5 witzige Wikipedia-Fakes, die du kennen solltest

Die größte Wissensquelle des Internets, Wikipedia, ist immer für eine Überraschung gut: Von falschen Vornamen bis zu erfundenen Bands. Hier sind die fünf witzigsten Wiki-Fakes!

Du musst für Geschichte noch ein Referat vorbereiten. Dabei fragst du dich, wie das damals mit Julius Caesar war. Und wo liegt Rom nochmal genau? Den Laptop aufgeklappt, „Caesar“ gegoogelt und da ist es: Alles Wissenswerte zum römischen Herrscher ist auf Wikipedia nachzulesen. Die Online-Enzyklopädie ist für viele Millionen Schülerinnen und Schüler die Quelle schlechthin, um Informationen zu sammeln: für Referate, Hausaufgaben oder Klausuren. Dabei ist die Webseite nicht so wasserdicht, wie du vielleicht denkst!

Die Artikel sind frei zugänglich und können von jedem bearbeiten werden. So tummeln sich dort auch ein paar Trolls, die mit falschen Fakten die Welt verwirren. Im Jahr 2001 gegründet, hat die digitale Enzyklopädie einige falsche Fakten angesammelt, die sich weit verbreitet haben.

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Stalins Badewanne Wikipedia Fake

© Sansculotte

Stalins Badewanne

2009 wagte ein Journalist ein Experiment: Genervt von angeblichen Spitznamen für Sehenswürdigkeiten taufte er die Karl-Marx-Allee in Berlin auf Wikipedia in „Stalins Badewanne“ um. Der falsche Name verbreitete sich wie ein Lauffeuer. „Zu den ersten, die den Begriff übernahmen, gehörte die Seite DBpedia.org, die in Wikipedia gezielt nach bestimmten Einträgen sucht. Es folgten eine Seite für Badezimmer-Planung und mehrere Touristikunternehmen, die den Wikipedia-Inhalt übernahmen“, sagte der Fake-Eintrag-Ersteller in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau. 2011 löschte er den Beitrag aus schlechtem Gewissen wieder. Dennoch findet man bis heute die Karl-Marx-Allee in Verbindung mit der angeblichen Badewanne Stalins.

Karl-Theodor zu Guttenberg Wikipedia Fake

Wilhelm auch noch? Guttenbergs falscher Name

Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg lautet der korrekte und unglaublich lange Name des ehemaligen Bundesministers der Verteidigung. Der ehemalige Politiker, der selbst für einen Fake berühmt wurde – die Fälschung von Teilen seiner Doktorarbeit – hat 2009 allerdings noch einen weiteren Namen bekommen: Zwischen all den Vornamen fügte ein bis heute unbekannter Student und Journalist den Namen „Wilhelm“ ein. Damit wollte er die Medien bloßstellen. Das ist ihm auch gelungen: Alle Medien schrieben den Namen ab. Mittlerweile hat Guttenberg wieder nur zehn Vornamen. Reicht ja auch.

Rockstars der Fantasie

Am 12. Dezember 1956 stürzte in Manchester ein Flugzeug ab, in dem die deutsche Rockband „Tillery“ saß. Das Unglück passierte auf dem Weg zu einem Konzertauftritt. Ein tragischer Tag und Verlust für alle Beteiligten. Wenn es sie denn gäbe: Die Band und ihr Wikipedia-Eintrag wurden 2005 komplett frei erfunden. Und sie hielten sich hartnäckig! Noch bis 2012, ganze sechs Jahre später, existierte die Fake-Band im Wikipedia-Universum. Die Beweggründe des Autors sind bis heute unbekannt.

Julius Caesar Wikipedia Fake

Auch du, Gaius Flavius Antoninus?

Während einer Senatssitzung wurde der römische Feldherr Julius Caesar am 15. März 44 v. Chr. von einer Gruppe Senatoren mit 23 Dolchstichen ermordet. An dem Attentat sollen an die 60 Menschen beteiligt gewesen sein. Unter ihnen angeblich auch der römische General Gaius Flavius Antoninus. Zumindest behauptete das der Wikipedia-Eintrag bis 2012. Blöd nur, dass es Gaius Flavius nie gab und er somit auch nichts mit Caesars Ermordung zu tun gehabt haben kann. Bei seinem Tod soll Caesar den berühmten Satz „Auch du, mein Sohn?“ an Marcus Brutus ausgesprochen haben. Von „Auch du, Gaius Flavius Antoninus?“ wissen wir nichts.

Joko Winterscheidt  Wikipedia Fake

© Krd/Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Namen-Halligalli

Joko Winterscheidt ist ein Teil des Moderations-Duos bei „Circus Halligalli“, das auf ProSieben Challenges meistert, Witze reißt und die Medien aufs Glatteis führt. Kürzlich kam ihr „größter Coup“, wie Joko sagte, raus: Jahrelang behaupteten Joko und sein Moderatorkollege Klaas Heufer-Umlauf, dass der richtige Name Joko Winterscheidts Joachim Cornelius Winterscheidt sei – kurz „Joko“. Ungeprüft wurde das auch bei Wikipedia festgehalten.
Cornelius gibt’s gar nicht! „Den Namen haben wir irgendwann mal im Rahmen der Sendung erfunden“, sagte der TV-Moderator in der Sendung Zimmer frei!. Tatsächlich hielt sich der Fake so hartnäckig, dass Joko sogar Post unter dem Namen „Joachim C. Winterscheidt“ bekam. Mittlerweile wurde der Wikipedia-Eintrag geändert.


Welchen Fakes bist du schon mal auf den Leim gegangen? Schreibe uns einen Kommentar unter den Beitrag!


Über die Autorin

Yasmin P.

Yasmin P. ist in Berlin geboren und aufgewachsen, hat Islamwissenschaft studiert, arbeitet als freie Autorin und Journalistin. Neben Sprachen interessiert sie sich vor allem für Kultur, Musik und alles, was den Menschen noch so bewegt. Bild: © Alicia Kassebohm




Titelbild: © Krd/Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

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