Startchancen-Programm in Niedersachsen

Gezielte Förderung für 390 Schulen in Niedersachsen.
Startchancen-Programm in Niedersachsen: Das Bundesland wird über die kommenden zehn Jahre 980 Millionen Euro vom Bund erhalten und dieselbe Summe selbst aufbringen.

Hinweis:

Der Artikel wird laufend aktualisiert und fortgeführt. Sobald weitere Informationen zur Auswahl der Schulen und zur Beantragung der Fördermitteln zur Verfügung stehen, finden Sie diese hier länderspezifisch aufbereitet.
Stand: 04.06.24

Ziel des Startchancen-Programms

Das Startchancen-Programm zielt allgemein darauf ab, die Bildungschancen unabhängig von der sozialen Herkunft zu verbessern und mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu erreichen. Es konzentriert sich dabei insbesondere auf Schulen, die einen hohen Anteil an sozial benachteiligten Schüler*innen in der Zusammensetzung ihrer Schülerschaft haben (BMBF, 2023). Hierzu haben wir Ihnen noch einmal alle Informationen zum Startchancen-Programm übersichtlich aufgearbeitet.

Startchancen-Programm in Niedersachsen: Wie Sie als Schule davon profitieren können

Das Startchancen-Programm ist das größte Bildungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, das speziell darauf abzielt, benachteiligte Schüler*innen zu fördern. Durch das Startchancen-Programm in Niedersachsen stehen dem Land insgesamt rund 1,96 Milliarden Euro zur Verfügung, die gemeinsam von Bund und Land aufgebracht werden. Diese Mittel verteilen sich dabei auf die folgenden drei Säulen:

  1. Investitions- und Ausstattungsprogramm
    Ziel ist es, eine lernförderliche Infrastruktur zu schaffen. Dazu gehören moderne, klimagerechte und barrierefreie Lernorte.
  2. Chancenbudget
    Dieses Budget ermöglicht maßgeschneiderte Maßnahmen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung.
  3. Multiprofessionelle Teams
    Zusätzliche Finanzmittel, um weiteres Personal zur Betreuung der Schüler*innen an Schulen anzustellen (z.B. Sozialpädagog*innen)

Durch diese umfassenden Maßnahmen zielt das Startchancen-Programm in Niedersachsen darauf ab, den Bildungserfolg zu verbessern und die Chancengleichheit im Bildungssystem zu fördern. Schulen können durch moderne Ausstattung, flexibles Budget und personelle Verstärkung erheblich profitieren und somit bessere Lernbedingungen schaffen.

Startchancen-Schulen in Niedersachsen: Warum Ihre Schule ausgewählt wurde und was das bedeutet

Die Anzahl der Startchance-Programm Schulen in Niedersachsen
Anzahl Startchancen-Schulen in Niedersachsen

Insgesamt 390 Schulen, darunter 250 Grundschulen, 130 weiterführende Schulen und 10 berufsbildende Schulen, werden an diesem Programm teilnehmen. Die Auswahl der Schulen im Startchancen-Programm erfolgt dabei nach einem eigens für Niedersachsen entwickelten Sozialindex, der schulscharf funktioniert und auf bereits vorliegenden Daten des Kultusministeriums basiert. Die Indikatoren für die Auswahl umfassen Migration, Armut, sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf und die Quote der Schüler*innen, die ohne Abschluss die Schule verlassen. Besonders berücksichtigt wurden der Anteil der Schüler*innen mit Migrationshintergrund, ohne deutsche Staatsangehörigkeit und diejenigen, die an Sprachfördermaßnahmen teilnehmen. Die Dimension Migration wurde mit 45 Prozent, die Dimension Armut mit 35 Prozent und die weiteren Indikatoren mit jeweils 10 Prozent gewichtet. Diese Auswahlkriterien gewährleisten, dass die Mittel gezielt an Schulen fließen, die besonders hohe Herausforderungen zu bewältigen haben. Ein Drittel der ausgewählten Schulen liegt in den acht großen Städten Niedersachsens, während zwei Drittel in Mittelzentren, kleineren Städten oder im ländlichen Raum verteilt sind. Eine genaue Übersicht zu den einzelnen Schulen finden Sie am Ende dieser Seite oder auf der Seite des Kultusministeriums des Landes Niedersachsen: Startchancen-Schulen in Niedersachsen. Für die Schulen bedeutet die Teilnahme am Startchancen-Programm nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch eine große Chance zur Schulentwicklung. Ziel ist es, den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft zu entkoppeln und Chancengerechtigkeit zu fördern. Schulen erhalten die Möglichkeit, innovative Ansätze zu erproben, Lösungen zu entwickeln und langfristige Veränderungen zu bewirken.

Fördermittel für Ihre Schule: So nutzen Sie das Chancenbudget aus dem Startchancen-Programm in Niedersachsen

Ein zentraler Bestandteil des Startchancen-Programms in Niedersachsen ist das Chancenbudget, das 30 Prozent der Fördermittel ausmacht. Dieses Budget steht den Schulen zur Verfügung, um bedarfsgerechte Maßnahmen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung umzusetzen. Die Schulen haben die Freiheit, die Mittel nach den spezifischen Herausforderungen und Bedürfnissen vor Ort zu nutzen. Mögliche Maßnahmen sind unter anderem die Bereitstellung von digitalen Materialien und Tools zur individuellen Förderung der Schüler*innen bspw. durch digitale Lernplattformen wie sofatutor. Zwei Drittel der Mittel sind zweckgebunden für festgelegte Maßnahmen, während ein Drittel flexibel für weitere, standortspezifische Maßnahmen zur verwendet werden kann. Darüber hinaus werden Mittel der Säule II landesweit zentral verwendet um allen teilnehmenden Schulen zielgerichtete Fortbildungen zu verschiedenen Themen anzubieten und regionale sowie themenbezogene Netzwerke zu etablieren. Über die genaue Höhe der Zuweisungen des Chancenbudgets kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen getroffen werden. Sobald jedoch genauere Informationen zum Prozess der Beantragung der Fördermittel insbesondere für das Chancenbudget feststehen, finden Sie diese hier in diesem Artikel aufbereitet.

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