Cybermobbing: Wenn es nie lustig war

Manchmal fängt alles nur mit einem „harmlosen“ Scherz an und dann läuft es plötzlich aus dem Ruder. Opfer des Cybermobbings haben oft das Gefühl zu ertrinken und fühlen sich einsam. Aber was genau ist eigentlich Cybermobbing? Wie entsteht es? Wie wird man eigentlich Opfer und ab wann ist man schon Täter?

Cybermobbing, ja und?

Hast du schon mal von Cybermobbing oder Cyberbullying gehört? Die meisten Kinder und Jugendlichen schauen ziemlich ratlos, wenn man sie danach fragt. Dabei haben die meisten irgendwie schon ganz viel damit zu tun gehabt. Cybermobbing bedeutet, andere Kinder oder Jugendliche online fertig zu machen, sie auszugrenzen und sich über sie lustig zu machen.

Oft fängt es mit einem „harmlosen“ Scherz an. Man hatte selber einen schlechten Tag und sich über jemanden in der Klasse geärgert. Also schreibt man in der WhatsApp-Gruppe oder auf Facebook, wie ätzend man einen Mitschüler oder eine Mitschülerin findet und dass alle, die das Gleiche denken, mitmachen sollen. Schon fliegen viele witzige oder nicht so witzige Kommentare durch die Gegend und alle finden es irgendwie lustig. Bis auf das Mädchen oder den Jungen, die es betrifft.

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Wenn aus „Spaß“ Cybermobbing wird

Solche Späße laufen meistens sehr schnell aus dem Ruder. Das Lästern und die bösen Kommentare verbreiten sich in Windeseile in der Schule, im Ort, im Verein, überall. Oft werden sie gedankenlos einfach weitergeschickt nach dem Motto „Ist ja nur eine Nachricht“. Aber das stimmt nicht. Es ist mehr als das! Und jeder, der sich daran beteiligt, wird Teil des Cybermobs.
Manchmal werden sogar WhatsApp-Gruppen oder Facebook-Seiten gegründet, um das Mädchen oder den Jungen noch mehr bloß zu stellen. Die Betroffenen werden schlimm gemobbt. Sie kriegen schreckliche Nachrichten auf allen Kanälen und zu allen Tages- und Nachtzeiten: SMS, WhatsApp, Facebook oder ganz altmodisch am Telefon. Die ganze Schule zerreißt sich das Maul.

Wenn so etwas passiert, fühlt man sich, als würde man ertrinken. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass noch irgendjemand zu einem hält. Man fühlt sich einsam und allein.

Wer steht mir bei?

Wenn man das Gefühl hat, die ganze Welt habe sich gegen einen verschworen, ist es wirklich wichtig, sich Hilfe zu holen. Entweder zu Hause oder aber, wenn man das Gefühl hat, da versteht einen eh keiner, bei einer Beratungsstelle.
Freunde oder Freundinnen sind natürlich auch ganz wichtige Unterstützer. Sei auch du für deinen Freund oder deine Freundin da, wenn ihm oder ihr so etwas passiert: Dabei ist es sehr wichtig, dem Freund oder der Freundin zu sagen, dass er oder sie nichts Falsches getan hat und nicht schuld daran ist. Verantwortlich sind immer die Personen, die gemein sind und schlimme Nachrichten oder Kommentare verbreiten.
Oft braucht es jetzt aber mehr Unterstützung als Beistand und Freundschaft, z. B. einen klugen, manchmal auch juristischen Rat und jemanden, der dir dabei hilft, alle nötigen Schritte zu gehen.

Hole dir Hilfe!

Wenn du dich schämst oder das Gefühl hast, niemand versteht dich, hast du immer die Möglichkeit, dir bei Beratungsstellen Hilfe zu holen. Wichtig ist: „HOL DIR HILFE!“

Hier findest du Hilfe:

Save me online
Juuuport
Bündnis gegen Cybermobbing
Hilfeportal Missbrauch


Titelbild: ©oliveromg/shutterstock.com

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