Beats und Algorithmen: Musik beim Lernen an oder aus?

Ärzte beim Prozentrechnen und Adele bei Bismarcks Außenpolitik? Lernen ist nicht immer spannend – da liegt es nahe, dabei Musik zu hören. Doch deine Eltern finden, du sollst in Ruhe deine Aufgaben erledigen. Aber stört Musik wirklich beim Lernen oder hilft sie sogar?

Musik – ein Alleskönner

Musik bringt uns zum Träumen und Tanzen, sie verzaubert uns, kann uns begeistern, faszinieren, uns in besondere Glücksmomente katapultieren und in verschiedenste Stimmungslagen versetzen. Warum soll dann Musik nicht auch beim Lernen helfen? Die Frage ist nicht unberechtigt. Hirnforschungen zufolge kann Musik unser Gehirn trainieren und das nicht nur in akustischer, sondern auch in visueller und räumlicher Wahrnehmung. Zudem kann Musik allgemeine Denkleistungen und sprachliche Fertigkeiten entscheidend beeinflussen.

Passt nun meine Lieblingsindieband zur Physikvorbereitung?

Hirnforscher haben herausgefunden, dass Musikhören auf das Lernen in erster Linie keinen Einfluss hat. Es ist also weder gut noch schlecht. Überraschend ist aber, dass deine Lieblingsmusik deine Gehirnleistung fördern kann. Entscheidend ist dabei nicht die Musik-Richtung, sondern dein persönlicher Geschmack. Deine Lieblingsklänge kurbeln nicht nur die Denkleistung an, sie wirken sich auch positiv auf deine Gefühlslage aus. Vor Klassenarbeiten etwa kann sie deine Prüfungsangst lindern oder dir einen Motivationsschub nach dem Mittagessen geben.

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Musik und Lernen – aber richtig

Jeder ist anders. Wo die einen bei musikalischer Beschallung beim Lernen auf Hochtouren laufen, lassen sich die anderen eher ablenken. Für jeden gilt aber: Musikhören erfordert Konzentration. Das heißt nicht, dass dann die Konzentration fürs Lernen flöten geht, ganz im Gegenteil. Geräusche, dazu zählt eben auch Musik, stimulieren das Gehirn. Wichtig ist dabei, dass es angenehme Geräusche sind. Doch was ist nun für mein Hirn unangenehm und was lenkt mich ab?

    • Zu laute Musik
      Ist die Musik zu laut, übertönt sie dein Denken. Forscher haben herausgefunden, dass sich dabei deine Schreibgeschwindigkeit verlangsamen kann.
    • Kein Radio oder Fernsehen
      Im Radio oder TV wird viel gesprochen, es kommt Musik, die du nicht magst oder sie wird durch Werbung unterbrochen. All das lenkt nur ab.
  • Entspannt statt hektisch
    Zu schnelle Musik ist eher kontraproduktiv. Achte darauf, dass die Musik nicht mehr Schläge pro Minute hat als dein Herz im entspannten Zustand.

Am besten wirkt die eigene Musik

Dann steht ja einem Treffen zwischen Bismarck und Adele nichts mehr im Wege, wenn sie nicht zu laut sind oder sich übers Radio kennenlernen. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass deine Lieblingsmusik deine Gehirnleistung fördert und dafür sorgt, dass du dich wohl fühlst.
Noch besser ist es, wenn du selbst ein Instrument spielst, dann bist du nämlich laut Forschermeinung aufmerksamer, aufnahmefähiger, überlegter und hast weniger Probleme beim Lesen und Schreiben. Am besten ist es, vor dem Lernen oder Hausaufgaben machen, zu üben. Das fördert nämlich die Kreativität und Konzentration, dein Gehirn wird optimal angeregt und kann dann besser arbeiten.

Titelbild: ©iStock.com/CandyBoxImages

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