Was ist ein Protégé und wie hilft er beim Lernen?

Klingt wie eine Packung Luxus-Taschentücher, ist aber ein Effekt, der dir bei der Prüfungsvorbereitung hilft. Wir bringen Licht ins Dunkel.

Was meint der „Protégé-Effekt“?

Um selbst den größten Lernerfolg zu erzielen, solltest du einer anderen Person etwas über dein Lernthema berichten. Im Idealfall ist es ein Mitschüler oder eine Mitschülerin, der oder die dir Fragen stellt. So kannst du deine Verständnislücken schnell ausfindig machen und gezielt weiterlernen. Die andere Person, der Protégé (von französisch „Schützling“), muss dabei kein Experte bzw. keine Expertin sein, sondern kann einfach fragen, was noch unklar ist.

Wenn du dich mit deinem Mitschüler bzw. deiner Mitschülerin über das Thema austauschen möchtest, bereitest du dich automatisch besser auf das Abfragen vor. Du organisierst dein Wissen im Vorfeld besser, denn du fühlst dich dafür verantwortlich, dass dein Gegenüber die Erklärungen versteht. Und du durchdringst das Thema viel intensiver, denn du bist motivierter, es wirklich zu verstehen. All das sind Vorteile, die du nicht hast, wenn du alleine lernst.

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Wie haben beide etwas davon?

Teilt euch das Thema so auf, dass jede Person der anderen etwas Neues beibringt. Das heißt, auch du bist der Protégé und stellst Rückfragen. Dadurch wird dein Gedächtnis gestärkt und du verknüpfst ein positives Gefühl mit diesem Unterrichtsthema, weil es zu zweit mehr Spaß macht und leichter vorangeht. Das wird schließlich auch deinen Erfolg in der Prüfung steigern.

3 Möglichkeiten, um den Protégé-Effekt beim Lernen zu nutzen

1. Think, Pair, Share

Hierbei machen sich du und dein/e Lernpartner/-in zuerst einzeln und in Ruhe über den Lernstoff Gedanken. Dann tut ihr euch zusammen und erklärt euch gegenseitig eure Ergebnisse, um am Ende ein gemeinsames Ergebnis zu entwickeln.

2. Selbst-Erklären

Du musst nicht wirklich mit dir selbst reden. Aber die Technik des „Selbst-Erklärens“ ist eine erfolgreiche Strategie, um sich besser auf das Problem zu konzentrieren. Dabei stellst du dir während des Lernens Fragen, z. B. „Wie kann ich diese Mathe-Aufgabe am schnellsten lösen?“ oder „Welche Formel muss ich hierfür anwenden?“. Dann erklärst du dir selbst Schritt für Schritt den Weg zur richtigen Antwort.

3. Eigene Erklär-Audiodateien aufnehmen

Du kannst dir eine Frage auch selbst stellen und deine Erklärung z. B. mit dem Smartphone aufnehmen. Dann kannst du hinterher besser herausfinden, wo du noch unsicher bist, und musst nicht die Erklärung unterbrechen. Außerdem leiten sich für dich beim erneuten Anhören weitere Fragen ab, die du in weiteren Aufnahmen klären kannst. Diese Audiodateien eignen sich auch hervorragend, um unterwegs kurz zu wiederholen. Wichtig ist, dass du während der Aufnahme frei vorträgst und dich auf dein bisheriges Wissen stützt.

Titelbild: © Jacob Lund/shutterstock.com

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