Elektroschrott – was mit alten Handys und Konsolen passiert

Smartphones, Kopfhörer, Spielekonsolen – wir werfen viel zu schnell Geräte weg, die eigentlich noch funktionieren. Aber wo kann man eigentlich diese Dinge entsorgen? Und was passiert dann mit ihnen?

Jedes Jahr produzieren Menschen weltweit mehrere Millionen Tonnen Elektromüll. 44 Millionen Tonnen waren es allein 2016, hat die UNO herausgefunden. Das wundert dich? Überleg mal: Elektrogeräte sind auch aus deinem Zuhause nicht mehr wegzudenken. Da gibt es die Mikrowelle in der Küche, den Fernseher im Wohnzimmer oder den Föhn im Bad. Wenn das kaputt geht oder nicht mehr benötigt wird, wird es zu Elektromüll. Und vielleicht hat bei euch zu Hause auch jeder bzw. jede ein eigenes Smartphone.

Experten haben beobachtet, dass ein Land mehr Elektromüll produziert, wenn es wohlhabend ist. Das liegt unter anderem daran, dass in so reichen Ländern wie Deutschland elektronische Geräte schneller ausgetauscht und weggeschmissen werden. Dabei sind die Geräte oft noch funktionsfähig oder könnten zumindest repariert werden.

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Die Wegwerfmentalität produziert viel Elektroschrott

Das ist bei Handys oder Tablets oft der Fall. Viele Handy-Verträge werden alle zwei Jahre erneuert. Das bedeutet: Alle zwei Jahre gibt es ein neues Smartphone und das alte kann weg. Zudem bringen Hersteller immer wieder neue Versionen heraus. Dann wollen viele zum Beispiel das neueste iPhone in der Tasche haben. Selbst wenn das alte noch einwandfrei funktioniert. Diese Wegwerfmentalität produziert viel unnötigen Elektroschrott.

Smartphones verstauben in Schubladen

In den meisten Smartphones stecken wichtige Metalle wie Palladium, Silber, Gold und Kupfer – die sollen eigentlich recycelt und wieder in den Ressourcenkreislauf gelangen. Damit daraus z. B. neue Handys hergestellt werden können. Das passiert leider nicht so häufig. Viele Menschen sammeln ihre alten Elektrogeräte zu Hause, da sie nicht wissen, wohin damit. Vor allem Smartphones verstauben oft in Schubladen, obwohl sie auf den Recycling-Hof gehören.

Von der Schublade ins Handysammelcenter

An sich ist es ziemlich einfach, dein altes Handy loszuwerden. Elektronikgeschäfte sind ab einer Verkaufsfläche von 400 Quadratmeter dazu verpflichtet, deine Geräte anzunehmen und zu entsorgen. Viele Handyanbieter nehmen die alten Smartphones auch zurück. Außerdem gibt es Handysammelcenter. Erkundige dich sonst auch einfach bei deinem Vertragsanbieter.

Was passiert auf dem Recyclinghof?

Wenn du dein Handy beim Sammelcenter abgegeben hast und es defekt ist, kommt es auf den Recyclinghof. Dort werden die Elektroreste grob nach Typ sortiert und die Werkstoffbestandteile separiert. Den Handys wird beispielsweise der Akku entnommen und dann eingeschmolzen. Damit sind auch alle Daten gelöscht. Die einzelnen Wertstoffreste landen anschließend bei einem speziellen Recycler. Wo die Einzelteile dann in weiteren Schritten und schlussendlich hinkommen, ist allerdings ziemlich undurchsichtig. In einigen Fällen landen die Elektroteile in Afrika, wo sie eingeschmolzen und die wertvollen Metalle auf sehr umweltschädigende Weise entnommen werden.

Am allerbesten ist es daher, einfach nicht so viel Elektromüll anzuhäufen. Also weniger kaufen und die aktuellen Geräte länger benutzen. Das hilft deinem Geldbeutel und schont die Umwelt.

Titelbild: © liam1949/shutterstock.com

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