, in denen das Coronavirus erklärt wird. Sie weiß auch, dass man sich lange die Hände waschen muss und dass wir wegen des Virus zu Hause bleiben müssen.“

Hast du Tipps für andere Eltern, was man jetzt tun bzw. nicht tun sollte?

Bianca: „Also ich kann nur sagen, dass man auch mal genervt und überfordert mit der Situation sein darf. Auch wenn vielen Menschen gerade deutlich Schlimmeres passiert und es schön ist, dass man Zeit mit seinen Kindern verbringen kann – wir haben es hier mit einer Ausnahmesituation zu tun. Viele von uns haben Existenzängste und natürlich bleibt man da nicht immer ruhig. Es macht uns nicht zu schlechteren Eltern, wenn wir mal nervlich angespannt sind. Aber letztlich gewöhnt man sich als Familie irgendwann an die Situation. Sonst hat für die Kinder die meiste Interaktion in der Schule stattgefunden. Jetzt verlagert sich das komplett auf die Familie. Aber auch da gibt es gute Möglichkeiten, das aufzufangen: Facetime Dates mit Oma und Opa, Mädelsabende, Rollenspiele, Familien-Quiz, Projekte im Garten oder die Umgestaltung der Kinderzimmer. Man lernt einfach, sich wieder mehr aufeinander einzulassen. Und man sollte sich einfach bewusst machen, dass es immer irgendwie weitergeht.“

Titelbild & Profilbild: ©Bianca Wenzler-Schmidt

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