Heute schon ein Kompliment bekommen?

Jeden Tag ein Kompliment machen ‒ das hat sich die Psychologiestudentin Rosa Stark vorgenommen. In ihrem Blog A Compliment A Day schreibt sie über die Reaktionen und uns hat sie erzählt, warum Komplimente so wichtig sind.

So klappt's mit dem Lernen – jetzt im Video anschauen!

Warum sind Komplimente wichtig?

Rosa Stark: „Weil sie Wertschätzung ausdrücken. Egal, ob ein Fremder, der beste Freund oder Klassenkamerad. Wenn ich dem anderen sage, was ich an ihm mag, dann öffne ich mich. Gleichzeitig gibt es die Seite der Empfänger. Ich glaube, das Komplimente anzunehmen, den Selbstwert erhöht und das Vertrauen stärkt. Wenn da jemand ist, der etwas Schönes in mir sieht, dann kann die Welt doch nicht ganz grau sein, oder?”

Wie formuliert man denn am besten ein Kompliment?

Rosa Stark: „Indem man sich nicht zu viele Gedanken darüber macht, wie man es formulieren soll. Im Klartext: Kopf aus, Herz an. Ehrlich sein, bei sich bleiben und das ausdrücken, was wirklich da ist. Und sich nicht zu viele Sorgen machen, wie der andere das jetzt verstehen könnte, denn dann wirkt es schnell aufgesetzt und das lässt den anderen eher zweifeln. Ich glaube, wir spüren, ob jemand ein Kompliment ehrlich meint.”


<Rosa Stark Komplimente

Komplimente von Rosa Stark ©Rosa Stark

Viele Menschen sagen, sie können nicht mit Komplimenten umgehen. Hast du eine Idee, warum das so ist?

Rosa Stark: „Tolle Frage, vielen Dank dafür! Das ist nämlich etwas, das mich sehr beschäftigt. Ich glaube, das hat etwas mit dem Selbstbild zu tun. Bin ich in meiner eigenen Vorstellung hässlich oder untalentiert, dann lebt mein Weltbild auch davon. Es sind irgendwo auf meinem Weg Dinge passiert, die mich haben klein und unbedeutend fühlen lassen. Es reicht schon, dass ein Klassenkamerad in Musik sagt: ‚Du singst schlecht‛. Oder, noch schlimmer, ein Lehrer fand mich untalentiert.
Nicht mit Komplimenten umgehen zu können, heißt eigentlich, irgendwann mal einen Schutz vor dem Verletztwerden aufgebaut zu haben.”

Und was rätst du Leuten, die nicht mit Komplimenten umgehen können?

Rosa Stark: „Sich bewusst zu machen, woran das liegen könnte, um Verständnis für sich selbst aufzubauen. Und dann das Risiko eingehen und Komplimente lernen anzunehmen. Dabei gilt, genau wie beim Komplimentemachen: Den Kopf ruhig mal ausschalten. Du bekommst ein Kompliment für dein schönes Lächeln und solltest dann nicht anfangen, dich zu fragen: ‚Wie ist das jetzt gemeint? Ironisch? Oder hat der Hintergedanken? Will der was von mir? Der meint bestimmt nur die weißen Zähne.‛

Und hier beginnt das Experiment: Statt auch nur einen dieser Sätze auszusprechen, sagst du einfach ‚Danke‛. Und wenn es dich freut: ‚Das freut mich.‛ Man sollte auch versuchen, dem Impuls nachzugeben, ganz schnell etwas zurückzugeben.

Wie gehst du selbst mit Komplimenten um?

Rosa Stark: „Lange war das für mich schwierig. Komplimente anzunehmen, fiel mir generell sehr schwer. Dann gab es eine Phase, in der ich mich ganz bewusst dafür entscheiden musste ‚Danke, süß von dir!‛, zu sagen. Ich habe das regelrecht geübt. In San Francisco wurde ich dann so mit Komplimenten bombardiert, da konnte ich nicht anders, als irgendwann zu verstehen: Ich kann was. Ich bin was. Ich hab was zu geben.
Und genau deshalb will ich dazu beitragen, dass mein Umfeld großzügiger Komplimente macht. Weil ich weiß: Das kann einen großen Unterschied machen.”

Titelbild:©Rasstock/shutterstock.com

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