Muss ich meine Posts auf Instagram als Werbung kennzeichnen?

Klar, Influencerinnen und Influencer müssen ihre Posts als Werbung kennzeichnen, wenn sie dafür Geld bekommen. Aber was musst du beachten, wenn du als Fan einer Marke ein Foto bei Instagram hochlädst?

Nachdem einige bekannte deutsche Instagrammerinnen abgemahnt wurden, herrscht Unsicherheit und Verwirrung. Muss man den Instagram-Post als Werbung kennzeichnen, auch wenn man kein Geld dafür bekommt, dass man seine neue Uhr oder das neue Gadget in die Kamera hält?

Ist Instagram dein Hobby oder dein Job?

Wer Instagram nutzt, um sich privat mit Freundinnen und Freunden auszutauschen, hat nichts zu befürchten. Wenn du diese Plattform nutzt, um darüber Geld für Werbedeals zu bekommen, sieht die Sache schon anders aus. Dann muss alles, was getaggt wird, auch als Werbung deklariert werden. Schließlich gibst du einen eindeutigen Hinweis darauf, woher das Produkt oder die Kleidung stammt. Auch wenn du dafür kein Geld oder Sponsoring erhalten hast.

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Hast du eine hohe Reichweite?

Zwar können auch schon kleinere Influencerinnen und Influencer abgemahnt werden, wenn sie ihre Posts nicht ausreichend kennzeichnen. Wenn du aber mit deinem Instagram-Profil nur 50 bis 100 Follower erreichst, sind die Chancen sehr gering, dass du negativ auffällst. Aktuell sind die Anwältinnen und Anwälte des Verbands Sozialer Wettbewerb – dieser hatte die Verunsicherung auf Instagram überhaupt erst verursacht – eher auf die „großen Fische“ aus.

 

Wie solltest du deine Posts kennzeichnen, wenn du deine Lieblingsmarke weiterempfehlen möchtest?

 

Die Instagrammerin VreniFrost war eine derjenigen, die abgemahnt wurde. Obwohl sie kein Geld von der Firma bekam, die sie empfahl, entschied auch ein Landesgericht, dass sie unzureichend auf diese Art der „Gratis“-Werbung hingewiesen hatte. Seither markiert sie jeden Post, in dem sie eine Firma oder ein Produkt taggt als [Werbung] #unbezahlt. Wenn du also auf Nummer sichergehen möchtest, markiere deinen Post mit dem Hinweis oder tagge die entsprechende Firma erst gar nicht auf dem Bild.

Es gibt drei Formen der Werbung, die du unbedingt kennen solltest:

  • Wenn dir ein Unternehmen ein Produkt schenkt oder eine Anwendung kostenfrei zur Nutzung überlässt, damit du im Gegenzug darüber berichtest, ist das Werbung. Diese muss unbedingt gekennzeichnet werden.
  • Solltest du eine andere Form der Gegenleistung von einer Firma erhalten, die zwar kein Geld ist, die aber an einen Post bei Instagram geknüpft ist, handelt es sich um eine Kooperation und damit um Werbung. Das kann z. B. auch bedeuten, dass die Firma im Gegenzug auf ihrem Profil für deinen Post wirbt oder deine Follower einen Rabatt erhalten.
  • Wenn du dir ein Produkt selbst und freiwillig gekauft hast und positiv darüber berichten möchtest, dann regt das unter Umständen andere Nutzerinnen und Nutzer zum Kauf an. Damit ist es Werbung und sollte gekennzeichnet werden. Nur eine negative bzw. neutrale Bewertung gilt nicht als „Kaufanregung“. Wann ein Beitrag jedoch nur „neutral“ ist, kann nicht eindeutig festgelegt werden.

Noch gibt es keine hundertprozentige Festlegung, wie Posts mit Empfehlungen auf Instagram markiert werden sollten. Aber aktuell gilt wohl: Lieber auf alles hinweisen und keinen Ärger riskieren!

Titelbild: © Rohappy/shutterstock.com

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