Was kann ich tun, wenn ich in der Schule ausgegrenzt werde?

Das Gefühl unbeliebt zu sein, kann lähmend wirken. Wie du da wieder rausfindest und was du über Schulangst wissen solltest.

Es beginnt schleichend: Du hast das Gefühl die Anderen würden hinter deinem Rücken über dich sprechen. Bei Gruppenarbeiten im Unterricht bist du häufig eine der letzten Personen, die in eine Gruppe aufgenommen wird. Es haben sich vielleicht schon Mitschülerinnen und Mitschüler über irgendetwas an deinem Aussehen oder Auftreten lustig gemacht.

Die gute Nachricht zuerst: Das ist JEDER Person schon so gegangen. Eine Jede und ein Jeder kennt die oben beschriebenen Situationen. Selbst diejenigen, von denen du glaubst, sie seien Jedermanns Liebling. Nichtsdestotrotz kann es sein, dass du von deinen Klassenkameradinnen und Klassenkameraden bewusst ausgeschlossen wirst. Wenn der Schultag zum Spießrutenlauf wird und du das Gefühl hast, keiner würde dich ernst nehmen, kann es passieren, dass du eine ausgewachsene Schulangst entwickelst. So nennen Psychologinnen und Psychologen dieses Phänomen, in dem man lieber überall anders als in der Schule wäre. Du brauchst jedoch nicht verzweifeln, es gibt Möglichkeiten, diese negativen Gefühle nach und nach abzubauen und wieder mehr Selbstvertrauen zu gewinnen.

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Nimm dich selbst ernst

Auch wenn die anderen Kinder und Jugendlichen  vielleicht irgendetwas an dir nicht so toll finden: Du solltest dich so akzeptieren und gut finden, wie du bist. Denn nur, wenn du dich selbst akzeptierst, kannst du auch Selbstbewusstsein ausstrahlen. Das imponiert deinen Mitschülerinnen und Mitschülern und führt langfristig zu mehr Anerkennung. Dabei solltest du natürlich darauf achten, mit deinem Verhalten niemand anderes zu verletzen, indem du dich z. B. über ihn oder sie lustig machst. Aber sich mit allen Stärken und Schwächen anzunehmen, ist das Beste, was du tun kannst.

Konzentriere dich auf deine Stärken und baue sie aus

Du hast für dich angenommen, dass deine Mitschülerinnen und Mitschüler dich in einer bestimmten Situation ausgrenzen. Dann kannst du als Nächstes versuchen, die positiven Aspekte darin zu finden: Du kannst dich auf dich konzentrieren. Du kannst eigene Ziele verfolgen und deine Stärken weiter hervorbringen. Du erkennst schneller, wer dir wirklich gut gesonnen ist und wer nur so tut, um selbst einen Vorteil daraus zu erhaschen.

Gib dir Zeit und sei mutig

Egal, wie unangenehm es vielleicht wirken mag: Versuche regelmäßig in die Schule zu gehen. An jedem Tag, an dem du dich nicht in die Schule wagst, wird die Angst davor, ausgeschlossen zu werden, noch größer. Dabei kannst du jeden neuen Schultag nutzen und dich schrittweise aus deinem Gedankentief herausarbeiten. Nimm dir wochenweise vor, kleine Zwischenschritte zu erreichen, z. B. dich im Unterricht zu melden, eine Hausaufgabe vorzutragen, jemandem im Schulalltag zu helfen, indem du z. B. einen Stift leihst, oder eine sympathische Person anzusprechen, ob ihr zusammen die Gruppenarbeit lösen wollt. Das ist dann bereits ein großer Schritt.

Sprich mit Vertrauenspersonen

Merkst du, dass du eine unangenehme Situation nicht mehr selbst ändern kannst, zieh dich daraus zurück. Du musst nicht um jeden Preis leiden. Ist es im Unterricht schwer sich dem zu entziehen, bitte deinen Lehrer oder deine Lehrerin um ein kurzes Gespräch unter vier Augen und erkläre, warum du jetzt gern lieber etwas anderes machen möchtest. Ist dein Lehrer oder deine Lehrerin nicht deine Vertrauensperson, suche dir Hilfe bei der Schulpsychologin / dem Schulpsychologen, dem Vertrauenslehrer / der Vertrauenslehrerin oder der Schulleiterin / dem Schulleiter. Sie können dir weiterhelfen, eine andere Lösung für dein Problem zu finden. Wenn du selbst nicht weißt, wie du vorgehen sollst, bitte deine Eltern um Hilfe.

Weitere Tipps haben wir in diesem Artikel zum Thema Schulangst gesammelt.

 

Titelbild: © Syda Productions/shutterstock.com

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