Praktikum – was, wie, wo?

Ob Schul-, Sozial-, Berufs- oder Auslandspraktikum, es gibt viele Möglichkeiten. Fast jeder muss in seinem Leben mindestens ein Praktikum machen. Oft auch schon in der Schule. Viele machen aber darüber hinaus weitere Praktika. Doch auf was musst du achten und wie findest du einen geeigneten Platz? Wir haben für dich die wichtigsten Infos rund um’s Praktikum.

Wofür soll ein Praktikum überhaupt gut sein?

Bei einem Praktikum sollst du vor allem Berufserfahrungen sammeln und eine Orientierung bekommen, welcher Job zu dir passen könnte. Wenn du eine grobe Vorstellung hast, was du später arbeiten willst, kannst du durch ein Praktikum feststellen, ob der Beruf deinen Erwartungen entspricht.

Oder wenn du bereits in einem Bereich gearbeitet oder studiert hast, kann ein Praktikum in einem Unternehmen dabei helfen, weitere Erfahrungen zu sammeln. Du lernst, wie verschiedene Unternehmen arbeiten und wie die Strukturen und Anforderungen aussehen. Das kann hilfreich sein, um dich später für oder gegen einen Beruf oder ein Unternehmen zu entscheiden.

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Welche Praktika gibt es und was macht sie aus?

Das Schulpraktikum

An vielen Schulen wird ein Pflichtpraktikum vorgeschrieben. Normalerweise kannst du dir selbst ein Unternehmen aussuchen, bei dem du dein Praktikum machen willst. Manchmal gibt es noch ein paar Vorgaben, die du beachten musst, aber im Grunde hast du freie Auswahl.

Hier empfehlen wir dir, das Praktikum ernst zu nehmen und sinnvoll zu nutzen. Mach keines, wo der Aufwand zwar gering ist, dich der Job aber eigentlich gar nicht interessiert.

Stattdessen hast du die einmalige Möglichkeit in einen Beruf hineinzuschnuppern, der dich begeistert – oder bei dem du immer schonmal wissen wolltest, was man da eigentlich macht. Vielleicht hast du auch schon einen Berufswunsch. Dann nutze dein Praktikum, um den Beruf näher kennen zu lernen und zu gucken, ob er auch das bietet, was du dir vorstellst.

Das Sozialpraktikum

Einige Schulen legen auch ein Sozialpraktikum als Pflichtpraktikum fest. Der Schwerpunkt liegt dann nicht unbedingt darauf, dass du einen passenden Beruf für dich findest. Es geht eher darum, dass du einmal in einer sozialen Einrichtung gearbeitet hast und ein Gespür dafür bekommst.

Je nachdem, wo du das Praktikum machst, merkst du, wie schwierig ein Beruf im sozialen Bereich sein kann. Kindergarten und Krankenhaus werden oft als herausfordernd, aber spaßig empfunden. In einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen oder in der Altenpflege wird den Meisten schon mehr abverlangt, da diese Menschen sehr viel Pflege und Betreuung brauchen. Auch die Arbeit mit Schwererziehbaren oder psychisch Kranken gehört zur Kategorie der sozialen Berufe. Erfahrungen, die du hier sammelst, können wichtig und wertvoll für dich sein, die Arbeit verlangt dir aber auch viel ab – also überlege dir gut, ob so ein Praktikum für dich geeignet ist.

Du kannst natürlich auch nach der Schule noch freiwillige Praktika machen oder ein Pflichtpraktikum innerhalb der Ausbildung bzw. des Studiums. Dazu findest du Infos in unserem Artikel zu weiterführenden Praktika.

Einen Praktikumsplatz finden

Du kannst so ziemlich in jeder Branche ein Praktikum machen, denn Praktikanten werden immer gern genommen. Das Problem dabei: Praktikanten werden oft als billige Arbeitskräfte angesehen. Ein Praktikum sollte dazu gut sein, Erfahrungen zu sammeln, Fragen stellen zu dürfen und einen Einblick ins Unternehmen zu bekommen. Leider ist das in der Praxis nicht immer der Fall. In einigen Unternehmen gibt es niemanden, der speziell für dich zuständig ist und dich begleitet. Dann ist oft unklar, was du in der Firma lernen kannst. In so einer Situation musst du dich selbst kümmern und nachfragen, sonst bekommst du im schlimmsten Fall nur Hilfsarbeiten.

Das kann aber auch anders laufen. Wenn du bemüht bist und viel lernen möchtest, gibt es immer auch jemanden, der dir Extra-Aufgaben zuteilt oder dich ein bisschen mehr fördert.

Genauso solltest du die Bezahlung ansprechen. Normalerweise gilt hier: Du hast einen Sonderstatus, weil du ungelernt bist und nicht als normale Arbeitskraft gezählt wirst. Dementsprechend kannst du auch keinen regulären Lohn bekommen. Trotzdem sollte deine Arbeit entlohnt werden. Auch hier sieht die Praxis leider anders aus. Viele Unternehmen sind so nachgefragt, dass sie dich nicht bezahlen. Es gibt immer jemanden, der die Stelle dringend braucht oder so gerne will, dass er den Job auch umsonst macht. Das nutzt das eine oder andere Unternehmen aus. Leider hast du hier nur wenig Einfluss. Du kannst aber auch Glück haben und du bekommst trotzdem etwas Geld.

Wenn du ein passendes Unternehmen für dich gefunden hast, haben wir noch ein paar Tipps für eine ansprechende Bewerbung für dich zusammengestellt.

 

Titelbild: ©iStock.com/dr911

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