Schulangst: „Ich will nicht zur Schule!“

Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Übelkeit – die Angst vor der Schule hat viele Gesichter. Aber woher kommt die Schulangst? Und was kann man gegen sie tun?

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Lara geht in die 7. Klasse. Vor ein paar Wochen hat sie die Schule gewechselt. Der Druck an der alten Schule war zu hoch, die Mitschüler lachten über ihre Schüchternheit und ihr „uncooles Aussehen“ – ihre Noten wurden immer schlechter, die Angst immer größer. Nachts schlief sie nicht mehr richtig, konnte tagsüber nichts mehr essen und litt unter ständigen Bauchschmerzen und Übelkeit. Immer häufiger fehlte sie in der Schule, weil sie sich krank fühlte. Am liebsten wollte sie gar nicht mehr hingehen. Nach dem Schulwechsel dachte sie, dass alles wieder gut würde. Sie hatte sich fest vorgenommen, regelmäßig hinzugehen, mitzuarbeiten und zu lernen. Und dann war sie plötzlich wieder da – die Bauchschmerzen. Und mit ihr die Angst.

Angst vor der Schule oder Angst vorm Wegsein?

So wie Lara ergeht es vielen: Jeder fünfte Schüler bzw. jede fünfte Schülerin leidet in Deutschland unter Schulangst, schätzen Experten. Aber die Ursachen der Angst sind ganz unterschiedlich. Psychologen unterscheiden zwischen Schulangst und Schulphobie:

Schulangst

Schülerinnen und Schüler mit Schulangst fürchten sich wie Lara vor dem Schulalltag, z. B. vor Mobbing, Leistungsdruck, Prüfungs- und Versagensängsten. Sie finden Ausreden, keine Hausaufgaben machen zu müssen und möchten vom Thema Schule nichts hören. Meistens ziehen sie sich immer weiter zurück. Sie treffen sich nicht mehr mit Freunden und alles fällt ihnen schwer.

Schulphobie

Schülerinnen und Schüler mit Schulphobie gehen nicht zur Schule, da sie ihr Zuhause und ihre Eltern nicht verlassen wollen. Sie haben große Angst, dass ihrer Mutter oder ihrem Vater während der Schulzeit etwas Schreckliches zustoßen könnte. Bei der Schulphobie handelt es sich um eine Trennungsangst. Werden sie zur Schule gezwungen, überkommt sie oft eine sehr große Wut auf ihre Eltern, die nicht selten in Wutanfällen ausarten.

Was kann man gegen die Angst vor der Schule tun?

Egal, ob ein Schüler oder eine Schülerin an Schulangst oder Schulphobie leidet, sie müssen in die Schule gehen. Psychologen sagen, dass nur so die Angst überwunden werden kann. Denn umso länger man nicht in die Schule geht, desto größer wird die Angst. So war es auch bei Lara: Hatte sie einen Tag in der Schule gefehlt, so wurde die Angst am nächsten Tag noch größer. Schließlich hatte sie den Schulstoff des Vortags verpasst und auch die Hausaufgaben nicht gemacht.

Hilfe holen

Auch du hast Angst vor der Schule? Sprich mit deinen Eltern ganz in Ruhe darüber und bitte sie um Hilfe. Gibt es an deiner Schule einen Schulpsychologen oder eine Schulpsychologin, suche ihn oder sie auf und erzähle von deinem Problem. Auch der Vertrauenslehrer oder die Vertrauenslehrerin können dir weiterhelfen. Warte nicht zu lange. Umso schneller du mit jemandem über deine Angst sprichst, desto schneller kann dir geholfen werden – und bald wird auch die Angst weniger.

Lara spricht nun einmal in der Woche mit einer Psychotherapeutin über ihre Angst. Am Anfang fiel es ihr sehr schwer. Doch nun fühlt sie sich nicht mehr ganz so alleine und unverstanden. Sie geht weiterhin zur Schule – immer noch begleitet sie die Angst. Aber sie wird kleiner und kleiner und irgendwann ganz weg sein – das weiß Lara.

Titelbild: © Anelina/shutterstock.com

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