8 Tipps gegen Prüfungsangst

Du hast Bauchweh, bist schweißgebadet und hast alles Gelernte auf einmal vergessen. Blackout! Das muss nicht sein. Hier findest du acht Tipps, die dir dabei helfen, deine Angst und Nervösität zu besiegen.

Was ist Angst?

Aber was ist Angst denn überhaupt und wie entsteht sie? Angst ist etwas Natürliches und erst mal gar nicht so schlimm. Denn sie warnt dich vor Gefahren und macht dich vorsichtig. Das ist in einigen Situationen auch gut so. Sie bewahrt dich z. B. davor, in einen Löwenkäfig zu steigen. Angst stärkt auch deine Konzentration und Leistungsfähigkeit. Ein bisschen Aufregung ist also sinnvoll vor Klausuren.

Doch was ist, wenn die Angst zu groß wird und dich starr werden lässt? Wenn du vor lauter Nervösität nicht klar denken kannst? Dann passiert das, was du unter den Namen Blackout kennst. Dein Kopf ist auf einmal leer, dir fällt keine einzige Antwort ein. Und so ein Blackout ist besonders nervig, wenn du dich eigentlich gut auf die Klausur vorbereitet hast. Wenn du dann eine schlechte Note zurückbekommst, bist du natürlich erst mal geknickt. Dein Selbstbewusstsein ist beschädigt und sofort kommt die Panik vor der nächsten Arbeit. Womöglich lässt du dich dazu hinreißen, die Vorbereitung aufzuschieben oder falsch zu lernen, z. B. indem du dir den Lernstoff nur durchliest. Du gehst unsicher oder mit einem Angstgefühl in die nächste Klausur und der Teufelskreislauf geht von vorne los.

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Du bist damit nicht allein

Wissenschaftler schätzen, dass jeder sechste Schüler und jede vierte Schülerin unter Prüfungsangst leiden. Selbst Studierende und Erwachsene kennen Prüfungsangst nur zu gut. Du brauchst also keine Scheu zu haben, darüber zu reden und dir Hilfe zu holen. Hier findest du kleine Tipps, wie du die Angst und Nervösität kontrollieren und besiegen kannst.

    1. Vorbereitung ist das A und O. Wer gut vorbereitet ist, fühlt sich sicher und hat weniger Angst. Wie man sich am besten auf eine Klassenarbeit vorbereitet, kannst du im Artikel 4 Tage bis zur Klausur? Kein Problem mit diesem Plan nachlesen.
    1. Den Ernstfall proben. Damit du während der Klassenarbeit weniger nervös bist, stelle dich deiner Angst schon vorher. Mache Rollenspiele mit deinen Eltern, Geschwistern oder Klassenkameraden. Vor allem mündliche Prüfungen eignen sich dafür.
    1. Sport und Entspannung. Nervosität und Stress haben körperliche Auswirkungen auf uns. Doch mit körperlicher Bewegung können wir Stress abbauen. Verzichte in der Lernphase deshalb nicht auf Sport. Auch Entspannungsübungen helfen, die Prüfungsangst zu bewältigen.
    1. Glücksklamotten und Glücksbringer. Du hast bestimmt ein Lieblingsshirt oder eine Lieblingshose. Ziehe am Tag der Prüfung Klamotten an, in denen du dich wohlfühlst. Denn wenn man sich wohlfühlt, ist im Kopf weniger Platz für Angst. Glücksbringer funktionieren genauso.
    1. Zeitreise. Wie fühlst du dich nach der Klassenarbeit? Egal, ob es nun gut oder schlecht gelaufen ist; erst mal bist du erleichtert. Die Anspannung fällt von dir ab und du fühlst dich gut. Unternehme deswegen vor der Klassenarbeit eine kleine Zeitreise und versetze dich in das Gefühl nach der Abgabe. Du kannst auch an etwas denken, was du dir vielleicht Schönes gönnen möchtest. Ganz automatisch wird die Nervosität, die dir vielleicht sehr groß erscheint und dich lähmt, kleiner werden.
    1. Lass dich nicht nervös machen. Kennst du das? Du bist eigentlich ganz entspannt, aber deine Klassenkameraden wuseln um dich herum und sind ganz panisch, weil sie einen bestimmen Lernstoff nicht gelernt haben. Dabei fällt dir auf, dass du den auch nicht vorbereitet hat – und zack, bist auch du nervös. Halte dich lieber unmittelbar vor einer Arbeit von deinen Klassenkameraden entfernt und unterhalte dich mit entspannteren Leuten aus einer anderen Klasse.
    1. Schwierige Aufgaben zum Schluss. Mache zuerst die Aufgaben, die dir leicht fallen. Wenn du bei einer Aufgabe nicht weiterweißt, bleibe nicht daran hängen. Dein Gehirn ist am Anfang der Arbeit noch gar nicht richtig auf Betriebstemperatur und muss sich wie ein Hochleistungssportler erst mal warmlaufen. Das geht am besten mit einfachen Aufgaben. Nach und nach tastest du dich dann an die schweren Aufgaben heran.
  1. Mache Pausen. Keiner kann sich über 45 Minuten konzentrieren. Deswegen ist es wichtig, zwischendurch kleine Pausen von ein bis zwei Minuten zu machen. Nur so vermeidest du Flüchtigkeitsfehler. Denn dein Gehirn nimmt sich die Pausen sowieso, egal, ob du sie bewusst oder unbewusst machst. Du brauchst auch keine Angst haben, dass du dann weniger Zeit für die Aufgaben hast. Ganz im Gegenteil: Du schaffst mehr und machst weniger Fehler, wenn du kleine Pausen einlegst.

Probiere diese Tipps einfach mal aus. Du wirst merken, dass du die Angst mit kleinen Tricks und Ritualen kontrollieren und überwinden kannst. Sollte dir die Prüfungsangst dennoch unüberwindbar erscheinen, wende dich an einen Schulpsychologen, der dir mit individuellen Tipps weiterhelfen kann. Denke daran: Du bist nicht allleine mit deiner Prüfungsangst und brauchst keine Scheu zu haben, dir Hilfe zu holen.


Titelbild: ©S.P._Shutterstock.com

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