David Weinstock: Vom schlechten Schüler zum Abitur mit 1,0

Unglaublich aber wahr: Eine 1,0 auf dem Abizeugnis. David Weinstock hat das geschafft – obwohl es anfangs gar nicht danach aussah. Er hat darüber ein Buch geschrieben und verrät im Interview seine Tricks.

David Weinstock

David, du hast seit 2014 dein Abi und studierst mittlerweile BWL. Glaubst du, dass dir deine Erkenntnisse aus der Schule später im Beruf nützlich sind?
David: „Es gibt zwei Aspekte, die ich hilfreich finde. Zum einen ist das Abitur an sich für viele Arbeitgeber eine wichtige Grundvoraussetzung. Zum anderen weiß man, wie man verbal auftreten muss, um sich mit Lehrerinnen und Lehrern oder Investorinnen und Investoren gutzustellen. So kommt man mit vielen Leuten klar und hinterlässt einen guten Eindruck.“

War es dein Wunsch Autor zu sein oder war dein Buch „Schluss mit ungenügend!“ eher eine pragmatische Entscheidung?
David: „Ich lese zwar gerne, aber ich habe nie besonders gerne geschrieben. Ich wollte nicht Autor werden. Viel mehr wollte ich die Menschen um mich herum anstacheln. Bereits als ich mir vornahm, nur noch gute Noten zu schreiben, habe ich überall rumerzählt, dass ich ein Buch über meinen Erfolg schreiben würde – vom schlechten Schüler zum 1,0-Abi. Irgendwann kamen tatsächlich die Top-Noten. Dann habe ich alles aufgeschrieben, was ich im Laufe der Zeit gelernt und bemerkt habe. Aber natürlich ist es cool, ein Buch zu veröffentlichen und Interviews zu führen!“

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Was wolltest du mit dem Buch erreichen?
David:„Ich wollte zeigen, dass man es schaffen kann! Vor allem meine alten Lehrerinnen und Lehrer sollten sehen, dass ich es geschafft habe. Ich war auf drei verschiedenen Schulen und hatte nie den Ruf, ein besonders schlauer Schüler zu sein. Es hat mir gefallen, das Gegenteil zu beweisen.“

Gab es ein Schlüsselerlebnis, nachdem du gesagt hast: „Jetzt ändere ich was!“? Oder wie kam es zu der Veränderung?
David: „Es war eher ein Prozess, bei dem viele Sachen zueinander kamen. Ich wollte mit dem Rauchen und dem Glücksspiel aufhören sowie in der Schule besser werden. Um das Abitur zu schaffen, musste ich das durchziehen. Vorher bin ich einfach immer irgendwie weitergekommen. Dazu habe ich viele Biografien gelesen, die mich inspirierten: Arnold Schwarzenegger zum Beispiel. Er hat schon früh etwas Außergewöhnliches geleistet, indem er mit 19 Bodybuildung-Weltmeister wurde. Ich dachte mir: ‚Wenn er das leisten kann, schaffe ich es auch, mein Abitur mit 1,0 zu machen.‘“

Was sind die wichtigsten Grundregeln, die jetzige Abiturienten so kurz vor der heißen Phase unbedingt beachten sollten?
David: „Am wichtigsten ist es, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Man hat über die zwei Jahre einen Berg an Material gesammelt. Also sollte man genau beachten, was gefordert wird. Bei einem dezentralen Abitur kann man über den Freundeskreis versuchen, an die Abiturprüfung aus dem letzten Jahr zu kommen. Dabei ist es wichtig, auf die Detailfragen zu achten. Wofür gibt es die guten Punkte? Speziell darauf sollte man sich beim Lernen konzentrieren.
Als zweites würde ich empfehlen, niemals alle vier Semester zu lernen. In der Prüfung erhält man drei Klausuren zur Auswahl. Das heißt, man sollte nur die drei stärksten Semester lernen. Letztlich wird man nur ein oder zwei Semester in der Klausur wiederfinden.“

Und was kannst du als Tipp geben, wenn man etwas mehr Zeit hat, also noch nicht im Abitur steht?
David: „Man sollte versuchen, im Unterricht mitzukommen und dort schon alles zu verstehen. Mitschreiben reicht nicht! Nach dem Motto: ‚Ich gucke mir das dann zu Hause nochmal an.‘ Das klappt nicht. Im Unterricht sollte man mitdenken, versuchen sich zu beteiligen und die Aufgaben verstehen. Wenn man fünf bis zehn Minuten vor der nächsten Stunde noch einmal die Sachen aus der vorangegangenen Stunde wiederholt, reicht es völlig aus. Die Voraussetzung, um mitzukommen, ist aber ein fundiertes Grundverständnis. Wenn man z. B. in Mathe etwas zu den biquadratischen Funktionen lernt, sollte man über Funktionen Bescheid wissen. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Menschen, die ein gutes Abitur gemacht haben, alle Basics draufhatten.“

Was waren deine Lieblingsfächer in der Schule?
David: „Geografie, Geschichte und Deutsch waren meine Favoriten.“

Welche Fächer haben etwas mehr Engagement deinerseits benötigt?
David: „Physik, eindeutig. Das fiel mehr phasenweise sehr schwer. Ich habe es sogar mit Nachhilfe versucht, um es besser zu verstehen.“

Ist es okay, in einer Prüfung zu tricksen? Hattest du einen Notfalltrick parat?
David: „Ich empfehle es natürlich nicht! Aber bei mir war es so, dass ich immer einen Notfallspicker dabei hatte. Dann wäre ich mal auf Toilette gegangen und hätte nachschauen müssen. Aber eigentlich hätte ich viel zu viel Angst davor gehabt, erwischt zu werden.“

Über das Buch:

Schluss mit ungenuegend

Schluss mit ungenügend! Wie ich vom schlechten Schüler zum 1,0-Abiturienten wurde – und wie du das auch schaffst
von David Weinstock wurde im mvgVerlag veröffentlicht. Leicht verständlich erklärt er darin, wie man mündlich in allen Fächern sichtbar der beste Schüler wird und es gleichzeitig in Fächern wie Mathe und Deutsch auch schriftlich auf eine 1+ bringen kann. Mehr Infos zum Buch gibt’s hier.

Titelbild: © Syda Productions/shutterstock.com

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